Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hochleistungszerspanung reduziert unproduktive Nebenzeiten

15.04.2009
Die Zerspanungsstrategie hat Verlängerung der produktiven Zeit und die Verkürzung der Nebenzeiten einen entscheidenden Einfluss auf den Output. Eine Strategie, um die Produktivität zu erhöhen, ist High Performance Machining – kurz HPM.

Das Kürzel HPM steht für High Performance Machining. HPM-Werkzeugmaschinen sind für die Produktion von hochwertigen Teilen mit drei, vier oder fünf Achsen ausgerichtet. Moderne Motorspindeln, direkt angetriebene Rund- und Schwenkachsen und ein stabiler Maschinenkörper sollen die notwendigen Voraussetzungen bieten, um wirtschaftlich und präzise produzieren zu können.

Ein Hersteller, der Werkzeugmaschinen für die HPM-Zerspanung herstellt, ist Agie Charmilles mit seinen Fräsmaschinen des Mikron-Labels. Die jüngste Entwicklung der Baureihe ist die Mikron HPM 600 HD. Die dreiachsige Fräsmaschine verfügt über einen modularen Aufbau, der auf einen Einsatzbereich ausgelegt ist, der vom Prototypenbau über Formen- und Werkzeugbau bis hin zur automatisierten Produktion reicht.

Um die Hauptzeiten zu verringern, wurde bei der Konzeption der HPM-Werkzeugmaschinen das Augenmerk auf hochdynamische Vorschubantriebe, steife Maschinenkomponenten und die Arbeitsspindeln gelegt.

Günstig für eine vibrationsarme Bewegungsführung der Linear-Achsen ist das Maschinengestell aus Polymerbeton mit einem Eigengewicht von 5700 kg, das auf Temperaturveränderungen nur sehr träge reagiert und so die Prozessführung vereinfacht. Kleinere, unvermeidbare Geometrieabweichungen können in der Steuerung kompensiert werden. Dabei kommt das sogenannte Smart-Machine-Modul ITC (Intelligent Thermal Control) zum Einsatz.

Werkstück-Automation – ein Muss beim High Performace Machining

Die Möglichkeit zur Werkstück-Automation gehört zum Konzept der HPM-Bearbeitungszentren. Dazu werden auf das Bearbeitungszentrum zugeschnittene Palettenmagazine oder adaptierte Industrie-Roboter verwendet. Durch anwendungsspezifisch ausgearbeitete Automationslösungen sollen sowohl brach liegende Bearbeitungskapazitäten erschlossen, als auch Stückkosten nachhaltig gesenkt werden. Palettisierte Automationssysteme machen Ruhezeiten nach der Grobzerspanung, wie sie etwa bei der Aluminium-Präzisionsbearbeitung erforderlich werden, möglich, ohne dass produktive Hauptzeiten geopfert werden müssen.

Als Arbeitsspindeln kommen bei den HPM-Bearbeitungszentren neue, vektorgeregelte Motorspindeln von Step-Tec zum Einsatz. Sie lassen sich bei Drehzahlen von wahlweise bis 15000 oder 20000 min-1 betreiben und weisen im unteren Drehzahlband ein Spitzendrehmoment von 84 Nm auf. Eine kontinuierliche Öl-/Luft-Schmierung der Keramik-Hybridlager ermöglicht eine lange Laufzeit des Spindel- und Antriebsmoduls. Bei den Inline-Motorspindeln sind Antrieb und Spindel-Modul getrennte Einheiten, so dass im Fall eines Spindelcrashs nur das kostengünstige Spindel-Modul ausgetauscht wird.

Bedienung der HPM-Bearbeitungszentren erfolgt über Operator Support System

Als Standard für die Bedienung der Bearbeitungszentren setzt der Hersteller auf das patentierte Operator Support System, das zur die Optimierung des Bearbeitungsprozesses entwickelt wurde. Über eine intuitive Benutzeroberfläche können dabei die Zielgrößen Geschwindigkeit, Genauigkeit und Oberflächengüte sowie das Werkstückgewicht und die Komplexität der Bearbeitung gezielt definiert und jederzeit modifiziert werden.

Frank Fladerer | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/spanende_fertigung/articles/183194/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Ein MRT für Forscher im Maschinenbau
23.11.2017 | Universität Rostock

nachricht Mehr Sicherheit beim Fliegen dank neuer Ultraschall-Prüfsysteme
20.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Metamaterial mit Dreheffekt

Mit 3D-Druckern für den Mikrobereich ist es Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gelungen ein Metamaterial aus würfelförmigen Bausteinen zu schaffen, das auf Druckkräfte mit einer Rotation antwortet. Üblicherweise gelingt dies nur mit Hilfe einer Übersetzung wie zum Beispiel einer Kurbelwelle. Das ausgeklügelte Design aus Streben und Ringstrukturen, sowie die zu Grunde liegende Mathematik stellen die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Science vor.

„Übt man Kraft von oben auf einen Materialblock aus, dann deformiert sich dieser in unterschiedlicher Weise. Er kann sich ausbuchten, zusammenstauchen oder...

Im Focus: Proton-Rekord: Magnetisches Moment mit höchster Genauigkeit gemessen

Hochpräzise Messung des g-Faktors elf Mal genauer als bisher – Ergebnisse zeigen große Übereinstimmung zwischen Protonen und Antiprotonen

Das magnetische Moment eines einzelnen Protons ist unvorstellbar klein, aber es kann dennoch gemessen werden. Vor über zehn Jahren wurde für diese Messung der...

Im Focus: New proton record: Researchers measure magnetic moment with greatest possible precision

High-precision measurement of the g-factor eleven times more precise than before / Results indicate a strong similarity between protons and antiprotons

The magnetic moment of an individual proton is inconceivably small, but can still be quantified. The basis for undertaking this measurement was laid over ten...

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungen

Forschungsschwerpunkt „Smarte Systeme für Mensch und Maschine“ gegründet

24.11.2017 | Veranstaltungen

Schonender Hüftgelenkersatz bei jungen Patienten - Schlüssellochchirurgie und weniger Abrieb

24.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Maschinen über die eigene Handfläche steuern: Nachwuchspreis für Medieninformatik-Student

24.11.2017 | Förderungen Preise

Treibjagd in der Petrischale

24.11.2017 | Biowissenschaften Chemie