Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wiederablösbare Klebefolien machen Saisonartikel attraktiv

22.07.2002


Dass unsere Konsumwelt immer schnelllebiger wird, ist eine Binsenweisheit - die allerdings Produktdesignern und Kostenrechnern zunehmend Kopfschmerzen bereitet. Nur ein Beispiel: Wer heute durch einen gut sortierten Getränkemarkt geht, stößt schnell auf ein umfangreiches Angebot saisonaler und regionaler Bierspezialitäten, mit denen der Markt um die Gunst Biergenießer wirbt. Das Problem: Für jedes Weihnachts- oder Oktoberfestbier einen eigenen Kasten zu gestalten, lohnt nicht; andererseits fällt aber selbst das edelste Bräu in der Masse nicht auf, wenn es nicht in einem ansprechenden Gebinde präsentiert wird. Einen Ausweg aus diesem Dilemma bieten die unter dem Namen "Lift-Label" eingeführten Etiketten des im bayerischen Mitterscheyern ansässigen renommierten Industrieetikettenspezialisten Nordenia Deutschland Pacimex GmbH: sie lassen sich Dank einer Klebefläche aus Levamelt?, einem Bayer-EVM-Kautschuk, problemlos aufbringen und jederzeit ohne Kratzer und ohne Rückstände vollautomatisch wieder entfernen. Damit steht die beklebte Oberfläche - zum Beispiel eines Bierkastens - ohne aufwendige Reinigung für die nächste Aktion zur Verfügung.

Der neuentwickelte Haftverbund besteht aus laugen- und kratzfesten PP-Folien, den sogenannten "Tacklite®"-Folien, die sich mehrfarbig bedrucken und in beliebigen Formaten stanzen lassen. "Dabei eignen sich die Nordenia-Lift-Label-Etiketten bei weitem nicht nur für die ansprechende Gestaltung von Bierkästen," sagt Dr. Roland Parg, der beim Levamelt-Hersteller, der Leverkusener Bayer AG, Ideen für den kreativen Einsatz dieses Kautschuks entwickelt. "Denkbar sind auch großflächige Werbeaufkleber zum Beispiel für Autos und Busse. Dank ihrer hervorragenden, dauerhaften Haftung, ihrer einstellbaren Haftkraft auf einer großen Zahl möglicher Untergründe, ihrer Wetterbeständigkeit und ihrer problemlosen Wiederablösbarkeit sind sie das ideale Medium für Werbebotschaften: sie schaffen Aufmerksamkeit, können bei Bedarf mehrfach eingesetzt werden und hinterlassen nach ihrem Einsatz keine Spuren - außer im Gedächtnis des Verbrauchers."

Die Nordenia-Idee ist nicht das erste Einsatzfeld, in dem Levamelt-beschichtete, selbsthaftende Polyolefinfolien zu großer Form auflaufen: So schützen sie bereits seit geraumer Zeit Scheiben und Lack wertvoller Neuwagen bei der Auslieferung in die Autohäuser. Auch hier gaben letztlich die sichere Haftung und die problemlose Beseitigung den Ausschlag für den Einsatz. Bei Levamelt handelt es sich um ein Ethylen-Vinylacetat-Copolymer mit VA-Gehalten zwischen 40 und 80 Prozent, das nach einem besonderen, von Bayer entwickelten Lösungsverfahren mit gleichmäßiger Struktur und vorteilhafter Molekulargewichtsverteilung hergestellt wird. Alle Levamelt-Grades sind - im Gegensatz zu den in der Klebe-Branche weit verbreiteten Emulsions-Acrylaten - untereinander in jedem Verhältnis mischbar. So lassen sich bereits mit zwei Levamelt-Qualitäten am Lager klebende und wiederablösbare Beschichtungen mit unterschiedlichster Adhäsionskraft - von "aufgehaucht" bis "kraftvoll" - zusammenstellen. "Damit werden die Anwender den immer komplexeren Klebeaufgaben heute auf besonders wirtschaftliche Weise gerecht," so Dr. Parg.

Weitere Argumente, die Levamelt von herkömmlichen Klebstoffen unterscheiden: Ethylen-Vinalacetat-Copolymere mit einem VA-Gehalt über 55 Prozent sind vollkommen amorph, werden also auch bei tiefen Temperaturen nicht spröde. Klebende Beschichtungen aus diesem Rohstoff können umweltfreundlich, da lösemittelfrei, als Hotmelt oder PSA ("pressure sensitive adhesive") eingesetzt oder besonders homogen im Coextrusionsverfahren aufgebracht werden und erzeugen ab Schichtdicken von 5 bis 8 µm dauerhaften Tack; dabei haften sie sofort und gleichmäßig über einen langen Anwendungszeitraum. Levamelt-Beschichtungen sind obendrein durchsichtig und aufgrund der gesättigten Struktur des Vinylacetat-Polymers alterungs- und UV-beständig und zudem unempfindlich gegen eine Reihe von Alltagschemikalien. "Und als ’weiche’ Form der konventionellen EVA-Copolymere benötigen Levamelt-Klebebeschichtungen keine Weichmacher, die in die beklebten Untergründe hineindiffundieren könnten," sagt Dr. Parg. "Damit sind die Tacklite-Folien rundherum eine saubere Sache. Ich bin gespannt, wozu sich die Nordenia-Kunden durch unseren Rohstoff noch inspirieren lassen." Bei Nordenia gibt es keinen Mangel an neuen Ideen: Dort denkt man zum Beispiel an spezielle Beschichtungen für den Digital- und Thermotransferdruck sowie für den Inkjetdruck und den Homeoffice-Bereich.

Zukunftsgerichtete Aussagen

 

BlindtextDiese Presseinformation enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die wir in öffentlichen Dokumenten gegenüber der Frankfurter Wertpapierbörse sowie der amerikanischen Wertpapieraufsichtsbehörde (inkl. Form 20-F) beschrieben haben. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.



BayNews Redaktion | BayNews

Weitere Berichte zu: Beschichtung Levamelt Rohstoff Wiederablösbar

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Europäisches Exzellenzzentrum für Glasforschung
17.03.2017 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

nachricht Vollautomatisierte Herstellung von CAD/CAM-Blöcken für kostengünstigen, hochwertigen Zahnersatz
16.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise