Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

So kommen neue Maschinen schneller auf den Markt

14.06.2006
Studenten gelang die Anbindung einer realen Steuerung an eine virtuelle Werkzeugmaschine

Der Studenten Initiative Siemens Sachsen (SISS e.V.) und dem Virtual Reality Center Production Engineering (VRCP) der Technischen Universität Chemnitz ist die Anbindung einer NC- Steuerung an ein virtuelles Werkzeugmaschinenmodell gelungen. Nachdem SISS-Mitglied und TU-Absolvent Björn Korb in einer Machbarkeitsstudie zeigte, dass mit einer "realen Steuerung" eine virtuell modellierte 3-Achs-Maschine gesteuert werden kann, galt es, eine neue Herausforderung zu meistern: die Steuerung einer virtuellen 5-Achsmaschine mit Hilfe der Maschinensteuerung SINUMERIK 840Di der Firma Siemens. Und auch dies gelang den Studenten von SISS und des VRCP.

"Die fünf Maschinenachsen verfahren nun simultan im virtuellen Raum, sodass eine dem NC-Programm entsprechende Werkzeugbewegung ausgeführt wird", erläutert Maschinenbaustudent Sven Tauchmann. Die Berechnung und Interpolation der Achspositionen erfolge durch die NC-Einheit des Steuerungssystems. "Gleichzeitig werden diese Achspositionen von der Steuerung über eine von den Studenten entwickelte Schnittstelle in Echtzeit als Raumkoordinaten an das virtuelle Modell weitergeleitet, sodass das virtuelle Werkzeugmaschinenmodell entsprechend der ausgegebenen Werte verfährt", ergänzt Alexander Farger, der ebenfalls in Chemnitz Maschinenbau studiert.

Mit Hilfe dieser Anwendung kann die Entwicklungszeit für Werkzeugmaschinenhersteller verkürzt werden, da Probleme frühzeitig am virtuellen Modell, das auf den CAD-Daten der Konstruktionsabteilung basiert, erkannt werden. "So kann die Steuerungstechnik schon in der Konzeptphase eingebunden werden, um spätere kostspielige Änderungen in der Konstruktion zu vermeiden", berichtet Informatik-Student Frank Streubel, der als studentische Hilfskraft im VRCP tätig ist. Die "virtuelle Inbetriebnahme" der virtuellen Maschine am Ende der Entwurfsphase rücke so in greifbare Nähe. Dadurch kann die Zeit bis zur Markteinführung erheblich reduziert werden.

... mehr zu:
»SISS »VRCP »Werkzeugmaschinenmodell

Stichwort: Studenten Initiative Siemens Sachsen

Dass der Sprung von der Hörsaalbank in die berufliche Praxis erfolgreicher verläuft, wenn man sich rechtzeitig darum bemüht, beweist die "Studenten Initiative Siemens Sachsen e.V." (SISS e.V.). Der gemeinnützige Verein fördert seit 2001 die praxisnahe Ausbildung von Studierenden und weckt zudem das Interesse für die regionale Wirtschaft, um einer Abwanderung von Absolventen sächsischer Hochschulen entgegenzuwirken. Derzeit engagieren sich in dieser Initiative 25 Studierende der TU Chemnitz und der Westsächsischen Hochschule Zwickau. Größter Förderer des Vereins ist Siemens am Standort Chemnitz. Gemeinsam bearbeiten die Studenten praxisnahe Projekte.

Mario Steinebach | Technische Universität Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de
http://www.siss-ev.de

Weitere Berichte zu: SISS VRCP Werkzeugmaschinenmodell

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Elektrische Spannung: Kaiserslauterer Ingenieure erforschen Versagen bei Kugellagern
28.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Modulares Fertigungssystem für Kettenräder
15.03.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Warum der Brennstoffzelle die Luft wegbleibt

28.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chlamydien: Wie Bakterien das Ruder übernehmen

28.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Sterngeburt in den Winden supermassereicher Schwarzer Löcher

28.03.2017 | Physik Astronomie