Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Extrusionsfähige Polypropylen-Kunststoffe mit besonderen Eigenschaften

18.01.2007
Das Produktportfolio von Ultrapolymers um die drei extrusionsfähige Polypropylen-Werkstoffe Clyrell SM1608, SM1340 und EC1664 sowie Adstif HA1686 des Herstellers Basell erweitert.

Kennzeichnend für die Clyrell-Typen ist laut dem Kunststoff-Dostributeur die Eigenschaftskombination aus hoher Transparenz, Schlagzähigkeit und Wärmeformbeständigkeit sowie der geringen Neigung zu Weißbruch.

Das Polypropylen Adstif HA1686 ist für die Coextrusion zusammen mit EVOH-Sperrschichten optimiert. Alle vier Werkstoff-Typen haben - so der Anbieter gute organoleptische Eigenschaften und sind für den Lebensmittelkontakt geeignet.

Der Kunststoff Clyrell SM1608 ist ein Metallocen-Polyproylen mit mittlerer Viskosität. Es eigne sich sehr gut für die Herstellung von weichen, transparenten Folien mit guter Schlagzähigkeit auf Gießanlagen. Zu potenziellen Anwendungen zählt Ultrapolymers die Herstellung von Einschichtfolien und Spiegelschicht in Coextrudaten, aber auch die Verarbeitung zu Spritzgießteilen.

... mehr zu:
»Polypropyl

Beim Thermoplast Clyrell SM1340 – auch ein Metallocen-PP – wird ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Transparenz und guten Tieftemperatureigenschaften hervorgehoben. Der Werkstoff sei sterilisierfähig und eignee sich damit gut für semiflexible Verpackungen für gekühlte Lebensmittel. Daraus hergestellte Folien haben laut Anbieter einen vergleichsweise geringen Orientierungsgrad. Das Metallocen-Polypropylen enthalte keine Slip- und Antiblock-Additive. Das biete die Basis für das anwendungsspezifische Kunststoffmodifizierung beim Folienhersteller.

Als besonderes Merkmal des Polypropylens Clyrell EC1664 wird dessen Tieftemperaturzähigkeit angesehen. Sie lasse sich mit den Kennwerten von heterophasischen Copolymere verleichen. Außerdem habe der Werkstoff eine besonders hoher Transparenz. Aufgrund dieser Kombination lassen sich aus dem Polypropylen laut Anbieter hoch transparente Gießfolien zur Herstellung tiefgezogener Verpackungen für gekühlte und tiefgekühlte Lebensmittel herstellen. Bei diesen Anwendungen sei der Kunststoff eine Alternative zur Kombination aus Random-Copolymer und einem Schlagzähmodifikator. Mit den daraus tiefgezogenen Verpackungen ließen sich spritzgegossene, dünnwandige Behältnisse ersetzen.

Aus dem Polypropylen Adstif HA1686 – einem nukleierten, hochkristallinen Thermoplast – werden coextrudierte Tiefziehfolien hergestellt. Im Verbund mit dem Barriere-Kunststoff EVOH eignet es sich laut Ultrapolymers für Verpackungen, die den hohen Anforderungen an Hygiene und Lagerfähigkeit der Ware erfüllen müssen. Die Folienverarbeitung im Tiefziehverfahren könne bei niedrigeren Temperaturen erfolgen als bei konventionellen Vergleichstypen.

Außerdem ermöglicht der Werkstoff die Einarbeitung von EVOH-haltigem Regranulat ohne Degradation des EVOH-Anteils. In der Eingeschaftskombination aus hoher Steifigkeit und Schlagzähigkeit, hoher Dimensionsstabilität (bei hohen Temperaturen), hoher Transparenz und Barrierewirkung wird ein beachtliches Marktpotenzial für Coextrudate aus dem Polypropylen mit EVOH-Anteil gesehen: bei der Substitution von Gläsern und Dosen als Verpackungen für pasteurisierte und sterilisierte Lebensmittel.

Josef-Martin Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de
http://www.ultrapolymers.de

Weitere Berichte zu: Polypropyl

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Untersuchung klimatischer Einflüsse in der Klimazelle - Werkzeugmaschinen im Check-Up
01.02.2018 | Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik

nachricht 3D-Druck von Metallen: Neue Legierung ermöglicht Druck von sicheren Stahl-Produkten
23.01.2018 | Universität Kassel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Im Focus: Developing reliable quantum computers

International research team makes important step on the path to solving certification problems

Quantum computers may one day solve algorithmic problems which even the biggest supercomputers today can’t manage. But how do you test a quantum computer to...

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Biomasseforscher nehmen Versuchsanlage zur Weiterentwicklung der Biomassevergasung in Betrieb

22.02.2018 | Energie und Elektrotechnik

Leuchtende Nanoarchitekturen aus Galliumarsenid

22.02.2018 | Energie und Elektrotechnik

Kleben ohne Klebstoff - Schnelles stoffschlüssiges Fügen von Metall und Thermoplast

22.02.2018 | Verfahrenstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics