Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schneller zum großflächigen Werkstück

29.08.2007
Mit dem ES-Mill-Fünf-Achs-Frässystem bietet das Lüneburger Unternehmen Awtne ein Verfahren, das für extrem schnelle Zerspanung von großflächigen, gekrümmten Werkstücken sorgen soll.

Enhanced-Surface-Milling ist ein softwarebasiertes Fräsverfahren, mit dem sich nach Unternehmensangaben gekrümmte Oberflächen wesentlich schneller und effektiver als beim herkömmlichen Zeilenfräsen mit einem Kugelfräser bearbeiten lassen sollen. Das dafür entwickelte Programmiersystem ES-Mill soll das Werkzeug stets in einem optimalen Anstellwinkel zur Werkstückoberfläche setzen, so dass die Berührlinie dabei einem Ellipsenabschnitt entspricht.

Maximale Zeilenbreite angestrebt

Der Anstellwinkel und damit der „Radius” der Berührlinie werden so berechnet, dass eine möglichst breite Zeile entsteht. Das System erreicht ein maximales Verhältnis von Zeilenbreite zum Werkzeugdurchmesser von 1/2. So kann ein Fräser mit 100 mm Durchmesser im optimalen Fall eine Fräszeilenbreite von 50 mm erzielen. Im Vergleich zum Fräsen mit einem fest angestellten torischen Fräser (ein nicht rotationssymmetrischer Fräser), der eine maximale Zeilenbreite von 2,5 mm erreicht, ist die Fräsbahn 20 Mal so breit. Gegenüber einem Kugelfräser mit einer maximalen Zeilenbreite von 0,5 mm fällt das Verhältnis noch drastischer aus: Es entspricht dem Faktor 100.

Verfahrgeschwindigkeit nebensächlich

Dass die Verfahrgeschwindigkeiten beim Enhanced-Surface-Milling nur bei 20% der beim Drei-Achsen-Hochgeschwindigkeitsfräsen erreichten Zeiten liegen, spielt in der Gesamtbilanz eine untergeordnete Rolle, weil die Bearbeitungszeit nach Herstellerangaben durch die größere Bearbeitungsfläche um mehr als 80% gesenkt werden kann. Ein weiterer Vorteil: Durch die gegenüber dem Einsatz von Kugelfräsern deutlich kleineren Drehzahlen und Vorschübe sind keine Hochfrequenzspindeln erforderlich. Durch die reduzierten Bearbeitungszeiten können mannlose Schichten und unbeaufsichtigter Maschinenbetrieb eingespart werden.

Das Verfahren entspricht nach Aussage von Awtne nicht dem so genannten ISO-Stirnen, bei dem zwar auch das torische Werkzeug fünf-achs-simultan in einem konstanten Relativ-Winkel zur Flächennormalen über das Werkstück geführt wird. Dabei würde allerdings gegenüber dem üblichen Drei-Achs-Kugelfräsen lediglich eine flachere, breitere Fräszeile erzeugt.

Frank Fladerer | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/spanendefertigung/cadcamnc/articles/91398/

Weitere Berichte zu: Anstellwinkel Berührlinie Fräser Werkstück

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Leichtbau serientauglich machen
24.04.2017 | Laser Zentrum Hannover e.V.

nachricht Laserstrukturierung verbessert Haftung auf Metall und schont die Umwelt
24.04.2017 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

„Microbiology and Infection“ - deutschlandweit größte Fachkonferenz in Würzburg

25.04.2017 | Veranstaltungen

Berührungslose Schichtdickenmessung in der Qualitätskontrolle

25.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Seminar zu Einblicken in die unterschiedlichen Ebenen des 3D-Druckens und wirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeiten - 2017

26.04.2017 | Seminare Workshops

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Bestrahlung bei Hirntumoren? Eine neue, verlässlichere Einteilung erleichtert die Entscheidung

26.04.2017 | Medizin Gesundheit