Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Spezialwerkzeuge für medizintechnische Gewinde

26.01.2010
Das Unternehmen Dieterle Spezialwerkzeuge befasst sich seit mehr als 40 Jahren mit der Herstellung von Spezialwerkzeugen für die Drehteilindustrie. Auch zerspanende Werkzeuge für die Medizintechnik sind ein Arbeitsgebiet des schwäbischen Unternehmens, das auf der Messe Metav 2010 in Düsseldorf zu sehen sein wird.

So sind den Angaben zufolge insbesondere Dreh- und Fräswerkzeuge sowie Gewindewerkzeuge für die Herstellung von Innen- und Außengewinden in diesem Bereich relevant. Verarbeitet werden im Wesentlichen körperverträgliche Werkstoffe wie Titan, das sehr stark nickelhaltige Inconel und verschiedene Chrom-Nickel-Stähle. Diese Werkstoffe weisen zum einen eine sehr hohe Zugfestigkeit und Elastizität von 800 bis 900 N/mm und zum anderen aber auch respektable Härten von etwa 220 bis 250 Hb30 auf.

Präzisionswerkzeuge zur Titanbearbeitung

Gerade diese Werkstoffe verlangen oft nach speziellen Herstellungsmethoden. So muss beispielsweise bei allen Werkzeugen für die Titanverarbeitung auf eine problemlose und saubere Spanabfuhr geachtet werden.

Eine genaue Einhaltung der Schneidgeometrien ist dafür Voraussetzung. Wendeschneidplatten aus dem herkömmlichen ISO-Programm sind dafür kaum oder nur bedingt einsetzbar, weil die erforderlichen Frei- und Spanwinkel nicht gegeben sind, so das Unternehmen.

Beschichtungen aus Titan-Aluminium-Nitrit-Auflagen steigern Werkzeugstandzeit

Spezielle Beschichtungen aus Titan-Aluminium-Nitrit-Auflagen bringen in vielen Bereichen große Standzeitverbesserungen. Weil jedoch keine Schneidkantenverrundungen entstehen dürfen, sind laut Dieterle nur die sogenannten Dünnschichtbeschichtungen empfehlenswert (Schichtdicke 0,7 bis 1,0 µm, Härte 3300 HV). Die Feinstrahlbehandlung und das Glätten der Freiflächen vor dem Beschichten sollen wesentliche Standzeitverbesserungen bringen.

Den Chirurgen und Operateuren steht für die Behandlung von Frakturen eine Vielfalt von Knochenschrauben zur Verfügung, die in einer extrem hohen Genauigkeit von den Herstellern geliefert werden müssen. Dies betrifft sowohl die Gewinde als auch im Schraubenkopf eingearbeitete Torxprofile, die beim Handling ein Höchstmaß an Sicherheit bieten sollen. Die µ-genaue Herstellung der Torxprofile am Schraubenkopf werde mit VHM-Fräsern mit einem Durchmesser von etwa 0,1 bis 0,2 mm hergestellt.

Spindeln für das Fräsen von Dentalimplantaten

Für das Herstellen von Gewindeteilen wie Knochenschrauben und Zahnimplantaten sind zusätzlich sogenannte Gewindewirbelapparate erforderlich. Für das Fräsen der Innengewinde für Dentalimplantate sind entweder Druckluft- oder Hochfrequenzspindeln mit Drehzahlen von mindestens 40000 bis 50000 min-1 erforderlich.

Das Fräsen der Innengewinde bietet den Vorteil, dass die Gewinde bis zum Grund der Bohrung gangbar gefertigt werden können. Die Außengewinde der Knochenschrauben werden im Wirbelverfahren hergestellt. Dies ist im Regelfall ein rotierender sechs- oder mehrschneidiger Messerkopf mit eingesetzten Wendeschneidplatten.

Otto Dieterle Spezial-Werkzeuge GmbH auf der Metav 2010: Halle 9, Stand D9

Monika Zwettler | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/zerspanungstechnik/articles/247302/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Baukasten-System für die Linienfertigung: Die VL-Baureihe von EMAG
21.02.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

nachricht Fraunhofer IWS Dresden kooperiert mit starkem Forschungspartner in Singapur
14.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie