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Weinverschlüsse im Wandel: Nanotechnologie macht Weine genießbar

06.07.2007
Kork hat sich als idealer Flaschenverschluss bewährt. Er ist elastisch, wasser- und luftdicht und geschmacksneutral. Weltweit werden ca. 15 Milliarden Korken als Verschlüsse hergestellt, davon gehen ca. 10 Milliarden in die Weinindustrie. Bereits die alten Griechen verwendeten Kork zum Verschließen von Amphoren. Später nutzte man sie, um Wein als Handelsgut auch über weite Strecken transportieren zu können und ihn haltbar zu machen.

Das Naturprodukt hat allerdings einen gravierenden Nachteil: Der Korkgeschmack, den man dem Wein nicht ansieht, der ihn jedoch ungenießbar macht.

Mikroorganismen in den feinen Poren sind dafür verantwortlich. Sie produzieren einen Stoff, der Trichloranisol heißt und den Wein verdirbt. Der Weintrinker nimmt diese Substanz als schimmlig-muffigen Geschmack wahr. Bereits eine kleine Menge davon genügt, um einen Wein ungenießbar zu machen. Oft tritt der Korkgeschmack jedoch nicht so stark hervor, dass er als solcher eindeutig festgestellt werden kann, so dass der Fehler dem Wein zugeschrieben wird. Die Folge: Der Weintrinker ärgert sich und die Reklamationsrate für den Handel und die Weinindustrie steigt.

Das saarländische Unternehmen nanopool hat jetzt eine ultradünne Beschichtung entwickelt, die alle Korkenarten zuverlässig vor Mikroorganismen und deren Folgen schützt. Vor dem Verschließen der Flasche auf den Korken aufgetragen, sorgt sie durch ihre antimikrobielle Wirkung dafür, dass Trichloranisol-Verbindungen immobilisiert und ihre Extraktion in den Wein unterbunden werden.

Die Beschichtung ist leicht aufzubringen und kann in jeder Korkproduktion oder beim Winzer bzw. Abfüller appliziert werden. Sie ist mit üblichen Verfahren wie Sprühen, Tauchen, Schleudern, Streichen, Begießen ebenso möglich wie mit industriellen Filmbegießmaschinen oder Sprühbalken.

Für den Weintrinker ist ein derart veredelter Korken nicht erkennbar, da die nanopool-Beschichtung lebensmittelecht ist und keinen Einfluss auf die Reifung und den Geschmack des Weines hat. Sie ist unsichtbar und kann auch nicht gefühlt werden: Die Haptik des Korkens wird in keiner Weise verändert.

Dies bescheinigt auch einer größten deutschen Weinproduzenten, der das Verfahren erfolgreich getestet hat.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.nanopool.de/kork/NP_KORK_DT.wmv

Kontakt:
Sascha Schwindt
Nanopool GmbH
Zum Felsacker 76
66773 Hülzweiler
Tel.: 0 68 31-8 90 27 12
E-Mail: s.schwindt@nanopool.eu

Helga Hansen | Innovationseinblicke Saarland
Weitere Informationen:
http://www.nanopool.eu
http://www.innovation.saarland.de

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