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Deutsche Forschungsgemeinschaft bewilligt neuen Sonderforschungsbereich

30.11.2001


Neuer Schwerpunkt führt Physik, Organische Chemie und Genetik zusammen

An der Universität Bielefeld hat sich ein neuer interdisziplinärer Forschungsschwerpunkt gebildet, in dem Experimental- und theoretische Physiker, Chemiker und Genetiker gemeinsam der Frage nachgehen, welche physikalischen Vorgänge zum Beispiel an biologischen Makromolekülen lebender Zellen ablaufen. Die Formierung dieses neuen, stark zukunftsorientierten und in Deutschland einmaligen Forschungsverbundes in Bielefeld belohnte jetzt die Deutsche Forschungsgemeinschaft mit der Bewilligung eines neuen Sonderforschungsbereiches unter dem Titel "Physik von Einzelmolekülprozessen und molekularer Erkennung in organischen Systemen". Die Universität Bielefeld und dieser Sonderforschungsbereich erhalten in den nächsten drei Jahren für die erste Förderperiode ab 1. Januar 2002 rund sechs Millionen Mark zusätzlich. Sonderforschungsbereiche haben in der Regel eine Laufzeit von zwölf Jahren. Sprecher dieses neuen Sonderforschungsbereichs ist der Experimentalphysiker Professor Ulrich Heinzmann.

Wissenschaftler aus den drei Fakultäten Biologie, Chemie und Physik der Universität Bielefeld bringen die modernsten experimentellen Präparations- und Analyseverfahren der Nanotechnologie, der Gentechnologie, der Biochemie, der organischen Chemie, der atomar auflösenden Mikroskopie sowie der zeitauflösenden Laserspektroskopie ein, um in Zusammenarbeit mit den Theoretikern, die zum Beispiel entsprechende Computersimulationen durchführen, die physikalischen Grundlagen und Abläufe beispielsweise der DNA-Protein- oder Protein-Protein-Wechselwirkungen in lebenden Zellen und in Modellsystemen am einzelnen Molekül zu studieren, zu verstehen und zu steuern. Die aus diesen Arbeiten der Grundlagenforschung zu erwartende Erkenntnis wird aber über diese Systeme hinaus wichtig sein für das gesamte Gebiet der Genetik, Chemie, Biophysik und Nanowissenschaften. In Bielefeld wendet sich jetzt auch die Physik der Erforschung der Grundlagen der Biowissenschaften auf der Ebene einzelner Moleküle zu. Diese neuen Forschungen werden sich auch in der Lehre in Form neuer Studiengänge und Ausbildungsschwerpunkte widerspiegeln.

Kontakt: Fakultät für Physik der Universität Bielefeld, Prof. Dr. Ulrich Heinzmann, Telefon 0521/106-5469, Dr. Markus Drescher, Telefon 0521/106-5470.

Dr. Gerhard Trott | idw

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