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Demnächst Teppiche mit Leuchteffekt

16.02.2011
Optische Fasern haben breites Anwendungspotenzial

Textilmaterialien mit optischen Fasern bringen Konstrukteure und Designer auf neue Ideen. Aktuell entwickelt von mehreren Textilforschungsinstituten u. a. in Chemnitz, Greiz und Aachen, erobern Leuchttextilien jetzt noch vor Anwendungen im Haushalt und Auto die Bühne.

Leuchtoveralls aus Lichtwellenleitern sind demnächst beim Auftritt der Berliner „Drum Connection“ zu sehen. Ein nicht weniger innovatives und zu dekorativen Leuchtnetzen verarbeitetes Material, das wie die Bühnenkleidung ebenfalls aus dem Sächsischen Textilforschungsinstitut Chemnitz stammt, hatte erst vor wenigen Jahren auf Events und Messen für Schlagzeilen gesorgt. Die damalige Weltneuheit wird unter der Marke „bedea akzent“ vertrieben und eignet sich für vielfältige Beleuchtungsaufgaben innen wie außen – als leuchtende Deckenabspannung, als dreidimensionale Lichtskulpturen, für die Beleuchtung von Bühnen oder Nassbereiche in Schwimmbädern oder Saunen. Bei den „vernetzten“ Lichtleitfasern aus transparentem Kunststoff sorgen Lichtprojektoren und entsprechende Animationen für außergewöhnliche und stimmungsvolle Farbeffekte.

Das FKT Forschungskuratorium Textil (www.textilforschung.de) verweist indes auf Weiterentwicklungen für den Home-Bereich in Form von leuchtenden Teppichen und Vorhängen. Noch sind lumineszente Teppiche und Dekostoffe mit aktiven oder passiven Leuchteffekten Zukunftsmusik. Jedoch stimmen erste Ergebnisse der Industrieforschung die beteiligten Hersteller vor dem Hintergrund sinkender Marktanteile bei „klassischen“ Textilbelägen optimistisch. Nach zweijähriger Verfahrens- und Materialforschung und am Deutschen Forschungsinstitut für Bodensysteme in Aachen liegen jetzt erste Teppichproben mit integriertem Leuchtkabeln vor. Unterstützt mit Fördermitteln aus dem Bundeswirtschaftsministerium nimmt damit die Idee, in den Fußbodenbelag sowohl optische Leitsysteme als auch Tageszeit abhängige Farb-Stimmungseffekte einzubringen, Gestalt an. Zudem ist verfahrenstechnisch inzwischen klar: Es wird großtechnisch möglich sein, die dafür benötigten EL-Kabel in das Tufting-Herstellungsverfahren zu integrieren. Projektleiter Dirk Hanuschik verweist zugleich auf neue Designdimensionen: „Kommen Lichteffekte ins Spiel, verfügen Teppichdesigner künftig neben Material und Farbe über eine dritte, ganz neue Gestaltungskomponente.“

Leuchtende Textilien in modifizierter Form sind nach Worten von FKT-Geschäftsführer Dr. Klaus Jansen in vielen anderen Bereichen vorstellbar. Erfolgversprechende Produktentwicklungen laufen bereits für die Automobilindustrie (leuchtender Autohimmel), bei Sicherheits- und Schutzbekleidung sowie für Anwendungen in der Werbung oder im Wellness- und Gesundheitssegment (z. B. Lichttherapie).

Daniela Isler | InnoMedia Berlin
Weitere Informationen:
http://www.textilforschung.de

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