Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens und Bentley Systems starten strategische Zusammenarbeit zur Verbindung der Lebenszyklen von Produkt, Produktion und ...

19.11.2012
... Fabrikinfrastruktur.

Siemens und Bentley Systems gaben heute eine strategische Zusammenarbeit bekannt. Entsprechend der Vereinbarung wollen die Unternehmen die Durchgängigkeit zwischen digitaler Produktentwicklung, Fertigungsprozessplanung und Informationsmodellen für den gesamten Lebenszyklus von Fabrikanlagen erhöhen. Diese Zusammenarbeit erlaubt beiden Unternehmen Produkte für die intelligente und nachhaltige, digitale Fabrikinfrastruktur anzubieten. Zunächst legen die Unternehmen den Schwerpunkt auf die digitale Fabrik für die Automobilindustrie und die diskrete Fertigung.

Industry Automation und Bentley Systems zunächst gemeinsame Datenformate und -inhalte definieren sowie an durchgängigen Arbeitsabläufen und der Zusammenführung von Fertigungsprozess und Fabriklayout arbeiten. Die Zusammenarbeit setzt frühere gemeinschaftliche Projekte fort, als deren Ergebnis bereits jetzt jeder der Partner die vom anderen entwickelten Technologien nutzen kann. Das Ziel auf längere Sicht ist, gemeinsam entwickelte Technologien in branchenspezifische Lösungen zu überführen und die Interoperabilität zwischen der Teamcenter-Software von Siemens und der ProjectWise-Software von Bentley Systems auszubauen.

Die Product-Lifecycle-Management-Software Teamcenter unterstützt Unternehmen dabei, immer komplexer werdende Produkte herzustellen, dabei die Produktivität zu steigern und ihr weltweites operatives Geschäft zu optimieren. Teamcenter bietet die erforderlichen Informationen für die richtigen Entscheidungen – von der Produktplanung und Entwicklung über die Fertigung bis hin zum Support. Das ProjectWise-System mit seinen Collaboration-Servern und -Services ist die Basis für die Zusammenarbeit verteilter Teams. Es erleichtert die Zusammenarbeit von Mitarbeitern an verteilten Standorten, erlaubt die Wiederverwendung von Inhalten und ermöglicht Infrastrukturteams, Projektdaten dynamisch zu überprüfen und trägt so zur Verbesserung der Projektqualität bei.

Dick Slansky, Senior Analyst und PLM Research Director bei der ARC Advisory Group, erklärte dazu: "Die ARC Advisory Group hat sich schon lange für eine einheitliche, interoperable Umgebung eingesetzt, in der Informationen zu Anlagenkonstruktion und Fabrikentwurf gemeinsam genutzt und ausgetauscht werden. Wir glauben, dass die Ankündigung dieser strategischen Zusammenarbeit von Siemens und Bentley Systems einen großen Schritt auf dem Weg zur Integration von digitaler Anlagen- und Fertigungsprozessplanung mit Informationslösungen für AEC und Design/Build von Infrastrukturen bedeutet. Konkret ermöglicht diese Zusammenarbeit eine offene Interoperabilität zwischen den Design/Build-Lösungen von Siemens, wie Teamcenter, NX und Tecnomatix, und den Bentley-Lösungen, beispielsweise ProjectWise, MicroStation und AssetWise. ARC wird diese Zusammenarbeit aufmerksam verfolgen, um sich ein genaueres Bild von den gesamten, möglicherweise erheblichen Vorteilen für alle betroffenen Industriesektoren zu verschaffen."

"Zusammen werden wir den Paradigmenwechsel voranbringen, der einheitliche und voll durchgängige Produkt- und Produktionslebenszyklen für unsere Kunden schafft. Das wird unseren Anwendern eine deutliche Verbesserung der Effizienz der Arbeitsabläufe und einen signifikanten Produktivitätsanstieg bringen. Heute ist es wichtiger denn je, das Optimierungspotenzial über den gesamten Lebenszyklus einer Maschine oder Anlage hinweg voll auszuschöpfen. Das erstreckt sich von Planung und Engineering über Betrieb und Wartung bis hin zur Erweiterung und Modernisierung. Dem wollen wir die Lebenszyklen von Fabrikinfrastrukturen hinzufügen. Mit Bentley Systems haben wir den richtigen Partner gewählt, mit dem wir unseren Kunden dieses neue Nutzenpotential eröffnen können", erklärte Anton S. Huber, CEO der Siemens-Division Industry Automation.

"Wir haben bei Bentley das Asset-Performance-Management durch die übergreifende Betrachtung von OPEX und CAPEX neu definiert und setzen unsere Technologien zur Informationsmobilität für einheitliche und voll durchgängige Projekt- und Anlagenlebenszyklen ein. Mit der von Siemens vorangetriebenen Verknüpfung der Lebenszyklen von Produkten und Fertigungsprozessen erscheint uns die digitale Fabrik als gemeinsame und erweiterte Integrationsaufgabe eine ideale, erste Zielapplikation zu sein", sagte Greg Bentley, CEO von Bentley Systems. "Durch die Zusammenarbeit von Bentley und Siemens nach dem Motto ‚Working smarter, together.' können unsere gemeinsamen Anwender ihre Fertigungsinfrastruktur schneller aufbauen und ausstatten, den Termin für den Produktionsbeginn früher erreichen, die Aufwendungen für Entwurf, Bau und die Betriebskosten senken sowie die Betriebs- und Energieeffizienz ihrer Fabriken verbessern. Wir haben auch vielversprechende Möglichkeiten für die Zukunft eruiert, bei denen unsere Software AssetWise für das Informationsmanagement über den gesamten Lebenszyklus der Anlage, einschließlich unserer neuen Asset Performance Management Software Ivara EXP zum Einsatz kommt. Sie hilft Eigentümern und Betreibern, ihre Anlagen mit maximaler Leistung, Zuverlässigkeit und Sicherheit zu betreiben."

Weitere Informationen finden Sie unter: www.siemens.com/automation

Bentley Systems (Exton, Pennsylvania, USA) ist weltweit führender Anbieter umfassender Softwarelösungen für Architekten, Ingenieure, Geodatenspezialisten, Anlagenbauer und Anlageneigner/-betreiber, die den gesamten Lebenszyklus einer nachhaltigen Infrastruktur abdecken. Bentley Systems nutzt die Informationsmobilität und -modellierung, um in nahtlos integrierten Projekten die Asset Performance zu verbessern und so eine intelligente Infrastruktur zu erreichen. Die Lösungen von Bentley Systems umfassen die MicroStation-Plattform für den Entwurf und die Modellierung von Infrastrukturprojekten, die ProjectWise-Plattform für die Kollaboration und Arbeitsteilung zwischen Infrastruktur-Projektteams sowie die AssetWise-Plattform für den Betrieb von Infrastrukturanlagen - sie alle stützen das umfassende Angebot interoperabler Anwendungen und werden um einen weltweit tätigen professionellen Service ergänzt. Bentley wurde 1984 gegründet, zählt über 3.000 Mitarbeiter in 50 Ländern und erlöst einen Jahresumsatz von über $ 500 Millionen. Seit 2003 hat Bentley über $ 1 Milliarde für Forschung, Entwicklung und Akquisitionen aufgewendet. Weitere Informationen finden Sie unter www.bentley.com.

Die Siemens-Division Industry Automation (Nürnberg) unterstützt mit ihrer einzigartigen Kombination von Automatisierungstechnik, industrieller Schalttechnik und Industriesoftware die komplette Wertschöpfungskette ihrer Industriekunden – vom Produktdesign über Produktion bis zum Service. Mit ihren Software-Lösungen kann die Division die Zeit zur Markteinführung neuer Produkte um bis zu 50 Prozent senken. Industry Automation setzt sich aus den fünf Business Units Industrial Automation Systems, Control Components and Systems Engineering, Sensor and Communications, Siemens PLM Software und Water Technologies zusammen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.siemens.com/industryautomation

Reference Number: IIA2012113501d

Ansprechpartner
Herr Reiner Schönrock
Division Industry Automation
Siemens AG
Gleiwitzerstr. 555
90475 Nürnberg
Tel: +49 (911) 895-7999
reiner.schoenrock@siemens.com

Reiner Schönrock | Siemens Industry
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/automation
http://www.bentley.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Ifremer entwickelt autonomes Unterwasserfahrzeug zur Untersuchung der Tiefsee
24.02.2017 | Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland

nachricht Baukasten-System für die Linienfertigung: Die VL-Baureihe von EMAG
21.02.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie