Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ein Häuflein Asche

01.01.2010
...bleibt allein bei den Holzpelletkesseln von Fröling. Und dieser geringe Rest, nämlich 0,2 bis 0,5 Prozent der Holzpellets, wird mit Hilfe eines elektrischen Verstellsystems von Linak aus dem Brennraum befördert.

Je nach Leistungsklasse setzt Fröling die Linearantriebe LA12 oder LA35 ein.Seit beinahe 50 Jahren ist das österreichische Unternehmen Fröling Innovator im Bereich der Heizlösungen mit Holz. Zu Beginn der Entwicklung einer neuen Pelletkessel-Generation im Jahr 2003 wurde als Ziel definiert, das Heizen mit Holz für den Betreiber noch bequemer zu machen.

Effizienz, Wartungsfreundlichkeit und Sicherheit der Pelletkessel sollten maximiert werden. Zum Einsatz kamen erstmals elektrische Linearantriebe von Linak. Bei der Entwicklung des Holzpelletskessels gaben die Konstrukteure von Fröling dem Prinzip der Fallschachtfeuerung gegenüber einem Teller mit Unterschubfeuerung den Vorzug. Über eine Förderschnecke werden die Pellets von oben in den Brennraum befördert.

Bei dieser Technik lässt sich der Verbrennungsvorgang optimal steuern, es fallen kaum Verbrennungsrückstände an. Zwischen 0,2 und 0,5 Prozent bleiben von den Holzpellets als Asche übrig. Dieser geringe Rest wird mit Hilfe eines elektrischen Verstellsystems aus dem Brennraum befördert. Auch bei dem 2009 auf dem Markt gebrachten neuen Kessel P4 Pellet kommen die Verstellsysteme zum Einsatz. Je nach Leistungsklasse setzt Fröling die Linearantriebe LA12 oder LA35 ein.

Die Pelletkessel sind dank ihrer intelligenten Lambdasonden- Steuerung besonders effizient. "Wir haben beim neuen P4 Pellet ein drehzahlgesteuertes Saugzuggebläse integriert. Damit können wir den Verbrennungsprozess perfekt steuern", erklärt Rudolf Gruber, zuständiger Produktentwickler bei Fröling.Um den Bedienkomfort zu optimieren wurde ein besonderes Reinigungsverfahren entwickelt. Die Verstellantriebe von Linak verschieben den Verbrennungsrost und streifen ihn bei dieser Bewegung über einen Reinigungskamm. Die Asche fällt nach unten in ein Aschefach, welches bequem entleert werden kann.

Bei jedem Abschalten des Kessels setzt der Reinigungsprozess automatisch ein. Der Linearantrieb verfährt insgesamt viermal. Danach ist der Rost, auf dem die Pellets verbrennen, von Asche befreit. Mehrere Tests musste der Linearantrieb bestehen, bevor er zum Einsatz kam.Die Konstrukteure von Fröling wollten vor allem wissen, wie sich die hohen Temperaturen des Verbrennungsprozesses auf die Funktionalität des Antriebes auswirken. Das Ergebnis war positiv.

Die Spindel des Antriebs leitet die enorme Hitze nur zum geringen Teil weiter, die Funktionalität wird nicht beeinträchtigt. Am Beginn der Entwicklung im Jahr 2003 gab es viele Argumente, die für den Einsatz des Linearantriebs aus Nidda sprachen. Ein wesentlicher Vorteil liegt in der Kompaktheit des Antriebs. Auf der Suche nach einer passenden Lösung erwiesen sich Verstellsysteme auf 230-Volt Basis als viel zu groß und schwierig einzubauen. Neben der Baugröße war es die PLC-Fähigkeit, die ausschlaggebend für die Entscheidung war.

Der Verstellantrieb LA12 PLC eignete sich für den Einsatz in industriellen Maschinen, die über eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) gesteuert werden. Der Antrieb ist so gestaltet, dass er an alle gängigen SPSSysteme angeschlossen werden kann. Durch die eingebauten Relais und den elektronischen Überlastschutz (EOP) wird der direkte Anschluss an die Ein- und Ausgänge der SPS möglich und sicher. Fröling entwickelte eine eigene Platine, die den Antrieb mit Strom versorgte und ihn gleichzeitig ansteuerte. "Wir wollten einen Antrieb, der uns seine Position melden kann und sich automatisch abschaltet. Linak-Systeme erfüllen diese Anforderungen", so Rudolf Gruber.

Die Betriebssicherheit steht für Fröling an oberster Stelle.Das österreichische Unternehmen ist mit der Entwicklung einer eigenen Steuerungsplatine einen mutigen Schritt gegangen. Das war nur möglich, weil man nicht nur viel Vertrauen in die Produkte aus Dänemark hatte. Auch die Service-Leistung, die Kompetenz und die Beständigkeit der Firma Linak überzeugten die Produktverantwortlichen. Mit der Entwicklung des neuen Kessels P4 Pellet wurde dieser erfolgreiche Weg fortgesetzt. Eine neue Generation der Steuerung wurde entwickelt. Die Regelung P 3200 bietet eine innovative BUS-Technologie und steuert sowohl den Antrieb LA12 also auch den größeren Antrieb LA35 an, der in den Holzpelletskesseln ab 38 KW zum Einsatz kommt.

Die Konstrukteure von Fröling haben bei der Entwicklung des neuen Kessels P4 Pellet auch auf die einfache Wartung und den einfachen Aufbau des Systems geachtet.Damit im Einsatzbereich Altbau und Sanierung der Kessel einfach in einem Keller aufgestellt werden kann, hat Fröling ein Plug- and Play-System entwickelt. Der Kessel kann bei Bedarf in zwei Komponenten eingebracht werden. So wird der Aufbau zum Kinderspiel. Linak und Fröling haben ihre Produkte eng aufeinander abgestimmt.

Die Antriebe werden bereits bei der Produktion mit den passenden Steckern und der passenden Beschriftung konfektioniert. Das sorgt für eine einfache und schnelle Montage im Fröling-Werk Grieskirchen.Fröling hat sich zum Ziel gesetzt, einen besonders wartungsfreien Holzpelletskessel auf den Markt zu bringen. Im Gegensatz zu Öl- und Gasbrennern sollte der Nutzer keinen Nachteil in der Bedienung und der Wartung haben. Elektrische Verstellsysteme von Linak haben geholfen, dieses Ziel zu erreichen.

Fröling | SCOPE
Weitere Informationen:
http://www.scope-online.de/Antriebstechnik/Linearantriebe_id_2791__dId_475740__app_510-30210_.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht IPH entwickelt Prüfstand für angetriebene Tragrollen
29.11.2016 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht LZH optimiert laserbasierte CFK-Nachbearbeitung für die Luftfahrtindustrie
24.11.2016 | Laser Zentrum Hannover e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie