Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zukunft inklusive

01.01.2010
Mit Hilfe des Profilsystem-Baukastens von Minitec steigerte Motorenbauer SEW Eurodrive die Produktivität seiner Elektronik-Montage.
Dabei wurden zahlreiche verschiedene Anforderungen unter einen Hut gebracht.Die hohe Flexibilität und Variabilität des Aluminium-Systems ermöglichen zugleich

die ständige Anpassung an wechselnde Produktionsbedingungen.

Eine Spitzenposition im Markt der Antriebstechnik nimmt SEW-Eurodrive ein. Maßgebender Faktor für die hohe Effizienz und Qualität in der Fertigung des Unternehmens ist stets die präzise und schnelle manuelle Montage der Elektronik-Komponenten. Das Unternehmen setzt hier auf verkettete Montage-Inseln, die auf dem Arbeitsplatzsystem von Minitec basieren.

SEW-Eurodrive entwickelt und fertigt Getriebemotoren und die dafür passende Elektronik. Großen Anteil am Fertigungsprozess hat die Montage der elektronischen Komponenten in Bruchsal. Sie erfolgt weitgehend in Handarbeit, da viele Montageaufgaben nicht von Maschinen erbracht werden können. In den Hallen finden sich neben den Montage-Inseln auch Prüfeinrichtungen als kreisförmig angeordnete Arbeitsplätze. Sie alle haben eine gemeinsame Basis - den Profilsystem-Baukasten des Herstellers Minitec, inklusive aller wichtigen Komponenten zur Gestaltung ergonomischer und produktiver Arbeitsplatzlösungen. Bereits vor Jahren hat SEW-Eurodrive den Pfälzer Hersteller als Lieferanten seiner Arbeitsplätze gewählt. Diese strategische Entscheidung schließt weltweit einen Großteil der Montagearbeitsplätze innerhalb der Firmengruppe ein.

Die Gestaltung eines manuellen Montagearbeitsplatzes erfolgt nicht nur unter den Aspekten des optimierten Fertigungsflusses, der Qualitätssteigerung und der Verbesserung der Wirtschaftlichkeit, sondern auch nach den Kriterien der Ergonomie. Das hat Einfluss auf Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter. Das Montagemanagement hat zudem die Umsetzung kurzer Umbau- und Rüstzeiten zu beachten. Es gilt also, verschiedene Erfordernisse miteinander zu vereinen.

Bei SEW-Eurodrive hat man das früh erkannt und dazu ein eigenes Team für die Umsetzung der - in interdisziplinären Teams geplanten und getesteten - Arbeitsplätze aufgebaut. Dieses Team der Werksunterhaltung umfasst derzeit 15 Mitarbeiter und ist sowohl für die deutschen als auch ausländischen Werke zuständig. Bei der Prozessfindung und -optimierung hilft zudem die hauseigene Beratungsabteilung, die mit Prozess-Know-how und -methoden zur Seite steht.

Ein Baukasten für alle Fälle

Der Fullservice-Hersteller Minitec bietet mit seinem Systembaukasten die richtige Basis für den Antriebshersteller. Er basiert auf einem Aluminium-Profilsystem und überzeugt durch die Universalität und Kompatibilität seiner Komponenten. Eine ausgeklügelte Verbindungstechnik und viele Zubehörteile bieten große Gestaltungsfreiheit. Zu den Stärken des Systems zählen die Einfachheit der Konstruktion und die Robustheit der Komponenten. Die Aluprofile sind sowohl schnell montierbar als auch demontierbar. Das ist notwendig, denn die Montageinseln werden immer wieder zerlegt oder innerhalb der Hallen versetzt. Zu Beginn der Zusammenarbeit orderten die Bruchsaler bei Minitec komplette Arbeitsplätze.

Inzwischen aber werden sowohl Planung als auch Montage im eigenen Haus durchgeführt. Erwähnenswert ist hier der Einsatz sogenannter Cardboard-Modelle: Auf Skizzen basierend entstehen im Rahmen der Planung neuer Montageplätze Kartonmodelle im Maßstab 1:1. Der Grund: Das Modell eines Montagearbeitsplatzes eignet sich bestens, um dessen reale Eigenschaften herauszufinden. Mit den Cardboards haben die Monteure - sie gehören zum interdisziplinären Team - ein Bild ihres späteren Arbeitsplatzes bereits im Planungsstadium vor Augen. Anschließend erfolgt die Umsetzung mit dem Minitec Baukasten, der neben Standardprofilen alle nötigen Komponenten bereit stellt: Maschinengestelle, Schutzeinrichtungen, Fördereinrichtungen...

Im Einsatz sind die Montagearbeitsplätze in der Elektronikfertigung und mechanischen Fertigung, in Servicezentren und bei Auslandstöchtern. Auch letztere werden in Bruchsal teilweise geplant, montiert, wieder zerlegt, versendet und vor Ort wieder aufgebaut. Die weltweite Präsenz des Profilherstellers ist dabei ein großer Pluspunkt.

Gegenüber früheren Stahlkonstruktionen bietet der Baukasten handfeste Vorteile: "Das durchdachte System inklusive der Verbinder spart uns rund 50 Prozent der Montagezeit. Speziell die Verbindungstechnik entscheidet in hohem Maße darüber, wie viel Aufwand zum Erstellen von Konstruktionen benötigt wird und beeinflusst damit auch die Kostenhöhe erheblich", erklärt Dr. Michael Kaiser, Werksleiter der Elektronikfertigung.

Minitec bietet einen patentierten Profilverbinder, der kein Bearbeiten der Profile erfordert und keine konstruktive Planung voraussetzt. Die fertige Verbindung ist verschiebbar, blockiert die freien Profilseiten nicht und stellt die Leitfähigkeit der Gesamtkonstruktion her. Die Bandbreite der Verbindungshilfen reicht von Winkeln, Winkelgelenken und Knoten über Zuganker bis zu beweglichen Gehrungsverbindern, die eine freie Auswahl des Winkels erlauben. Viele Zubehörteile, zu denen kleine Elektrokomponenten ebenso zählen wie große Schränke für Systemarbeitsplätze und Montagehilfsmittel komplettieren das Ganze.

"Natürlich bleibt der Arbeitsplatz nicht für alle Zeiten in seiner Form bestehen. Sondern die zuständigen Arbeitsplatzplaner und Montagearbeiter prüfen immer wieder, ob im Praxisbetrieb Optimierungsmöglichkeiten bestehen", sagt Werksleiter Kaiser. "Und etwa alle zwei Jahre erfolgt die 'kreative Zerstörung', das heißt, die einzelnen Konstruktionen der Montageinseln werden noch einmal von Grund auf überdacht beziehungsweise auseinander genommen." Damit sollen festgefahrene Abläufe und Denkweisen verhindert werden und auch sich veränderte Gegebenheiten berücksichtigt werden. "Wir reduzieren dabei konsequent unnötige Wege und Tätigkeiten, um die Produktionszeit zu verkürzen und damit die Wertschöpfung zu erhöhen", erläutert Dr. Kaiser.

Minitec | SCOPE
Weitere Informationen:
http://www.scope-online.de/Maschinenelemente/Antriebstechnik_id_2782__dId_475730__app_510-30202_.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Klarheit für die Industrie: Forscher ermitteln Standzeiten von Schieberwerkzeugen
12.06.2018 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht Tauchen ohne Motor
05.06.2018 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Im Focus: Revolution der Rohre

Forscher*innen des Instituts für Sensor- und Aktortechnik (ISAT) der Hochschule Coburg lassen Rohrleitungen, Schläuchen oder Behältern in Zukunft regelrecht Ohren wachsen. Sie entwickelten ein innovatives akustisches Messverfahren, um Ablagerungen in Rohren frühzeitig zu erkennen.

Rückstände in Abflussleitungen führen meist zu unerfreulichen Folgen. Ein besonderes Gefährdungspotential birgt der Biofilm – eine Schleimschicht, in der...

Im Focus: Überdosis Calcium

Nanokristalle beeinflussen die Differenzierung von Stammzellen während der Knochenbildung

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Freiburg und Basel haben einen Hauptschalter für die Regeneration von Knochengewebe identifiziert....

Im Focus: Overdosing on Calcium

Nano crystals impact stem cell fate during bone formation

Scientists from the University of Freiburg and the University of Basel identified a master regulator for bone regeneration. Prasad Shastri, Professor of...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungen

Hengstberger-Symposium zur Sternentstehung

19.06.2018 | Veranstaltungen

LymphomKompetenz KOMPAKT: Neues vom EHA2018

19.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Breitbandservices von DNS:NET erweitert

20.06.2018 | Unternehmensmeldung

Mit Parasiten infizierte Stichlinge beeinflussen Verhalten gesunder Artgenossen

20.06.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics