Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IPRI-Forschungsprojekt zur Sicherung der Medikamentenversorgungskette gestartet

26.07.2011
Das International Performance Research Institute (IPRI) aus Stuttgart, die Technische Universität Berlin (Fachgebiet Finanzwissenschaft und Gesundheitsökonomie) und der Interdisziplinäre Forschungsschwerpunkt „Risiko und Nachhaltige Technikentwicklung“ (ZIRN) der Universität Stuttgart arbeiten seit dem 01.05.2011 gemeinsam mit Unternehmen der Pharmaindustrie am Forschungsprojekt „SafeMed - Systemgestaltung zur wirtschaftlichen Sicherung der Medikamentenversorgungskette“. Dieses ist gefördert vom BMBF und unter Trägerschaft der VDI Technologiezentrum GmbH.

Die Forschungspartner gehen in dem Projekt der Problemstellung nach, wie die Sicherheit der Medikamentenversorgungskette gegenüber Katastrophen, Unfällen aufgrund von technischem oder menschlichem Versagen oder kriminellen Handlungen weiter verbessert werden kann.

Die Medikamentenversorgungskette wird vom Arzneimittelhersteller über den Großhandel und die Logistikdienstleister bis zum Point of Sale / Point of Care (bspw. Krankenhaus) untersucht. Hierbei sollen zukünftige Bedrohungsszenarien, wie das Einschleusen gefährlicher Medikamente, Unfälle im Verpackungsprozess oder in der Kühlkette identifiziert und geeignete Sicherungsmaßnahmen entwickelt werden.

Als zentrale Projektziele werden angestrebt:

1. Die ganzheitliche Identifikation und Risikobewertung potenzieller Bedrohungsszenarien in der Distributions-Wertschöpfungskette der Pharmabranche.

2. Die Entwicklung systemgestalterischer und technischer Sicherungsmaßnahmen. Diese dienen zum einen der Prävention zukünftiger Bedrohungssituationen und zum anderen als Reaktionsmaßnahmen im Schadensfall. Dabei wird die Eignung von bisherigen und neu zu erarbeitenden technischen Lösungen und organisatorischen Maßnahmen analysiert.

3. Die betriebs- und volkswirtschaftliche Kosten-Nutzen-Bewertung von Sicherheitsrisiken und möglicher Schutzkonzepten.

4. Die Zusammenführung der drei vorherigen Ziele in einem vorstrukturierten, dialogorientierten und webbasierten IT-Tool. In diesem „Sicherheitsberater“ werden für einzelne Akteure der Warenkette die unternehmensspezifischen sowie die warenkettenübergreifenden Kosten und Nutzen von Sicherungsmaßnahmen betriebswirtschaftlich bzw. volkswirtschaftlich bewertet und die Ergebnisse übersichtlich dargestellt.

5. Die Erarbeitung von Kommunikationsstrategien, welche sowohl begleitende präventive Maßnahme als auch Reaktionsstrategie im Krisenfall sind.

Interessierte sind eingeladen, sich an den Studien oder am Projekt zu beteiligen und mit uns in den Dialog zu treten.

Ansprechpartner am IPRI ist Herr Aschenbrücker (aaschenbruecker@ipri-institute.com, 0711 620 3268 885).

Mischa Seiter | idw
Weitere Informationen:
http://www.ipri-institute.com/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Wie Coronaviren Zellen umprogrammieren
28.04.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

nachricht Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden
26.04.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie