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Experten sehen enormes Potenzial auf Gebiet der Seltenen Erden

08.04.2013
Die steigende Bedeutung der Seltenen Erden ist unbestritten: Die Metalle gelten als das Öl der Zukunft, weil sie als Rohstoff für zahlreiche Hightech-Schlüsseltechnologien unserer globalen Wirtschaft unerlässlich sind.

Vor diesem Hintergrund stehen auch bei der 2. Rare-Earth-Elements & Compounds-Konferenz in Münster/Westfalen (10. - 12. September) drei zentrale Themenfelder im Fokus: technische Entwicklungen bei der Verfügbarkeit (Mining & Recycling), Anwendungen (Optik & Magnetismus) sowie ökonomische Aspekte.

„Die bislang knappe Verfügbarkeit von Seltenen Erden im Zusammenhang mit mannigfaltigen Anwendungsmöglichkeiten stellt alle Akteure entlang der weltweiten Wertschöpfungskette vor große Herausforderungen“, lädt REEC-Organisator Martin Gründkemeyer internationale Experten zum intensiven Austausch nach Münster ein. „Ohne diese 17 chemischen Elemente käme es in zahlreichen High-Tech-Branchen zum Innovations-Stopp – die Bremse für globales Wachstum und Wohlstand. Weltweit ist ein enormes Potenzial vorhanden, das wir heben können.“

Die begehrten Seltenen Erden, die (noch) zu 97 Prozent in China gefördert werden, sind unter anderem in LCD-Bildschirmen, Energiesparlampen, Computern, Windkraftanlagen und Elektroautos verbaut. Der vermehrte Einsatz von Seltenerdelementen und deren Verbindungen hat zu einer weit verbreiteten Besorgnis über die Verfügbarkeit dieser Materialien geführt, zumal politische Veränderungen in China den Markt erheblich beeinflussen können. Die Industrie tut gut daran, Recycling- oder Ersatzmöglichkeiten in ihre Strategie einzubeziehen. Auch das Urban Mining, die Erschließung neuer globaler Reserven, kann die Abhängigkeit Europas vom Quasi-Monopolisten deutlich verringern. Die Metalle sind über die ganze Erde verteilt. Es mangelt aktuell lediglich an wirtschaftlichen Gewinnungsmethoden.

Bei der REEC-Conference zeigen Akteure aus der Wissenschaft und Vertreter der Industrie die neuesten Entwicklungen in wichtigen Bereichen auf. Zu den prominentesten europäischen Vertretern zählt abermals Prof. Dr. Jean-Claude Bünzli. Er vertritt das Swiss Federal Institute of Technology (EPFL), Lausanne/Schweiz, sowie das Center for Next Generation Photovoltaic Systems, Korea University/Seoul. Des Weiteren haben Prof. Andrew Beeby von der Durham University aus England, und Prof. Mir Wais Hosseini von der Université de Strasbourg, Frankreich, ihr Kommen zugesagt.

Aus Deutschland sind unter anderen Prof. Dr. Frank Steglich vom Max-Planck-Institut for Chemical Physics of Solids, Dresden, Prof. Dr. Uwe Bovensiepen, University Duisburg-Essen, Duisburg, und Dr. Mario Ruben vom Karlsruher Institut für Nanotechnologie (INT), Karlsruhe, vertreten. Dr. Cees Ronda von der Philips GmbH, Aachen, spricht aus der Sicht der Industrie.

Martin Rühle | idw
Weitere Informationen:
http://www.reec-conference.de

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