Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Teledermatologie in der Praxis

08.09.2000


... mehr zu:
»Teledermatologie
Magdeburg. Expertenwissen in der Medizin ist mehr denn je gefragt. Die Telemedizin gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung. Davon profitieren vor allem die Patienten, denn Telediagnosen verbessern die
Diagnosesicherheit durch Expertenkonsultation und ersparen den Betroffenen lange Wege zum Spezialisten sowie den Krankenkassen zusätzliche Kosten. Vorreiter auf dem Gebiet ist Sachsen-Anhalt, wo im vergangenen Jahr im Rahmen der gemeinsamen Initiative des Landes Sachsen-Anhalt und der Deutschen Telekom Multimedia@LSA ein bundesweit einmaliges Modellprojekt Teledermatologie ins Leben gerufen wurde und das nun patientenfähig in Betrieb genommen wurde.

In diesem Modellprojekt können Patientinnen und Patienten mit komplizierten Hauterkrankungen, die in ländlichen Regionen wohnen, in ihrem Heimatort abschließend untersucht werden. Einen Schwerpunkt bilden hierbei die cutanen Neoplasien. Die bösartigen epithalen Geschwüre der Haut sind mittlerweile mit ca. 75 Fällen auf 100 000 Einwohner die zweithäufigste Krebserkrankung, beim Malignen Melanom sind es 12 bis 15/100 000 Einwohner.

Per Videokonferenz werden Patienten mit unklaren Krankheitsbildern im Kompetenzcenter der Magdeburger Universitätshautklinik vorgestellt, wo dann umgehend und konkret die Auswertung erfolgen kann. So entfällt für den Patienten der oftmals lange Weg zum Spezialisten.

Im Rahmen des Modellprojektes wurde zwischen zwei Arztpraxen Sachsen-Anhalts und der Universitätsklinik eine ISDN-basierte Telematikapplikation eingerichtet, die sowohl die Übertragung von hochqualitativen Stand- als auch von Bewegt - Bildern gewährleistet. Ergänzend können Befunde verschiedener diagnostischer Verfahren, wie der Auflichtmikroskopie, der Sonografie und der Histopathologie digitalisiert übermittelt werden. Zur Gewährleistung der Datensicherheit sind alle Angaben nur von autorisierten Netzwerkteilnehmern abrufbar.

Von besonderer Bedeutung bei diesem Projekt ist auch die wissenschaftliche Begleitung, für die die Krankenkassenverbände und die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt die Vergütung übernommen haben. Sie versprechen sich von der wissenschaftlichen Evaluierung des Projektes wesentliche Aussagen zur Arzt-Patienten-Beziehung auf dem Gebiet der Dermatologie und zur ökonomischen Berechtigung solcher Systeme als Beispiel auch für andere Fachdisziplinen.

Damit demonstriert das Projekt "Teledermatologie" der Landesinitiative Multimedia@LSA neue Möglichkeiten der Vernetzung telematischer, medizinischer und soziologisch-sozialökonomischer Aspekte zum Vorteil des Patienten.

Weitere Auskünfte:
- Prof. Dr. Harald Gollnick, Direktor der Universitätshautklinik Magdeburg, Leipziger Straße 44, 39120 Magdeburg, Tel. 0391/67 15249, Fax 0391/67 15235
http://www.med.uni-magdeburg.de/fme/khaut/

Weitere Presseunterlagen können angefordert werden bei:
- Multimedia@LSA, Organisationsbüro, Angelika Hoffmann,
Deutsche Telekom AG, Kundenniederlassung Magdeburg/Halle, Leipziger Str. 58, 39112 Magdeburg, Tel. 0391/66 12011,
e-mail: angelika.hoffmann@telekom.de

Kornelia Suske |

Weitere Berichte zu: Teledermatologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Die neue Achillesferse von Blutkrebs
22.05.2018 | Ludwig Boltzmann Gesellschaft

nachricht Schnelltests für genauere Diagnose bei Hirntumoren
17.05.2018 | Universitätsklinikum Heidelberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

Wie verleiht man Zellen neue Eigenschaften ohne ihren Stoffwechsel zu behindern? Ein Team der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München veränderte Säugetierzellen so, dass sie künstliche Kompartimente bildeten, in denen räumlich abgesondert Reaktionen ablaufen konnten. Diese machten die Zellen tief im Gewebe sichtbar und mittels magnetischer Felder manipulierbar.

Prof. Gil Westmeyer, Professor für Molekulare Bildgebung an der TUM und Leiter einer Forschungsgruppe am Helmholtz Zentrum München, und sein Team haben dies...

Im Focus: LZH showcases laser material processing of tomorrow at the LASYS 2018

At the LASYS 2018, from June 5th to 7th, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) will be showcasing processes for the laser material processing of tomorrow in hall 4 at stand 4E75. With blown bomb shells the LZH will present first results of a research project on civil security.

At this year's LASYS, the LZH will exhibit light-based processes such as cutting, welding, ablation and structuring as well as additive manufacturing for...

Im Focus: Kosmische Ravioli und Spätzle

Die inneren Monde des Saturns sehen aus wie riesige Ravioli und Spätzle. Das enthüllten Bilder der Raumsonde Cassini. Nun konnten Forscher der Universität Bern erstmals zeigen, wie diese Monde entstanden sind. Die eigenartigen Formen sind eine natürliche Folge von Zusammenstössen zwischen kleinen Monden ähnlicher Grösse, wie Computersimulationen demonstrieren.

Als Martin Rubin, Astrophysiker an der Universität Bern, die Bilder der Saturnmonde Pan und Atlas im Internet sah, war er verblüfft. Die Nahaufnahmen der...

Im Focus: Self-illuminating pixels for a new display generation

There are videos on the internet that can make one marvel at technology. For example, a smartphone is casually bent around the arm or a thin-film display is rolled in all directions and with almost every diameter. From the user's point of view, this looks fantastic. From a professional point of view, however, the question arises: Is that already possible?

At Display Week 2018, scientists from the Fraunhofer Institute for Applied Polymer Research IAP will be demonstrating today’s technological possibilities and...

Im Focus: Raumschrott im Fokus

Das Astronomische Institut der Universität Bern (AIUB) hat sein Observatorium in Zimmerwald um zwei zusätzliche Kuppelbauten erweitert sowie eine Kuppel erneuert. Damit stehen nun sechs vollautomatisierte Teleskope zur Himmelsüberwachung zur Verfügung – insbesondere zur Detektion und Katalogisierung von Raumschrott. Unter dem Namen «Swiss Optical Ground Station and Geodynamics Observatory» erhält die Forschungsstation damit eine noch grössere internationale Bedeutung.

Am Nachmittag des 10. Februars 2009 stiess über Sibirien in einer Höhe von rund 800 Kilometern der aktive Telefoniesatellit Iridium 33 mit dem ausgedienten...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

22.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Mikroskopie der Zukunft

22.05.2018 | Medizintechnik

Designerzellen: Künstliches Enzym kann Genschalter betätigen

22.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics