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Lasertechnologie prognostiziert Turbulenzen

08.08.2013
Messgerät stellt Schwankungen in der Luftdichte präzise fest

Ein laserbasiertes Messgerät soll es künftig durch die Analyse der Luftdichte ermöglichen, Turbulenzen während eines Fluges präzise zu prognostizieren. Die Technologie ist von Forschern des Instituts für Physik in der Atmosphäre des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt im Rahmen des europäischen Verbundprojekts "DELICAT" (Demonstration of LIDAR based Clear Air Turbulence detection) entwickelt worden.


Flugzeug: Turbulenzen via Laser berechenbar (Foto: pixelio.de/Petra Schmidt)

Gewicht von Bedeutung

"Forschungsansätze zur Vorherbestimmung von Turbulenzen können schon seit einigen Jahren beobachtet werden. Dennoch halte ich dieses Verfahren für innovativ und äußerst vielversprechend", kommentiert Luftfahrtexperte Kurt Hofmann http://hofmann-aviation.com im Gespräch mit pressetext. Dennoch bleibe die Umsetzung eines solchen Systems im regulären Linienflugverkehr sowie seine Zuverlässigkeit noch abzuwarten.

Zuerst muss ein LIDAR-Instrument (Light Detecting and Ranging) am Flieger montiert werden, welches kurzwellige UV-Laserstrahlen in die Flugrichtung sendet. "Hierbei ist das Gewicht eines solchen Messgerätes entscheidend, da eventuell zusätzlicher Treibstoff benötigt wird", erklärt der Experte. "Grundsätzlich glaube ich aber, dass diese Vorrichtung ohne gröbere Modifizierungen der Flugzeuge angebracht werden kann", so Hofmann.

Sicherheitsvorkehrungen bleiben

Aus dem gemessenen Rückstreu-Wert der Luftmoleküle, Sauerstoff und Stickstoff wird die Dichte der Luft bestimmt. Auftretende Schwankungen in der Luftdichte geben schließlich Aufschluss über bevorstehende Turbulenzen. "Obwohl eine derartige Analyse sicher sinnvoll ist, werden sich die Sicherheitsmaßnahmen dadurch im Wesentlichen nicht verändern", resümiert der Fachmann. Bis dato befindet sich DELICAT noch in einer Testphase.

Carolina Schmolmüller | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://dlr.de/ipa

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