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Höchstleistung unter Druck: ThyssenKrupp VDM optimiert Werkstoffe für Ölbohrplattformen und Pipelines

01.07.2009
Um an wertvolle Rohstoffe zu gelangen, werden zunehmend neue Quellen erschlossen. Öl- und Gasförderunternehmen dringen in immer größere Meerestiefen vor.

Dort werden enorme Anforderungen an Technik und Material gestellt. Für den Einsatz in Bohrplattformen und Pipelines hat ThyssenKrupp VDM, einer der weltweit führenden Anbieter von Nickellegierungen und Sonderedelstählen, Hochleistungswerkstoffe weiter optimiert.

Da Fachleute weiterhin von einer hohen Nachfrage nach Öl und Gas und langfristig steigenden Preisen ausgehen, ist dies auch ein interessanter Wachstumsmarkt für das Werdohler Unternehmen.

Kalt und dunkel ist es in der Tiefsee, 2500 Meter unter dem Meeresspiegel. Der Auftrag: Leitungen für die Öl- und Gasförderung sollen verlegt werden. Der mit der Wassertiefe ansteigende Druck und der hohe Salzgehalt des Tiefenwassers stellen Mensch und Technik vor hohe Herausforderungen, machen hochspezialisierte Entwicklungen nötig. So herrschen in 2500 Meter Tiefe 250 bar Druck (zum Vergleich: Der Luftdruck an Land auf Meereshöhe beträgt ein bar). Das sind 250 Kilogramm pro Quadratzentimeter.

Die ThyssenKrupp VDM liefert seit vielen Jahren Hochleistungswerkstoffe für die Öl- und Gasförderung: hochlegierte Sonderedelstähle und Nickellegierungen für den Einsatz auf Bohrinseln und für Pipelines. Aus Ihnen werden genauso Leitungen zur Öl- und Gasförderung hergestellt, wie Versorgungsleitungen für Strom und Chemikalien, Rohraufhängungen oder Pumpgestänge.

Die sichere Erkundung und Förderung von Rohstoffen zur Energiegewinnung verlangt nach besonderen Materialien - z.B. dem Nicrofer 4320Ti (Alloy 925), dessen Herstellungsprozess die ThyssenKrupp VDM nun weiter optimiert hat. "Unsere Möglichkeiten in der Schmelztechnologie und der Warmformgebung durch unsere Schmiede haben sich durch die Einführung neuer Aggregate innerhalb der vergangenen Jahre deutlich verbessert", erläutert Dr. Rainer Behrens, Projektleiter der ThyssenKrupp VDM. "Das erlangte Wissen haben wir nun Schritt für Schritt auf den sehr komplexen Herstellungsprozess des Nicrofer 4320Ti übertragen. Der Prozess läuft bei uns als Standard."

Der Nicrofer 4320Ti ist eine etablierte Nickel-Legierung. Das Besondere: Im Gefüge des Werkstoffs sind feine Teilchen verteilt, die das Material extrem fest machen. Gerade diese immense Festigkeit sowie seine Korrosionsbeständigkeit gegenüber Schwefelwasserstoff machen den Nicrofer 4320Ti so wertvoll im Bereich der Öl- und Gasförderung.

"Sicherheit und Verlässlichkeit sind hier von eminenter Bedeutung, da Menschenleben davon abhängen. Schäden in Tiefen bis zu 2500 Metern lassen sich äußerst schwierig reparieren und Unfälle sind mit großen finanziellen Einbußen verbunden", so Dr. Behrens. "Daher liegen die Qualitätsanforderungen an alle in der Öl- und Gasförderung eingesetzten Komponenten sehr hoch."

ThyssenKrupp VDM hält in diesem Marktsegment signifikante Anteile, die noch gesteigert werden. "Die Suche nach Öl und Gas in immer größeren Tiefen und aggressiveren Umgebungen der Weltmeere nimmt zu, da die leicht zu erreichenden Quellen zunehmend ausgebeutet sind", erörtert Dr. Behrens. "Daher werden feste und korrosionsbeständige Hochleistungswerkstoffe immer wichtiger. Und darauf hat sich die ThyssenKrupp VDM spezialisiert."

Die ThyssenKrupp VDM liefert Stangen, die von den Kunden weiterverarbeitet werden. Aus ihnen werden zum Beispiel Hohlkörper wie Flansche oder auch Ventile und Haltestangen mit einem Durchmesser von 150 bis 400

Millimetern hergestellt. Der Nicrofer 4320Ti ist in diesen Bereichen ein bewährter und zuverlässiger Werkstoff.

"Alte Kunden sind begeistert, neue Kunden sind hinzugekommen. Die guten Halbzeuge, die wir innerhalb des optimierten Fertigungsprozesses hergestellt haben, haben noch mehr Abnehmer vom Nicrofer 4320Ti (Alloy 925) überzeugt", so Dr. Behrens.

ThyssenKrupp Stainless AG
Erik Walner
Leiter Unternehmenskommunikation
Tel.: +49 203 52 - 45130
Fax: +49 203 52 - 45132
E-Mail: erik.walner@thyssenkrupp.com

Erik Walner | idw
Weitere Informationen:
http://www.thyssenkrupp.com

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