Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Auftragschweißen verschleißbeständiger Hartmetalle für Umform- und Schneidwerkzeuge

26.11.2007
Die Herstellung und Reparatur von Präzisionswerkzeugen ist hochkomplex und aufwändig. Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS in Dresden haben jetzt ein Diodenlaser-Robotersystem zum Präzisions-Auftragsschweißen entwickelt, das sich schnell programmieren lässt und den gesamten Prozess vorab offline simulieren kann.

„Filigrane Teile sind die hohe Kunst des Spritzgusses. Wenn ein Spritzgusswerkzeug repariert werden muss, bietet sich das Laserstrahl-Auftragsschweißen an“, sagt Dr.-Ing. Steffen Nowotny vom Fraunhofer IWS.

Das Verfahren hat sich aber in der industriellen Praxis nicht nur für die Reparatur beschädigter Werkzeuge etabliert, sondern auch für das schnelle Umsetzen von Designänderungen oder das Auftragen von Oberflächenschutz- und Funktionsschichten.

Werkzeuge lassen sich schnell verändern

„Die Formen für die Bauteile sind aus Stahl oder Aluminium. Wenn die Lok einen anderen Schornstein braucht, wird das neue Design per Laserauftragsschweißen auf die alte Form aufgetragen. Auch Umformwerkzeuge – etwa für das Tiefziehen von Automobil-Karosserieblechen – lassen sich damit schnell verändern. Außerdem können Verschleißschutzschichten aufgebracht werden“, erläutert Nowotny weiter.

Da in der Fertigung immer häufiger Roboteranlagen zum Einsatz kommen, haben Nowotny und sein Team ein Diodenlaser-Robotersystem zum Präzisions-Auftragsschweißen für die Fertigung und Reparatur von Werkzeugen mit dem erweiterten CAD/CAM-Programmpaket DCAM ausgestattet.

Die Software eignet sich für die Programmierung von Drei- und Fünf-Achs-CNC-Anlagen sowie für Roboteranlagen mit simultanem Dreh-/Schwenktisch und zusätzlicher Linearachse.

Mit dem Softwarepaket lässt sich der gesamte Fertigungsprozess offline simulieren. „Kollisionen oder Fertigungsfehler werden von vornherein ausgeschlossen“, sagt Nowotny.

Außerdem ist das Laser-Modul zum Auftragsschweißen mit hoher Produktivität neu. „Damit gelingt es uns, zum einen bei Umform- und Schneidwerkzeugen verschleißbeständige Hartmetalle auftragzuschweißen und zum anderen anspruchsvolle kupferhaltige Lagermetalle bei gleitend beanspruchten Komponenten von Verbrennungsmotoren und Hydraulikpumpen schonend auftragzulöten“, so der Experte.

Annedore Munde | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/index.cfm?pid=1512&pk=99123

Weitere Berichte zu: Fertigung Hartmetall Roboteranlage

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Flüssiger Wasserstoff im freien Fall
05.12.2016 | Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM)

nachricht IPH entwickelt Prüfstand für angetriebene Tragrollen
29.11.2016 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie