Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues Anwendungszentrum für Fräs- und Erodiertechnik

23.01.2009
Mit rund 180 Kunden und solchen, die es werden sollen, hat der Schweizer Erodier- und Fräsmaschinenhersteller GF Agie Charmilles die Erweiterung des Betriebsgebäudes um rund 2100 m2 auf 5400 m2 sowie die Eröffnung des ersten World Application Center in Schorndorf gefeiert. Weitere Anwendungszentren in der Schweiz, in den USA und in Asien sollen folgen.

„Mit dem neuen, 1300 m2 großen Anwendungszentrum haben wir eine Erlebniswelt für den Werkzeug- und Formenbau geschaffen“, betont Bruno Allemand, Geschäftsführer der Agie Charmilles GmbH in Schorndorf.

Das Anwendungszentrum bietet nahezu alles, was das Herz eines Werkzeugbauers höher schlagen lässt, angefangen von Fräs- und Erodiermaschinen in vielen Varianten über Spann- und Messtechnik bis hin zu Automationslösungen und Fertigungszellen fürs Fräsen und Erodieren. Allemand sieht vor allem in der Kombination von Fräsen und Erodieren beträchtliches Rationalisierungspotenzial. Der neue Customer-Service-Bereich gibt den Kunden Einblick in das umfassende Service-Angebot des Unternehmens.

Kurzweiliges Vortragsprogramm nicht nur über fräsen und erodieren

Ein Vortragsprogramm rundete die Informationen ab, nicht nur hinsichtlich der Fertigungstechnik. So gab Ulf Merbold, einer der erfahrensten deutschen Astronauten, kurzweilige Einblicke in die Wissenschaft im Weltraum, die zu neuen Erkenntnissen führte und auch Antworten gab auf die Frage, wie es um die Erde steht.

Inwieweit die Produktionstechnik und die Zukunftsfähigkeit des Standortes Deutschland einander bedingen, erläuterte Prof. Dr.-Ing. Fritz Klocke, Direktor des WZL der RWTH in Aachen. Er ließ keinen Zweifel daran, dass eine effiziente Produktionstechnik für die Standortsicherung ebenso unabdingbar ist, wie eine praxisorientierte, an den demographischen Wandel ausgerichtete Forschung. „Dabei ist unsere wichtigste Ressource der Mensch mit seinen kreativen Ideen“, so Klocke.

Antworten auf die Fragen „Was ist Qualität made in Switzerland?“ und „Was versteht Agie Charmilles unter Qualität?“ gab Bernhard Iseli, Geschäftsführer der Mikron Agie Charmilles AG in Nidau/Schweiz. Anhand von einigen Charts verdeutlichte er, mit welchen umfangreichen Maßnahmen und Methoden die Qualität der Produkte über ihre Lebensdauer gesichert wird. „Dabei setzen wir auch auf Kooperation mit unseren Kunden“, erläuterte Iseli.

Schlaue Köpfe braucht das Land

Prof. Dr.-Ing. Konrad Wegener, Chef des Instituts für Werkzeugmaschinen und Fertigung (IWF) der ETH Zürich und Geschäftsführer des Maschinen-Kompetenzzentrums Inspire, brach eine Lanze für den Technologietransfer zwischen Industrie und Hochschulen: „Unsere Aufgabe ist es vor allem, Ingenieure gut auszubilden und zusammen mit der Industrie wissenschaftliche Methoden und praxisorientierte Verfahren zu entwickeln für die Lösung allfälliger Probleme.

Der oft beschworenen Dienstleistungsgesellschaft, letztlich ohne produzierende Unternehmen, erteilte er eine Absage: „Der Weg zur Dienstleistung führt nur über das Produkt.“

Bernhard Kuttkat | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/spanende_fertigung/articles/168144/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Baukasten-System für die Linienfertigung: Die VL-Baureihe von EMAG
21.02.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

nachricht Fraunhofer IWS Dresden kooperiert mit starkem Forschungspartner in Singapur
14.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften