Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BayImmuNet: Neue Hoffnung dank Immuntherapie

17.09.2009
Bayerisches Immuntherapie-Netzwerk (BayImmuNet) entwickelt Therapieansätze gegen Krebs und andere Erkrankungen - Zahl der Forschungsprojekte verdreifacht. BayImmuNet, das Bayerische Immuntherapie-Netzwerk, startete vor einem Jahr seine Arbeit mit fünf Forschergruppen.

Nun hat sich das Netzwerk um zehn Forschungsprojekte erweitert, die vom Freistaat Bayern mit weiteren 2,4 Millionen Euro gefördert werden. Es geht dabei um klinische Studien und Projekte zur präklinischen Technologieentwicklung. Angesiedelt sind die Projekte bayernweit an den Universitätsklinika Erlangen, München (LMU und TU), Regensburg und Würzburg. Die Projekte wurden heute in Regensburg vorgestellt.

"Immuntherapie rettet heute bereits vielen Menschen das Leben. Mit den Forschungsansätzen im Bayerischen Immuntherapie-Netzwerk wollen wir aber bei Krebs-, Infektions- und Autoimmunerkrankungen neue Therapien anwenden, wo konventionelle Konzepte zunehmend an ihre Grenzen stoßen", so Professor Dr. Reinhard Andreesen, Wissenschaftlicher Leiter von BayImmuNet, anlässlich der Präsentation der Forschungsansätze in Regensburg.

Die neuen Projekte nehmen im September 2009 ihre Arbeit auf. Damit wird - in Ergänzung zu den bereits bestehenden fünf Forschergruppen - die klinische Erprobung immuntherapeutischer Innovationen auf weitere Krankheitsbilder und Therapiestrategien ausgedehnt. Ziel ist es, neue Ansätze zu entwickeln, die - je nach Indikation - auf das menschliche Immunsystem Einfluss nehmen. Konkret erforscht werden die Behandlungsmöglichkeiten bei Hirntumoren, Leukämie und Lymphomen, bei Infektionskrankheiten wie Hepatitis-C und Aids sowie bei Autoimmunerkrankungen wie Rheuma und Lupus.

"Durch die Förderung dieser Projekte im Bayerischen Immuntherapie-Netzwerk koordiniert und verstärkt die Bayerische Staatsregierung gezielt die Kompetenzen in diesem Bereich. Die Zusammenarbeit im Bayerischen Immuntherapie-Netzwerk bündelt die Expertise in der Forschung und soll dadurch den Transfer in die klinische Anwendung beschleunigen", erläutert Dr. Friedrich Wilhelm Rothenpieler, Amtschef des für die Förderung zuständigen Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst.

Daneben vernetzt sich BayImmuNet eng mit Unternehmen der Pharma- und Biotechnologiebranche, um die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft schon in frühen Forschungsphasen zu intensivieren. Kooperationen bestehen mit inzwischen fast 20 Unternehmen. Ein Laborzentrum am Universitätsklinikum Regensburg (Jose-Carreras-Centrum für Somatische Zelltherapie) wird den Forschern zur Herstellung sogenannter Zellmedikamente zur Verfügung stehen. "Bayern hat mit dem BayImmuNet-Forschungsprogramm ein in Deutschland einzigartiges Modellkonzept entwickelt, das die führende Stellung der bayerischen Wissenschaftsstandorte auf diesem Gebiet weiter stärken wird", bekräftigt Professor Dr. Dr. h.c. Ernst Rietschel, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates von BayImmuNet.

Die jetzt bewilligten Projekte werden zumeist von Nachwuchswissenschaftlern geleitet und im Rahmen des Zukunftsprogrammes "BayernFIT" vom Bayerischen Wissenschaftsministerium für zwei Jahre unterstützt. Insgesamt fördert der Freistaat Bayern das Bayerische Immuntherapie-Netzwerk mit einer Anschubfinanzierung von bis zu zehn Millionen Euro, die auf vier Jahre angelegt ist. Die beteiligten bayerischen Universitäten und Universitätsklinika steuern einen Eigenanteil von bis zu vier Millionen Euro bei. Die Universität Regensburg ist Sprecherhochschule und Sitz der Geschäftsstelle, welche die Arbeit im Netzwerk koordiniert.

Cordula Heinrich | idw
Weitere Informationen:
http://www.bayimmunet.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Stammzell-Transplantation: Aktivierung von Signalwegen schützt vor gefährlicher Immunreaktion
20.04.2017 | Technische Universität München

nachricht Was Bauchspeicheldrüsenkrebs so aggressiv macht
18.04.2017 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Im Focus: Tief im Inneren von M87

Die Galaxie M87 enthält ein supermassereiches Schwarzes Loch von sechs Milliarden Sonnenmassen im Zentrum. Ihr leuchtkräftiger Jet dominiert das beobachtete Spektrum über einen Frequenzbereich von 10 Größenordnungen. Aufgrund ihrer Nähe, des ausgeprägten Jets und des sehr massereichen Schwarzen Lochs stellt M87 ein ideales Laboratorium dar, um die Entstehung, Beschleunigung und Bündelung der Materie in relativistischen Jets zu erforschen. Ein Forscherteam unter der Leitung von Silke Britzen vom MPIfR Bonn liefert Hinweise für die Verbindung von Akkretionsscheibe und Jet von M87 durch turbulente Prozesse und damit neue Erkenntnisse für das Problem des Ursprungs von astrophysikalischen Jets.

Supermassereiche Schwarze Löcher in den Zentren von Galaxien sind eines der rätselhaftesten Phänomene in der modernen Astrophysik. Ihr gewaltiger...

Im Focus: Deep inside Galaxy M87

The nearby, giant radio galaxy M87 hosts a supermassive black hole (BH) and is well-known for its bright jet dominating the spectrum over ten orders of magnitude in frequency. Due to its proximity, jet prominence, and the large black hole mass, M87 is the best laboratory for investigating the formation, acceleration, and collimation of relativistic jets. A research team led by Silke Britzen from the Max Planck Institute for Radio Astronomy in Bonn, Germany, has found strong indication for turbulent processes connecting the accretion disk and the jet of that galaxy providing insights into the longstanding problem of the origin of astrophysical jets.

Supermassive black holes form some of the most enigmatic phenomena in astrophysics. Their enormous energy output is supposed to be generated by the...

Im Focus: Neu entdeckter Exoplanet könnte bester Kandidat für die Suche nach Leben sein

Supererde in bewohnbarer Zone um aktivitätsschwachen roten Zwergstern gefunden

Ein Exoplanet, der 40 Lichtjahre von der Erde entfernt einen roten Zwergstern umkreist, könnte in naher Zukunft der beste Ort sein, um außerhalb des...

Im Focus: Resistiver Schaltmechanismus aufgeklärt

Sie erlauben energiesparendes Schalten innerhalb von Nanosekunden, und die gespeicherten Informationen bleiben auf Dauer erhalten: ReRAM-Speicher gelten als Hoffnungsträger für die Datenspeicher der Zukunft.

Wie ReRAM-Zellen genau funktionieren, ist jedoch bisher nicht vollständig verstanden. Insbesondere die Details der ablaufenden chemischen Reaktionen geben den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

Baukultur: Mehr Qualität durch Gestaltungsbeiräte

21.04.2017 | Veranstaltungen

Licht - ein Werkzeug für die Laborbranche

20.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligenter Werkstattwagen unterstützt Mensch in der Produktion

21.04.2017 | HANNOVER MESSE

Forschungszentrum Jülich auf der Hannover Messe 2017

21.04.2017 | HANNOVER MESSE

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten