Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Minimalmengen-Schmierung birgt enorme Einspar-Potenziale

18.02.2010
Bielomatik präsentiert bei der Metav 2010 auf dem Gemeinschaftsstand des VDW ein Minimalmengen-Schmiersystem, das in der spanenden Metallbearbeitung höchste Produktivität mit ökologischen und gesundheitlichen Vorteilen verbinden soll. Die Minimalmengen-Schmiertechnik, habe sich mittlerweile als echte Alternative zur Nass- oder Trockenbearbeitung in der spanabhebenden Metallbearbeitung bewährt.

Das Minimalmengen-Schmiersystem sorgt laut Biolematik nicht nur für kürzere Taktzeiten und bessere Oberflächengüte. Es könne zudem die Kosten alleine in der spanenden Fertigung um 15% senken. Dr.-Ing. Michael Hager, Operations Director Lubrication Technology bei Bielomatik, ergänzt: „Ein unschätzbarer Vorteil der Minimalmengen-Schmiersysteme liegt im drastisch gesunkenen Gesundheitsrisiko. Weniger Kühlschmiermittel bedeutet auch weniger Haut-Allergien. Die Folgekosten von Haut-Allergien für die Krankenkassen können wir nicht explizit ermitteln, sie sind aber enorm. Also 15% + x, das rechnet sich für Betriebe und Gesellschaft.“

Minimalmengen-Schmiersystem hilft beim Umweltschutz

Zugleich helfen die Minimalmengen-Schmiersysteme dabei, die Fertigungsprozesse umweltschonender zu gestalten. Hager erläutert: „Unsere feinst dosierbaren Minimalmengen-Schmiersysteme ermöglichen neben optimierten Zerspanprozessen auch längere Werkzeugstandzeiten. Je nach Fertigungsaufgabe kommt zum deutlich verringerten Fluid-Einsatz die Reduzierung beziehungsweise der komplette Wegfall des Aufwands für die Teilereinigung.“

Der minimierte Ölverbrauch, die trockenen Späne und entfallende Fluid-Entsorgungskosten sowie verlängerte Reinigungsintervalle des Maschinenraums würden zusätzlich zur hohen Umweltfreundlichkeit beitragen.

Minimalmengen-Schmiersysteme als 1-Kanal- und 2-Kanal-Schmiersystem erhältlich

Bielomatik bietet sowohl 1-Kanal- als auch 2-Kanal-Minimalmengen-Schmiersysteme an, um anwendungsspezifisch die jeweils optimale Lösung bieten zu können. Das 1-Kanal-Minimalmengen-Schmiersystem soll sich besonders bei Bedarf von Nass- und Minimalmengenschmier-Bearbeitung mit jeweils innerer Zufuhr und mittleren Spindel-Drehzahlen eignen.

Mit Hilfe einer patentierten Mehrfachdüsentechnik wird ein Aerosol erzeugt, das über die Aerosolleitung, die Drehdurchführung und durch die Spindel oder den Revolver dem Werkzeug zugeführt wird. Bauartbedingt werden Öle mit niedrigerer Viskosität eingesetzt. Typische Anwendungsfälle sind laut Hersteller Transferstraßen oder Maschinen mit Werkzeug-Revolver.

2-Kanal-Minimalmengen-Schmiersystem für hohe Spindeldrehzahlen

Die richtige Lösung für die kostenoptimierte Fertigung mit hohen Produktionsraten und hohen Spindeldrehzahlen ist ein 2-Kanal-System. Typische Anwendungsfälle sind Bearbeitungszentren mit häufigem Werkzeugwechsel, heißt es.

Bei dem 2-Kanal-Minimalmengen-Schmiersystem wird ein Öl-Luft-Gemisch erzeugt, das dem Werkzeug zugeführt wird. Eine exakte Dosierung ist bei kleinen Werkzeugen ebenso gegeben wie die Versorgung von Werkzeugen mit höherem Schmierstoffbedarf. Eine Überdosierung während des Werkzeugwechsels sei bauartbedingt ausgeschlossen und die Span-zu-Span-Zeit durch schnelles Ansprechen sehr kurz.

Bielomatik Leuze GmbH & Co. auf der Metav 2010: Halle 16, Stand B9

Monika Zwettler | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/zerspanungstechnik/articles/250933/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Leichtbau serientauglich machen
24.04.2017 | Laser Zentrum Hannover e.V.

nachricht Laserstrukturierung verbessert Haftung auf Metall und schont die Umwelt
24.04.2017 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg

24.04.2017 | Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für Netzleittechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung

Phoenix Contact beteiligt sich an Berliner Start-up Unternehmen für Energiemanagement

24.04.2017 | Unternehmensmeldung

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für industrielle Kommunikationstechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung