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Module eines Spannsystems sind einzeln ansteuerbar

14.10.2009
Ein neuartiges Spannsystem, dessen unterschiedliche Spannmodule einzeln angesteuert werden können, macht die Mehrfachspannung bei gleichzeitiger Mehrseiten-Bearbeitung effizienter. Das modular aufgebaute System lässt sich gleichermaßen für die Klein- und Großserienfertigung verwenden.

Eine höhere Flexibilität bei Auftragsbearbeitung, eine zunehmende Teilevielfalt und die Komplettbearbeitung von Werkstücken müssen heutzutage mit einem Maximum an Wirtschaftlichkeit und Kosteneffizienz bewältigt werden. Eine Lösung dazu bietet das modular aufgebaute Spannsystem q2cube, das auch für die Mehrfachspannung bei gleichzeitiger Mehrseiten-Bearbeitung geeignet ist.

Modulare Spannstellen erlauben rationelle Bearbeitung

Die Unterschiede zu den bisherigen, konventionellen Spannsystemen sind die modular gestalteten Spannstellen, die mit einer zusätzlichen Dreheinheit ausgestattet sind. Dadurch ist eine vom Arbeitsablauf rationelle Bearbeitung auch bei mittleren und kleinen Stückzahlen und damit verbunden eine Senkung der Stückkosten gegeben.

Bei Bearbeitung größerer Stückzahlen und in der Großserienfertigung kann das Spannsystem im Bearbeitungszentrum völlig automatisiert bestückt werden. Ein Einsatz auf Maschinen mit Palettenwechsler ist ebenfalls möglich.

Individuelle Spannplatten nehmen kundenspezifische Werkstücke auf

Das modular gestaltete Baukasten-System ermöglicht dem Anwender die Anpassung an individuelle Bedürfnisse. Die Spannmodule werden als Druck- und Zugspannzange, Zwei- und Dreibackenfutter und als Nullpunktspannsystem angeboten. Individuell gestaltete Spannplatten zur Aufnahme von kundenspezifischen Werkstücken sind optional erhältlich und steigern die Einsatzmöglichkeit des Spannsystems.

Die individuelle Konfiguration der Spannmodule bietet die Möglichkeit, unterschiedliche Werkstücke während eines Bearbeitungszyklus zu fertigen. Dadurch ist eine bedarfsoptimierte Produktion von unterschiedlichen Werkstücken oder Teile-Familien realisierbar.

Spannsystem kann individuell angepasst werden

Kostenreduzierung und hohes Qualitätsniveau widersprechen sich nicht. Die Werkstückspannung bestimmt maßgeblich die Wirtschaftlichkeit und die Qualität der herzustellenden Teile. Für die industrielle Teileherstellung werden größtenteils Spanntürme oder Spannbrücken eingesetzt, die je nach Werkstückgröße bis zu 20 Teile aufnehmen können.

Außer Maschinenschraubstöcken werden heute schon oft Nullpunktspannsysteme verwendet, die ein automatisiertes Bestücken ermöglichen. Diese konventionelle Methode erlaubt allerdings kein schnelles Wechseln, sondern nur manuelles Aufspannen von Werkstücken; außerdem kann mit dieser Variante keine Drehbewegung des Werkstücks realisiert werden.

Beim neuen Spannsystem dagegen können durch eine individuell ansteuerbare C-Achsendrehung der einzelnen Spannmodule des Spannturms Werkstücke an bis zu fünf Seiten komplettbearbeitet werden, ohne aufwendiges manuelles Umspannen. Jede dieser Spannstellen ist unabhängig voneinander über eine 1°-Hirthverzahnung drehbar und lässt sich positionsgenau arretieren. Eine erhebliche Rüstkostenreduzierung ist die Folge.

Spannung mit Federkraft gewährleistet Sicherheit

Ein Höchstmaß an Sicherheit gewährleistet die Spannung mit Federkraft; ein angenehmer Nebeneffekt ist die Reduzierung des Energieverbrauchs. Das Lösen erfolgt hydraulisch oder mechanisch. Die Mechanik der Spannmodule liegt im Inneren eines robusten Gussgehäuses. Durch die kurzen Spannmodule ist die Auskraglänge der Werkstücke gering. Die glatten Außenflächen sind für den Späneabfluss optimal gestaltet.

Das Spannsystem ist als Brücken- und Turmvariante mit 4 bis 12 Spannmodulen erhältlich. Optional ist eine Erweiterung auf 16 Spanneinheiten möglich. Eine SPS übernimmt die Steuerung des Spannsystems.

Spannsystem kommuniziert mit CNC über Profibus oder E/A-Datenverkehr

Die Kommunikation mit der übergeordneten CNC der Maschine wird durch Profibus oder E/A-Datenverkehr realisiert. Die optimale Adaption auf vorhandene Bearbeitungsmaschinen ermöglichen unterschiedliche Systeme zur Einleitung der Energie. Die Kombination einer einfachen, möglicherweise schon vorhandenen Maschine mit dem neuen flexiblen Spannsystem ist eine wirtschaftlich sinnvolle Alternative zur Neuanschaffung einer komplexen Mehrachsmaschine.

Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Ronald Kuhrt und Dipl.-Ing. Gerd Gladkowski sind geschäftsführende Gesellschafter der q2cube Automatische Spannsysteme GmbH & Co. KG in 76461 Muggensturm.

Ronald Kuhrt und Gerd Gladkowski | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/spanende_fertigung/articles/234160/

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