Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

eldec Härtemaschinen: Induktives Härten von Wellen – eldec auf der AMB 2014

23.09.2014

Die Zeichen stehen weiterhin auf Wachstum, so lautet die Prognose des Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach.

Rund 75,5 Millionen Autos werden 2014 weltweit verkauft, was einer Zunahme um 4,5 Prozent entspricht. Spitzenreiter bleiben weiterhin China mit ca, 17,6 Millionen verkauften PKWs und die USA, mit einem erwartetem Wachstum von 6 Prozent auf 16,5 Millionen Fahrzeuge.


Auf der MIND M können Wellenteile bis zu 1.000 mm Länge (MIND M 1000) und Futterteile mit einem Durchmesser von bis zu 350 mm induktiv gehärtet werden. Quelle: EMAG


Paralleles Härten und Abkühlen: Die Kühlbrause folgt der Bewegung des Induktors und kühlt dabei jeweils den Lagersitz unterhalb dessen, der gerade gehärtet wird. Quelle: EMAG

Doch nicht nur in Übersee nehmen die Verkäufe zu, auch der Markt in Westeuropa kann ein Wachstum verzeichnen, nämlich um 2 Prozent auf 11,6 Millionen verkaufte Autos. Das steigende Produktionsvolumen stellt auch die Hersteller vor immer neue Herausforderungen.

Nur durch optimierte Produktionsprozesse lassen sich auch zukünftig die gewünschten Produktionszahlen mit der Produktivität in Einklang bringen. Vor allem bei zentralen Bauteilen, die in großer Stückzahl produziert werden müssen, lohnt sich ein Blick auf den aktuellen Markt der Werkzeugmaschinen, der viele Neuheiten bietet.

So präsentiert das Unternehmen eldec, ein Unternehmen der EMAG Gruppe, auf der diesjährigen AMB in Stuttgart, wie das Härten von Wellen auf dem modernen Induktionshärtesystemen realisiert werden kann. Das MIND M Härtesystem, das eldec am Stand D 32 in der Halle 3 vorführt, ist ein modulares und gleichzeitig kompaktes Härtesystem, das sich auf eine Vielzahl von Fertigungsszenarien konfigurieren lässt. 

„In die MIND M sind die Erfahrungen aus jahrelanger Entwicklungsarbeit von induktiven Härtesystemen geflossen“, betont Andreas Endmann, Leiter des Vertriebs für Härtesysteme bei eldec. „Bei der MIND M ist es uns gelungen, sämtliche essentiellen Bauteile, nämlich Generator, Kühlung und Steuertechnik, in einem Gehäuse unterzubringen, was den Platzbedarf der Maschine enorm verkleinert.“

In der Tat bietet die MIND M trotz ihrer geringen Stellfläche beeindruckende Fertigungsmöglichkeiten. Dies ist vor allem auf den modularen Aufbau der Maschine zurückzuführen, der ein breites Anwendungsspektrum für verschiedenste Werkstücke zulässt. Die MIND M wird in zwei Varianten angeboten: die MIND M 250 und die MIND M 1000, die sich durch die unterschiedlichen Induktorverfahrwege in Z-Richtung unterscheiden. So können Wellenteile bis zu 1.000 mm Länge (MIND M 1000) und Futterteile mit einem Durchmesser von bis zu 350 mm bearbeitet werden. 

Modularer Aufbau für ein breites Anwendungsspektrum

Wie bereits erwähnt, wird jede MIND M aus drei separaten Modulen aufgebaut:

  • dem Energiecontainer, der den Generator, die Maschinensteuerung und die Steuerung für die Rückkühlanlage enthält

  • der Kühlanlage für den Energie- und den Abschreckmittelkreis

  • der Prozesszelle, die die komplette Mechanik beinhaltet. 

Dabei ist vor allem das Werkstück und die Fertigungsumgebung entscheidend, wie die einzelnen Module konfiguriert werden. Es sind Generatorleistungen bis zu 30kW HF und 100kW MF möglich, entsprechend sind die Kühlleistungen auf 20kW (AM) und 30kW (Energie) festgelegt.

Die meisten Optionen stehen allerdings in der Prozesszelle zur Verfügung, um eine optimale Anpassung an die Produktionsumgebung zu gewährleisten. Die MIND M kann sowohl von Hand wie auch durch den Einsatz von Robotern und Greifern komplett automatisiert beladen werden.

Je nach gewünschter Taktzeit und Losgröße kann die Bearbeitung der Werkstücke auf einer Einzel- oder Doppelspindel erfolgen. Analog dazu stehen ein Einzel- oder ein Doppelreitstock zur Verfügung, was das simultane Härten von zwei Werkstücken ermöglicht. Ein optional erhältlicher Werkstückwechsler reduziert die Taktzeiten und unterstreicht die Flexibilität des Härtesystems – ob Handbeladen oder automatisiert in der Serienfertigung, mit der MIND M lässt sich nahezu jedes Fertigungsszenario realisieren. 

Härten von Wellen mit der MIND M

Die MIND M ermöglicht trotz ihres sehr kompakten Aufbaus selbst die Bearbeitung von Wellen bis zu 1.000 mm Länge und ist daher bestens für unterschiedlichste Werkstücke ausgerüstet. Dabei sind Wellen mit gehärteten Lagersitzen für jedes Härtesystem eine Herausforderung. Mehrere Lagersitze an einer Welle bedeuteten, dass sowohl das Erwärmen wie auch das Abkühlen schnell hintereinander geschehen muss, um die Produktivität der Fertigungslinien nicht zu beeinträchtigen. Welche Idee die Ingenieure von eldec für das Härten dieser besonderen Wellenteile hatten, präsentieren sie mit der MIND M auf der AMB 2014. Die einfache wie geniale Lösung ist, den Induktor und die Kühlbrause so anzuordnen, dass die Kühlung parallel zum Heizprozess stattfinden kann. Die Kühlbrause folgt quasi der Wanderbewegung des Induktors und kühlt dabei jeweils den Lagersitz unterhalb dessen, der gerade gehärtet wird. Die hohe Präzision der MIND M, die das genaue Anfahren und Härten der Lagersitze erlaubt, wird durch integrierte Dokumentation der Prozessparameter für jede Lagerwelle ergänzt – Qualitätsmanagement bis ins kleinste Detail. 

Kompaktes Induktionshärtesystem

Mit der MIND M hat eldec ein Härtesystem entwickelt, dessen Anwendungsmöglichkeiten nahezu unbegrenzt sind. Hinzu kommt der geringe Platzbedarf, was den Einsatz der Maschine in unterschiedlichsten Umgebungen zulässt. Auch ist der Transport innerhalb einer Werkhalle vergleichsweise einfach zu bewerkstelligen.

eldec MIND M – Live auf der AMB 2014, Stand D 32 in der Halle 3

Key Facts:

- geringer Platzbedarf 2,3 x 0,8 x 2,5 m (L x B x H)

- max. Werkstücklängen: 250 mm bzw. 1000 mm

- max. Werkstückdurchmesser: 350 mm

- max. Leistungsklassen: 30 kW HF / 100 kW MF

- kurze Liefer- und Inbetriebnahmezeit

Ansprechpartner Presse und Veröffentlichung

Oliver Hagenlocher

EMAG Holding GmbH

Austrasse 24

DEU - 73084 Salach

Fon: ++49-(0)7162 / 17-267

Fax: ++49-(0)7162 / 17-199

e-mail: communications@emag.com

www.emag.com

Oliver Hagenlocher | EMAG

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Aufwind für die Luftfahrt: University of Twente entwickelt leistungsstarke Verbindungsmethode
23.01.2017 | University of Twente

nachricht Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel
17.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Interview mit Harald Holzer, Geschäftsführer der vitaliberty GmbH

24.01.2017 | Unternehmensmeldung

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie