Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sichere Rechtsgrundlage für energetische Sanierung

17.02.2014
Um Wohngebäude energieeffizienter zu machen, müssen sich häufig viele Parteien auf einen Vertrag einigen: Mieter, eventuell mehrere Eigentümer – private oder Unternehmen – müssen sich auf Umbauten verständigen.

Ein interdisziplinäres Projekt an der Uni Kassel entwickelt Vorschläge, wie das Privatrecht eine sichere Grundlage für energetische Sanierung anbieten kann.

Für das Wohnen verbrauchen die Deutschen genauso viel Primärenergie wie in der Industrie und im Verkehr. Soll die Energiewende gelingen, muss auch hier der Energieverbrauch gesenkt werden. Oft ist es ein Hindernis, dass sich mehrere Privatpersonen und Unternehmen über Schritte zur Steigerung der Energieeffizienz einigen müssen, zumeist in Form eines Vertrages.

Deshalb entwickeln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen der Universität Kassel in dem Projekt „Energieeffizienter Wohnraum am Beispiel Kassel (EnWorKS)“ Vorschläge, wie das Privatrecht genutzt oder verbessert werden kann – Ziel ist, dass Mieter und Vermieter oder mehrere Eigentümer von selbst genutztem Wohnraum bereit und in der Lage sind, die technisch mögliche Energieeffizienzsteigerung in Gebäuden umzusetzen.

„Das geht natürlich nur, wenn das umwelt- und gesellschaftsverträglich erfolgt“, sagt Prof. Dr. Martina Deckert, Leiterin des Fachgebiets Bürgerliches Recht, Gesellschafts- und Wettbewerbsrecht an der Universität Kassel und Koordinatorin des Projektes.

Deshalb werden in dem Projekt mehrere Praxispartner wie die Stadtwerke Kassel, die WOHNSTADT Stadtentwicklungs- und Wohnungsbaugesellschaft Hessen mbH, Kassel, und die GRE Gesellschaft für rationelle Energieverwendung e.V., ebenfalls Kassel, eingebunden. Die Projektpartner aus Praxis und Wissenschaft entwickeln innovative Vorschläge, die technisch vorausschauend, ökonomisch effizient, politisch durchsetzbar, gesellschaftlich akzeptiert und juristisch praktikabel sind.

Im Projekt EnWorKS arbeiten das Fachgebiet Bürgerliches Recht, Gesellschafts- und Wettbewerbsrecht, das Fachgebiet Bauphysik und das Fachgebiet Grundlagen des Rechts, Privatrecht und Ökonomik des Zivilrechts der Universität Kassel zusammen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt mit über 792.000 Euro. Es ist im Oktober 2013 gestartet.

Kontakt:
Prof. Dr. Martina Deckert
Universität Kassel
FB 7 – Wirtschaftswissenschaften
Fachgebiet Bürgerliches Recht, Gesellschafts- und Wettbewerbsrecht
Tel.: 0561 804-3124
E-Mail: deckert@uni-kassel.de
Prof. Dr. Georg von Wangenheim
Universität Kassel
FB 7 - Wirtschaftswissenschaften
Fachgebiet Grundlagen des Rechts, Privatrecht und Ökonomik des Zivilrechts
Tel.: 0561 804-1946
E-Mail: g.wangenheim@uni-kassel.de
Prof. Dr.-Ing. Anton Maas
Universität Kassel
FB 6 – Architektur, Stadtplanung und Landschaftsplanung
Fachgebiet Bauphysik
Tel.: 0561 804-2414
E-Mail: maas@uni-kassel.de

Sebastian Mense | Universität Kassel
Weitere Informationen:
http://www.uni-kassel.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Neues Labor für die Aufbautechnik von ultradünnen Mikrosystemen
21.02.2017 | Hahn-Schickard

nachricht 36 Forschungsprojekte zu Big Data
21.02.2017 | Schweizerischer Nationalfonds SNF

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie