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Sicheres Stecken

07.03.2012
Das schnelle Verbinden elektrischer Komponenten zwischen Maschine und Schaltschrank erfolgt seit Jahrzehnten über so genannte schwere Steckverbinder.

Um das Risiko einer Fehlver- drahtung und auch den relativ hohen Kostenfaktor bei Steckver- bindern zu minimieren, hat Icotek teilbare Kabeleinführungs- systeme entwickelt. Sie sind sowohl vom Bohrbild als auch von der Ausbruchgröße am Schaltschrank/Schaltkasten dem genormten schweren Steckverbinder angepasst.

Plug and play steht als Synonym für schnelles und möglichst fehlerfreies Verbinden elektrischer Komponenten. Sinn und Zweck rasch steck- und lösbarer Verbindungen ist es, Fehlerquellen und Kosten zu vermeiden. So hat sich diese Lösung auch im Maschinenbau durchgesetzt. Seit Mitte der 50er Jahre wurden Maschine und Schaltschrank zunehmend mit Hilfe von sogenannten schweren Steckverbindern angeschlossen (die ersten Plug-and-Play-Verbindungen im Maschinenbau). Der steigende Kostendruck machte auch an dieser Schnittstelle nicht Halt.

Die Risiken einer Fehlverdrahtung am Steckverbinder und Anbaugehäuse selbst als auch der hohe Kostenfaktor der Steckverbinder mussten minimiert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, entwickelte Icotek teilbare Kabeleinführungssysteme, die sowohl vom Bohrbild als auch von der Ausbruchgröße am Schaltschrank/Schaltkasten, dem der genormten schweren Steckverbinder angepasst sind.

Damit wurde die Möglichkeit geschaffen, mit Hilfe von „leichten“ Steckverbindern durchgängig von der Maschine zur Klemme/Schiene im Schaltschrank zu gehen. Die Schnittstelle, immer auch mögliche Fehlerquelle an der Schaltschrankwand, wurde eliminiert und durch den Wegfall von schweren Steckverbindern Kosten minimiert. Voraussetzung dafür war es, eine teilbare Kabeleinführungsleiste zu entwickeln, die es ermöglicht, viele Leitungen einzuführen, abzudichten und gleichzeitig Zug zu entlasten. Das Kel Kabeleinführungssystem war geboren.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil des Kabeleinführungssystems Kel liegt darin, dass durch den Ausbruch (z.B. des 24 poligen Steckverbinders) bis zu 40 konfektionierte Leitungen eingeführt und abgedichtet werden können. Eine extrem hohe Packungsdichte! Die Anzahl an bisher eingesetzten schweren Steckverbinder kann so reduziert werden. Die Kabeleinführung kann auf Wunsch an der Schaltschrankwand aufgeschnappt werden. Somit entfällt das bei Wartungsarbeiten lästige Ab- und wieder Anschrauben der Kabeleinführung.

Konsequente Teilbarkeit

Bedingt durch die konsequente Teilbarkeit des eigentlichen Einführungsrahmens als auch der Kabeltüllen können so alle Arten von vorkonfektionierte Leitungen eingeführt werden. Das lästige, fehlerbehaftete Ab- und Anlöten der Stecker entfällt komplett – somit auch Fehlerquellen an den vorkonfektionierten Kabelbäumen. Werden Leitungen durch den Schaltschrankboden eingeführt, können die gleichen Kabeleinführungssysteme genutzt werden. Icotek hat dafür Bodenblech-Systeme entwickelt, die es ermöglichen, weitgehend werkzeugfrei arbeiten zu können.

Für einzelne konfektionierte Leitungen, ob mit Busstecker oder SUB-D bietet das Unternehmen ebenso teilbare, platzsparende und schnell (de)montierbare Kabelverschraubungen mit metrischem Gewinde, die Baureihe KVT. Sie besteht aus zwei Hälften. Eine passende geschlitzte Kabeltülle für Leitungsdurchmesser von 2 bis 34 mm wird je nach Kabeldurchmesser als Dichtelement um die konfektionierte Leitungen montiert. Die so vorbestückte Tülle wird in eine Hälfte der Kabelverschraubung eingeschoben und fixiert. Nun wird die zweite Hälfte mit der ersten Hälfte zusammen gedrückt. Die KVT ist in den metrischen Größen M25 bis M63 lieferbar.

Für mit Steckern vorkonfektionierte Leitungen wurde eine pfiffige Lösung entwickelt. Zu den Kabelverschraubungen werden Gegenmuttern angeboten, die mit passenden Aussparungen versehen sind und es ermöglichen, den Stecker durchzufädeln. Anschließend wird die KVT mit der Gegenmutter gekontert.

Das Unternehmen bietet Lösungen beispielsweise für die Steckertypen RJ, Euro Netzstecker, DVI und Profibus. Hinzu kommen die SUB-D Varianten 9-, 15- und 25-polig. Die Alternative wäre eine überdimensionale herkömmliche Kabelverschraubung mit großem Dichteinsatz, der entsprechend dem Kabeldurchmesser gebohrt werden müsste.

Das ist teuer, umständlich und Platz verschwendend. Auch für nicht konfektionierte Leitungen gibt es eine Alternative zu herkömmlichen Kabelverschraubungen. Dabei können auf engstem Raum viele Leitungen/Pneumatikschläuche eingeführt und abgedichtet werden. Auch hier wurde darauf geachtet, dass Normausbrüche für schwere Steckverbinder bzw. metrische Normausbrüche Anwendung finden.

Darüber hinaus beschäftigt sich das Unternehmen mit der Entwicklung und Herstellung innovativer Lösungen, um leitungsgebundene Störungen sicher abzuleiten. Dabei spielt der Begriff „großflächige Kontaktierung, großflächiges Ableiten und ständige, sichere Kontaktierung“ eine große Rolle. Zudem sollen solche Lösungen montagefreundlich sein. Aus dieser Vielzahl an Anforderungen entstand die EMV-Schirmklammer SKL. Zur Montage auf 35 mm Hutschiene, zur direkten Schraubmontage oder Montage auf 3 x 10 mm Sammelschiene gibt es ebenfalls eine Lösung. Und auch für beengte Platzverhältnisse und viele Leitungen, die abgefangen werden müssen, bietet der EMV-Reihenfuß viele Möglichkeiten. st

| SCOPE
Weitere Informationen:
http://www.scope-online.de/Elektrotechnik-Elektronik/Kabeleinfuehrungssystem/Sicheres-Stecken.htm

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