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Mit MEMORI gegen Übergewicht

01.02.2008
Bundesministerium fördert Projekt für Kinder am Klinikum der Universität München

Die Nationale Verzehrsstudie zeigt eine starke Zunahme des Übergewichts und der krankhaften Fettsucht bei Erwachsenen in Deutschland. Besonders betroffen sind Menschen mit niedrigem Sozialstatus und geringem Einkommen. Übergewicht stellt ein wachsendes Gesundheitsproblem dar. Betroffene tragen hohe Krankheitsrisiken (Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, einige Krebsarten, Gelenkschäden, Leberschäden u.v.a.m.), Krankenversicherungen und die Gesellschaft insgesamt haben mit immensen Folgekosten zu kämpfen.

Die Grundlagen für die Entstehung des Übergewichts werden im Kindesalter gelegt. Am Klinikum der Universität München (LMU) durchgeführte Untersuchungen zeigen, dass die Häufigkeit des Übergewichts und der krankhaften Fettsucht schon bei fünf- bis sechsjährigen in den letzten 20 Jahren stark angestiegen ist. Um Übergewicht effektiv bekämpfen zu können, ist eine weitere Erforschung der schon im Kindesalter zugrundeliegenden Ursachen dringend notwendig.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat jetzt im Rahmen des Nationalen Kompetenznetzwerks Adipositas einen von Prof. Berthold Koletzko, Dr von Haunersches Kinderspital am Klinikum der LMU koordinierten Forschungsverbund zu modifizierbaren frühen Risikofaktoren für Übergewicht (MEMORI: Multidisciplinary Early Modification of Obesity Risk) mit 860.000 Euro gefördert. Damit sollen die wissenschaftlichen Grundlagen für eine effektive und frühe Adipositasprävention gestärkt werden. Ein multidisziplinärer Forschungsverbund untersucht die Risikofaktoren für die Entstehung von kindlichem Übergewicht und die auftretenden Folgekosten der Erkrankung. Die Wirkungen eines Interventionsprojektes in Kindergärten werden in 500 Einrichtungen geprüft. Mit modernen Methoden werden die frühen Stoffwechselfolgen von kindlichem Übergewicht untersucht. Der Einsatz neuer Sensormethoden soll die körperliche Aktivität von Kindern besser erfassen und spielerisch die körperliche Aktivität fördern. MEMORI ist aus der Kooperation von Partnern des Münchener Zentrums für Gesundheitswissenschaften (MC-Health) hervorgegangen, einer Innnovationsinitiative der Ludwig-Maximilians Universität München.

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Ansprechpartner:

Prof. Dr. Berthold Koletzko
Kinderklinik und Kinderpoliklinik im Dr. von Haunerschen Kinderspital,
Lindwurmstraße 4
Tel: 089/5160-3967
Email Berthold.Koletzko@med.uni-muenchen.de
Klinikum der Universität München
Im Klinikum der Universität München (LMU) werden an den Standorten Großhadern und Innenstadt jährlich rund 81.000 Patienten stationär, 12.000 teilstationär und 370.000 Patienten ambulant behandelt. Die 44 Fachkliniken, Institute und Abteilungen verfügen über mehr als 2.300 Betten. Von insgesamt 9.000 Beschäftigten sind rund 1.800 Mediziner. Forschung und Lehre ermöglichen eine Patientenversorgung auf höchstem medizinischem Niveau. Das Klinikum der Universität München hat im Jahr 2006 mehr als 58 Millionen Euro an Drittmitteln eingeworben und ist seit Juni 2006 Anstalt des öffentlichen Rechts.

Kressirer, Philipp | Klinikum der Universität München
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-muenchen.de

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