Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dieser Torhüter hält jeden Elfmeter

30.06.2008
Goalias heißt das neueste Innovations-Projekt am IAS, dem Institut für Automatisierungs- und Softwaretechnik der Universität Stuttgart.

Bei diesem Projekt hat sich Leuze Electronic als Kooperations- und Entwicklungspartner im Hinblick auf die optoelektronische Sicherheitssensorik mit eingebracht.

Bei Goalias handelt es sich um einen automatisierten Torhüter, der selbst Elfmeterschüsse der Fußballlprofis des VfB Stuttgart halten kann. Dazu muss er das 7,32 m breite und 2,44 m hohe Tor abdecken können. Er hat gerade mal 400 ms Zeit, um den Ball zu erkennen, den Auftreffpunkt im Tor zu berechnen und sich dann noch dort hin zu bewegen. Dazu braucht Goalias eine ausgeklügelte Bilderkennung, einen leistungsstarken Motor und Sicherheitssensorik von Leuze Electronic.

Sicherheit bei 60 km/h

Niemand darf sich in das Tor bewegen, während Goalias gerade versucht, einen Ball zu halten. Denn von der Torwart-Figur, die Geschwindigkeiten bis zu 60 km/h erreichen kann, gehen Gefahren aus, die zu schweren Verletzungen führen könnten. Das Konzept zur Vermeidung von Sicherheitsrisiken wurde gemeinsam mit dem TÜV Südwest entwickelt und unter anderem mit den Sensoren von Leuze Electronic umgesetzt. Dabei kommt vor allem ein Sicherheits-Lichtvorhang der Compact-Plus Baureihe zum Einsatz, der in ausreichendem Abstand vor dem Tor angebracht ist.

Das Gerät hat eine Schutzfeldhöhe von 1200 mm und eine Auflösung von 90 mm. Mit der Aktivierung der flexiblen Strahlausblendung wird zwar ein eintreffender Fußball toleriert, jedoch nicht die zu schützenden Personen. Falls sich diese im Schutzfeld befinden, unterbrechen sie im Gegensatz zum Fußball mehr als drei der horizontalen Lichtstrahlen. Daraufhin wird innerhalb weniger Millisekunden ein Abschaltsignal ausgelöst und die Bewegung von Goalias unverzüglich gestoppt.

Eine andere Gefahr besteht darin, dass Goalias nicht abbremst und seitlich über sein Ziel hinausschießt. Aus diesem Grund werden Schutzgitterelemente an den Seiten aufgestellt, die Goalias im Notfall abfangen und einen Unfall verhindern können. Desweiteren bewirken Schutzzaunelemente als Abschrankung, dass sich Personen seitlich in den Gefahrenbereich begeben. Zudem kann eine Aufsichtperson über einen Not-Aus-Taster am Bedienpult Goalias jederzeit stoppen.

Mit all diesen Maßnahmen ist sichergestellt, dass Mensch und Anlage zuverlässig geschützt sind. Goalias bewies sein Können bereits beim Ideenpark 2008 in der Messe Stuttgart. Hier musste er über 10000 mal Bälle halten, die zum Teil mit Geschwindigkeiten bis 119 km/h eintrafen.

Der Veranstalter des Ideenpark 2008 war die Thyssenkrupp AG zusammen mit dem Land Baden-Württemberg. Mehr als 100 Partnerorganisationen aus ganz Deutschland haben teilgenommen, darunter zahlreiche Hochschulen, Forschungsinstitute, Schulen und Organisationen aus Baden-Württemberg.

Ines Näther | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/messundprueftechnik/articles/125616/

Weitere Berichte zu: Goalias Sicherheitssensorik Torhüter

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Die Zukunft des Fliegens auf dem Prüfstand
25.04.2018 | Technische Universität München

nachricht CI-Maschine von EMAG ECM: Hocheffektive Lösung für das Entgraten von komplexen Bauteilen
12.04.2018 | EMAG GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Why we need erasable MRI scans

New technology could allow an MRI contrast agent to 'blink off,' helping doctors diagnose disease

Magnetic resonance imaging, or MRI, is a widely used medical tool for taking pictures of the insides of our body. One way to make MRI scans easier to read is...

Im Focus: Fraunhofer ISE und teamtechnik bringen leitfähiges Kleben für Siliciumsolarzellen zu Industriereife

Das Kleben der Zellverbinder von Hocheffizienz-Solarzellen im industriellen Maßstab ist laut dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und dem Anlagenhersteller teamtechnik marktreif. Als Ergebnis des gemeinsamen Forschungsprojekts »KleVer« ist die Klebetechnologie inzwischen so weit ausgereift, dass sie als alternative Verschaltungstechnologie zum weit verbreiteten Weichlöten angewendet werden kann. Durch die im Vergleich zum Löten wesentlich niedrigeren Prozesstemperaturen können vor allem temperatursensitive Hocheffizienzzellen schonend und materialsparend verschaltet werden.

Dabei ist der Durchsatz in der industriellen Produktion nur geringfügig niedriger als beim Verlöten der Zellen. Die Zuverlässigkeit der Klebeverbindung wurde...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Konferenz zur Marktentwicklung von Gigabitnetzen in Deutschland

26.04.2018 | Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

Fraunhofer eröffnet Community zur Entwicklung von Anwendungen und Technologien für die Industrie 4.0

23.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Der lange Irrweg der ADP Ribosylierung

26.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Belle II misst die ersten Teilchenkollisionen

26.04.2018 | Physik Astronomie

Anzeichen einer Psychose zeigen sich in den Hirnwindungen

26.04.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics