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BAuA-Bericht über Gefährdung durch Vibrationen von Handmaschinen

20.11.2012
Die Vibrationen von Arbeitsmaschinen belasten Hände und Arme der Beschäftigten bei dauerhafter Tätigkeit. Dies führt häufig zu gesundheitlichen Beschwerden.
Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat deshalb jetzt den Bericht „Bestimmung der Leistungsdissipation menschlicher Hand-Arm-Systeme als Voraussetzung für die Beurteilung ihrer Ankopplung an Handmaschinen“ veröffentlicht. Darin halten BAuA-Experten fest, wie sich mögliche gesundheitliche Beschwerden des Hand-Arm-Systems durch Schwingungen erkennen und vermeiden lassen und stellen alternative Arbeitsweisen vor.

Beschäftigte, bei denen die Benutzung des Presslufthammers oder der Schlagbohrmaschine zum Berufsalltag gehören, erleben, dass sich die Schwingungen der Arbeitsmaschinen auf den Körper übertragen und diesem schaden. Hände und Arme sind in erster Linie betroffen. So kommt es nach regelmäßiger Arbeit mit solchen Geräten häufig zu Knochen- und Gelenkerkrankungen.
Der BAuA-Forschungsbericht beschreibt Möglichkeiten, mit denen ein guter Schwingungsschutz für den Arbeitnehmer erreicht werden kann. Nützlich ist hier die beidhändige Bestimmung der Leistungsdissipation, das heißt der Leistungsumwandlung, die stattfindet, wenn die Handmaschine ihre Schwingungen auf das Hand-Arm-System überträgt und der Arbeitnehmer dem entgegenwirken muss. Mit Hilfe dieser Leistungsumwandlungsspektren lassen sich Arbeitsplatzmessungen praxistauglich auswerten.

Zudem zeigt der Forschungsbericht, wie mit Hilfe von Leistungsumwandlungsspektren eine alterssensible Gefährdungsbeurteilung an schwingungsreichen Arbeitsplätzen durchgeführt werden kann. Dabei helfen die Spektren, Antworten darauf zu finden, wer für einen Arbeitsplatz, an dem man Schwingungen ausgesetzt ist, ohne weiteres Einarbeiten geeignet ist – oder ab wann eine Person nicht mehr die nötigen Voraussetzungen für die Arbeit mitbringt. So kann Berufskrankheiten vorgebeugt werden.

Eine Besonderheit hierbei ist, dass dieses Verfahren den physiologischen Zustand beider Hand-Arm-Systeme und damit das Alter des betroffenen Beschäftigten berücksichtigt. Der Forschungsbericht der BAuA gibt Hinweise darauf, wie ein entsprechendes Screening der Beschäftigten vor Ort aussehen kann.

„Bestimmung der Leistungsdissipation menschlicher Hand-Arm-Systeme als Voraussetzung für die Beurteilung ihrer Ankopplung an Handmaschinen“; Jens Kinne, Martin Schatte; 1. Auflage; Dortmund; Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2012; 65 Seiten. Der Bericht steht als PDF unter http://www.baua.de/publikationen.

Forschung für Arbeit und Gesundheit
Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben – im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Über 600 Beschäftigte arbeiten an den Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.

Jörg Feldmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.baua.de

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