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Der richtige Laser für jede Anwendung

29.01.2009
Der Laser zieht, das zeigten die Trumpf-Technologietage in Schramberg, auch in die Feinbearbeitung ein. Dort geht es vor allem um das Bearbeiten und Fügen filigraner Bauteile für die Medizintechnik und Elektronik. Die Teilnehmer der Technologietage sammelten vor allem praktische Informationen über die richtige Auswahl von Lasersystemen für unterschiedliche Applikationen.

Die Trumpf Gruppe zählt mit rund 8000 Mitarbeitern und etwa 2,1 Mrd. Euro Umsatz zu den führenden und größten Unternehmen der Fertigungstechnik weltweit. Im Geschäftsfeld Lasertechnik bietet das schwäbische Familienunternehmen ein überaus breites Produktprogramm für die Lasertechnik. Dazu gehören Lasersysteme für das Schneiden, Schweißen und für die Oberflächenbearbeitung dreidimensionaler Teile, Hochleistungs-CO2-Laser sowie lampen- und diodengepumpte Festkörperlaser, Beschriftungslaser und -systeme.

Für Anwender von Lasertechnik in der Fertigung stellt sich bei diesem breiten Angebot natürlich immer die Frage: Welchen Laser brauche ich denn eigentlich für meine Produkte? Wie und nach welchen Kriterien wähle ich mein Lasersystem? Wer die Wahl hat, hat auch die Qual! Dies wird für Anwender umso schwieriger, da sich schon die Laserstrahltechnik in zahlreiche Kategorien und Typen einteilen lassen.

Faserlaser, Scheibenlaser oder Stablaser

Trumpf bietet für jede Applikation in der Feinbearbeitung eine geeignete Laserstrahltechnologie an. Festkörperlaser sind demnach aus der industriellen Feinbearbeitung kaum mehr wegzudenken. Dort schweißen und schneiden gepulste Nd:YAG-Laser, Scheibenlaser oder auch Faserlaser ein großes Spektrum an Bauteilen für die Automobilindustrie wie beispielsweise Sensoren oder Komponenten für die Einspritztechnik. Aber auch in der Produktionstechnik der Unterhaltungselektronik, Feinmechanik und vor allem der Medizintechnik werden mit dem Festkörperlaser filigrane Bauteile bearbeitet. „Die gepulsten Nd:YAG-Laser der Tru-Pulse-Serie lassen sich sehr flexibel in der Fertigung einsetzen“, konstatiert denn auch Alexander Hangst, Produktmanager bei der Trumpf Lasertechnik.

Die Tru-Pulse-Serie umfasst zwölf verschiedene Modelle, deren mittlere Leistung von 20 W bis über 500 W reicht. Bei Pulsleistungen im kW-Bereich sind Strahlqualitäten von 4 bis 25 mm × mrad möglich. Alle Modelle der Tru-Pulse-Serie verfügen über eine sogenannte Burst-Frunktion, die es erlaubt, zur Steigerung der Pulsfolgefrequenz die mittlere Leistung kurzfristig zu überschreiten und damit die Schweißzeit in einem Bearbeitungszyklus auf ein Minimum zu reduzieren.

Mit dem „Long Pulse Welding“ kann durch die Bewegung des Bauteils oder des Laserstrahls mit einem einzelnen Puls eine Schweißnaht erzeugt werden. Die Festkörperlaser der Tru-Pulse-Serie finden sich auch als integrierter Bestandteil in der Trumpf Tru-Laser-Station-Serie wieder. Diese Baureihe gilt als kompakte und besonders ergonomische Arbeitsstation zum handwerklichen und halbautomatischen Laserschweißen.

Feinste Schneid- und Schweißleistungen mit dem Grundmode Faserlaser

„Der Tru-Fiber überzeugt mit hoher Prozessgeschwindigkeit, schlanken Schweißnähten und Schnittspalten“, erklärt Hangst. Der Grundmode Faserlaser Tru-Fiber 300 wartet mit einer Laserleistung von 300 W auf und eignet sich demnach vor allem für die Präzisionsbearbeitung. Dabei ist quasi ein Feinschweißen an Membranen, Sensoren, Zylinderkopfdichtungen, Airbagzündern oder anderen feinmechanischen Komponenten möglich. Die Schweißtiefe reicht bis zu 2 mm. Dieser Lasertyp ist vor allem zum Scannerschweißen prädestiniert und immer dann gefragt, wenn die Anwendung besonders schmale Schweißnähte erfordert.

Wie die Trumpf-Technologietage in Schramberg verdeutlichten gibt es für Laserstrahlsysteme eine unendliche Anwendungsbreite. Außer der Anwendung in der Blechbearbeitung wie etwa im Karosseriebau reicht die Laserschneid- und-schweißtechnik mit in den Mikroteile-Bereich. Die Fertigungsqualitäten zeigen sich dabei als exzellent. Die Veranstaltung hat den Besuchern aber auch gezeigt, dass es für den Einsatz Lasertechnik fast unendlich viele Möglichkeiten gibt. Welches Lasersystem letztendlich für bestimmte Teile zum Zuge kommt, das sollte in jedem Fall zwischen Anwender und Laserspezialist besprochen und diskutiert werden.

Dietmar Kuhn | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/spanende_fertigung/articles/168898/

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