Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Roboter arbeitet mit Drehmaschine Hand in Hand

30.09.2008
Die standardisierte Schnittstelle Robot Ready ermöglicht die Kombination von Kuka-Robotern mit Haas-Werkzeugmaschinen. Dazu werden von drei Stellen in der Maschine Signale auf einem Klemmbock zusammengelegt. Über die Schnittstelle läuft dann die gesamte Kommunikation, so dass die Zusammenarbeit von Roboter und Maschine erheblich erleichtert wird.

Wie umfangreich und vielfältig die Einsatzmöglichkeiten von Robotern im Werkzeugmaschinensektor sind, demonstriert Kuka Roboter seit geraumer Zeit. Dabei setzt das Unternehmen vor allem auf Konzepte, die eine Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine erlauben. Aus über 280 Robotervarianten kann die passende für jede Applikation gewählt werden.

Schnittstelle führt Roboter und Drehmaschine zusammen

Robot Ready Option heißt eine Lösung des CNC-Werkzeugmaschinenherstellers Haas Automation. Eine standardisierte Schnittstelle ermöglicht die Kombination von Kuka-Robotern mit Haas-Dreh- und -Fräsmaschinen. Die Maschinen, zum Beispiel die Drehmaschine SL 20, müssen für die Kombination mit dem Roboter nicht einmal umgerüstet werden. Es bedarf lediglich der neuen Schnittstelle, die bei Haas unter dem Stichwort Robot Ready läuft.

Die Schnittstelle erleichtert erheblich die Zusammenarbeit von Roboter und Maschine. Dazu werden von drei Stellen in der Maschine Signale auf einem Klemmbock zusammengelegt. Von dort kann sie der Integrator abgreifen und mit dem Roboter verbinden.

Das heißt, bestehende Anlagen bei Kunden müssen nur mit der Schnittstellenkarte nachgerüstet werden, um sie für eine Automatisierung mit Kuka-Robotern fit zu machen. Über die Schnittstelle läuft dann die gesamte Kommunikation wie „Tür offen“, „Werkstückklemmung offen oder geschlossen“ sowie die Anforderungen „Beladen“ und „Entladen“. Selbst für Maschinen, an denen die Tür manuell geöffnet werden muss, eignet sich die automatisierte Lösung, weil der Roboter selbst diesen Vorgang übernehmen kann.

Roboter kann auch Tür der Drehmaschine öffnen

Die Zusammenarbeit von Roboter (mit Doppelgreifer) und Maschine mit manuell zu öffnender Tür sieht zum Beispiel so aus: Der Knickarmroboter belädt die Drehmaschine mit einem Rohteil, danach schließt er die Tür und sofort nach der Übertragung des Signals „Beladen abgeschlossen“ an die Maschinensteuerung holt er bereits das nächste Bauteil aus der Palette. In der Zwischenzeit wird das erste Rohteil einseitig bearbeitet.

Nach diesem Vorgang entnimmt der Roboter das Bauteil wieder aus der Haltevorrichtung, der Greifer wird gewendet und sofort das nächste Rohteil eingelegt. Die Tür wird geschlossen und die Drehmaschine für das zweite Teil gestartet.

Roboter lässt Bauteile wechselseitig bearbeiten

Parallel zur Bearbeitung des zweiten Werkstücks wird das erste über eine Hilfsposition in der Palette gewendet und neu gegriffen. Ist bei Werkstück zwei die erste Seite bearbeitet, wird es vom Roboter entnommen und wiederum das erste Bauteil so eingelegt, dass dessen zweite Seite bearbeitet werden kann.

Die Anlage kann so ohne Bedienereingriff arbeiten, bis alle vorgesehenen Bauteile vollständig bearbeitet sind. Ohne Automatisierung wäre ein Bedienereingriff durchschnittlich alle zwei Minuten nötig gewesen. Auch bei kleinen Losgrößen mit wiederkehrenden Werkstücktypen ergibt sich so ein Rationalisierungspotential durch Robotereinsatz.

Andreas Schuhbauer gehört zum Industrial Business Development der Kuka Roboter GmbH, 86165 Augsburg.

Andreas Schuhbauer | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/automatisierung/robotik/articles/146466/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Aufwind für die Luftfahrt: University of Twente entwickelt leistungsstarke Verbindungsmethode
23.01.2017 | University of Twente

nachricht Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel
17.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wie der Nordatlantik zum Wärmepirat wurde

23.01.2017 | Geowissenschaften

Immunabwehr ohne Kollateralschaden

23.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

23.01.2017 | Physik Astronomie