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DFG fördert Forschung zu Soja-Isoflavonen

26.07.2011
1,2 Millionen Euro für interdisziplinäres Forschungsprojekt

Soja-Isoflavone sind als Nahrungsergänzungsmittel im Handel und werden mit positiven Effekten auf die Gesundheit beworben. Trotz intensiver Forschung in den letzten Jahren sind ihre Wirkungen bis heute jedoch unklar.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert nun vier eng aufeinander abgestimmte Forschungsvorhaben zu Soja-Isoflavonen mit insgesamt 1,2 Millionen Euro, um diese Wissenslücken zu schließen.

Ist es für die Wirkung der Isoflavone von Bedeutung, ob sie in einer frühen oder späten Lebensphase aufgenommen werden? Welche Rolle spielen dabei westliche Lebensgewohnheiten, wie etwa ein hoher Anteil an Fett im Essen? Treten die Isoflavone in Wechselwirkung mit den körpereigenen Östrogenen? Was ist bei der Übertragung von tierexperimentell gewonnenen Daten auf den Menschen zu beachten? Beeinflussen Isoflavone epigenetische Mechanismen wie die Methylierung der DNA und verändern dadurch die Genexpression?

Diese und andere Fragen werden die Wissenschaftler, die alle über langjährige Erfahrungen auf diesem Gebiet verfügen, in den kommenden drei Jahren untersuchen. Die beteiligten universitären und nicht-universitären Forschungseinrichtungen sind die Deutsche Sporthochschule Köln (Prof. Patrick Diel), die Technische Universität Dresden (Prof. Günter Vollmer), die Universität Würzburg (Prof. Leane Lehmann), das Deutsche Krebsforschungszentrum Heidelberg (Dr. Clarissa Gerhäuser und Prof. Christoph Plass) sowie das Max Rubner-Institut in Karlsruhe (Prof. Sabine Kulling zusammen mit Dr. Achim Bub und Prof. Bernhard Watzl).

Ihr interdisziplinäres und detailliert abgestimmtes Forschungskonzept ermöglicht es nun, die offenen Fragen aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln zu beleuchten, um so komplexe, bisher nicht beachtete Zusammenhänge verstehen zu können.

Die Senatskommission zur gesundheitlichen Beurteilung von Lebensmitteln (SKLM) der DFG verfolgt die Aktivität des Forschernetzwerkes mit großem Interesse und wird die Ergebnisse in ihre Beratungen einbeziehen.

Kontakt Gesamtprojekt:
Prof. Patrick Diel, Deutsche Sporthochschule Köln
Abt. molekulare und zelluläre Sportmedizin
Tel.: 0221 4982-5860
E-Mail: diel@dshs-koeln.de

Sabine Maas | idw
Weitere Informationen:
http://www.dshs-koeln.de

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