Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Premiere in Kärnten

14.10.2010
GLT-Hochregallager für Autozulieferer
Hörmann Logistik baut als Generalunternehmer ein zehngassiges Hochregallager für Großladungsträger unterschiedlicher Formate bei Mahle Filtersysteme Austria.

Mahle hat sich in seiner fast 90jährigen Geschichte von einer kleinen Versuchswerkstatt zum weltweiten Technologieführer für innovative Systemlösungen im „Verbrennungsmotor der Zukunft“ entwickelt. Heute fährt jedes zweite Auto mit Komponenten des Automotive-Zulieferers.

Am Standort der Filtersysteme Austria im österreichischen St. Michael entsteht im Rahmen einer gesamten Neukonzeption des Werkes ein neues Hochregallager für die Unterbringung von Großladungsträgern. Den Auftrag zur Errichtung des Hochregallagers mit der zu- und abführenden Fördertechnik sowie allen Steuerungsfunktionen einschließlich der Lagerverwaltungssoftware erhielt Hörmann Logistik als Generalunternehmer. Mit seinem umfassenden Materialflusskonzept entsteht bei Mahle das erste vollautomatische Hochregallager Kärntens. Die Anlage ist seit Februar dieses Jahres in Betrieb.

Mit dem neuen Hochregallager und der Anbindung an Wareneingang, Fertigung und Versand sollen der Materialfluss und die Lagerhaltung von Zulieferteilen, Halbfabrikaten und Fertigware schlank und effektiv gestaltet werden.

Im Vordergrund standen die Schaffung ausreichender Lagerkapazitäten und dabei das Erzielen höchster Flexibilität hinsichtlich der Lagerungsmöglichkeit unterschiedlichster Großladungsträger. Weitere Gesichtspunkte waren die sichere Abdeckung von Leistungsspitzen bei höchster Verfügbarkeit, eine hohe Redundanz, die vollautomatische Anbindung an Fertigung und Versand sowie die Installation einer neuen Lagerverwaltungs- und -steuerungssoftware. Natürlich war auch die Berücksichtigung zukünftiger Erweiterungen gefordert.

Im Hochregallager sollen Großladungsträger (GLT) unterschiedlichster Materialien und Abmessungen gelagert, verwaltet und transportiert werden. Die kundenspezifischen GLT sind aus Holz, Kunststoff oder Metall und variieren in den Außenmaßen zwischen 850 bis 1.200 Millimeter Breite sowie 1.000 bis 1.350 Millimeter Höhe. Insgesamt werden rund 41 verschiedene GLT ein- und ausgelagert sowie auf den Förderstrecken bewegt. Hörmann liefert dafür ein zehngassiges Hochregallager, das mit zehn vollautomatischen Regalbediengeräten ausgerüstet wird. Um Leistungsspitzen sicher abzudecken und höchste Redundanz zu erreichen, wurde die Ein- und Auslagerung auf zwei Ebenen mit voneinander unabhängiger Fördertechnik konzipiert.

Ladungsträger wird geprüft

Am Wareneingang werden die Großladungsträger auf die Fördertechnik aufgesetzt. Die an den Paletten angebrachten Warenbegleitkarten werden mittels Scanner erfasst. Der GLT wird auf Kontur, Gabelfreiraum und Gewicht geprüft. Nach erfolgreichem Passieren der Kontrollen wird der GLT auf Stetigförderern bis zum Einlagerstich transportiert. Dort übernimmt eines der zehn Regalbediengeräte die GLT und lagert diese in das vom Lagerverwaltungssystem Hi LIS (Hörmann intra Logistics System) vorgegebene Fach ein. Die Berechnung der optimalen Fahrkurve für ein ruckfreies Beschleunigen und Verzögern der RBG-Antriebe erfolgt über Sollwertvorgabe im Antriebsregler. So ist eine zielgenaue Positionierung ohne Schleichfahrten sichergestellt.

Bei einem Auslagerauftrag entnimmt das RBG den vorgegebenen GLT aus dem Hochregallager und setzt ihn am Auslagerstich direkt auf dem Kettenförderer ab. Der Transport zu den Zielen Produktionsversorgung oder Versand erfolgt über Rollen- und Kettenförderer. Für die Versandbereitstellung sind vier Bahnen vorgesehen. Diese sind so angeordnet, dass sie mindestens sechs Paletten aufnehmen können und eine einheitliche Abnahmerichtung für den Gabelstapler gewährleisten können. Die Steuerung und Verwaltung der kompletten Anlage erfolgt durch das Hi LIS, das über Schnittstelle mit dem Mahle SAP-System kommuniziert aber auch autark agieren kann.

Ausgeklügelte Ein- und Auslagerstrategien sorgen für gewichtsoptimierte Einlagerung sowie höchstmögliche Redundanz durch Gleichverteilung der Artikel auf mehrere Gassen. Die bedienerfreundliche Hi LIS Anlagenvisualisierung unterstützt die Steuerung des Gesamtsystems mit einer detaillierten Anlagendarstellung sowie einfachen, ergonomisch gestalteten Arbeitsdialogen in Echtzeit. In einem zweiten Bauabschnitt ist eine BTO-Ebene (built-to-order) geplant. Dann sollen die Filtertypen neutral und unverpackt als Halbfertigware im Hochregallager gelagert werden. Die kundenspezifischen Verpackungen erhalten die Filtertypen erst kurz vor der Auslieferung. Das innovative BTO-Konzept führt zu einer drastischen Reduzierung der Lagerbestände. Das Hochregallager wird damit nicht nur reines Vorratslager, sondern muss die Funktion eines just-in-time Belieferers des BTO-Prozesses erfüllen.

| handling
Weitere Informationen:
http://www.handling.de/Lager-und-Logistik/Lager-und-Logistik---GLT-Lager.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau
28.04.2017 | Technische Universität Chemnitz

nachricht Induktive Lötprozesse von eldec: Schneller, präziser und sparsamer verlöten
27.04.2017 | EMAG eldec Induction GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie