Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kompetenzzentrum für Stammzelltransplantation

02.10.2001


Deutsche Krebshilfe finanziert Neubau in Kiel

Kiel (ek) - Heute, am 2. Oktober 2001, vollzogen die Ministerpräsidentin des Landes Schleswig Holstein, Heide Simonis, und der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krebshilfe, Dr. Hans-Joachim Möhle, den Ersten Spatenstich für das Dr. Mildred-Scheel-Haus in Kiel. Es handelt sich dabei um ein Kompetenzzentrum für die Stammzelltransplantation bei krebskranken Menschen. Das Gebäude wird auch Forschungslabors für die Zell- und Gentherapie beherbergen. "Damit wird eine Versorgungslücke im Norden Deutschlands geschlossen", betonte Dr. Möhle in seiner Ansprache. Die Inbetriebnahme des Dr. Mildred-Scheel-Hauses ist für April 2003 geplant. Die Deutsche Krebshilfe finanziert den Bau mit 13,6 Millionen Mark; rund 4,5 Millionen Mark steuern das Land Schleswig-Holstein und der Bund bei.

Die Knochenmark- und Stammzelltransplantation bietet Krebspatienten eine echte Heilungschance. Gerade bei Blutkrebs (Leukämie) ist diese intensive Behandlung die Methode der Wahl. "In Schleswig-Holstein besteht auf diesem Feld noch großer Bedarf", betonte Ministerpräsidentin Simonis. "Bislang mussten die Patienten bis nach Hamburg reisen um sich behandeln zu lassen. Wir freuen uns, dass die Deutsche Krebshilfe die hiesige Universitätsklinik mit dem Bau des Dr. Mildred-Scheel-Hauses so großzügig unterstützt." Das Universitätsklinikum Kiel erhält damit ein modern ausgestattetes Zentrum für Stammzelltransplantation, Zell- und Gentherapie, das die Krankenversorgung auf hohem Niveau sichert und höchsten Ansprüchen an die Funktionalität gerecht wird. Synergie-Effekte aus Forschung und Lehre werden zum Wohle der Patienten genutzt und direkt in die Versorgung krebskranker Menschen umgesetzt.

"Schon seit vielen Jahren begleitet und fördert die Deutsche Krebshilfe die vorbildliche wissenschaftliche Entwicklung der hiesigen Universitätsklinik", berichtete Prof. Dr. Dr. h.c. Robert Fischer, Vorsitzender des Medizinischen Beirats und Vorstandsmitglied der Deutschen Krebshilfe. "Besonders überzeugte uns das Kompetenzzentrum auch deshalb, weil die Krankenkassen des Landes hinter dem Vorhaben stehen und die Folgefinanzierung zugesichert haben."

Das neue Gebäude ist als dreigeschossige Anlage konzipiert und wird im Garten der 1. Medizinischen Klinik auf dem Zentralgelände des Universitätsklinikums Kiel errichtet. Gestaltende Elemente sind die Erker der 15 Patientenzimmer sowie ein Vorbau in der Gebäudemitte, der die Vertikale betont. Entwurfs- und Ausführungsplanung wurden von der Gebäudemanagement Schleswig-Holstein (GMSH) erstellt. Das Dr. Mildred-Scheel-Haus in Kiel ist das neunte Zentrum für Knochenmark- und Stammzelltransplantation, das von der Deutschen Krebshilfe finanziert wird. Weitere Standorte sind Dresden, Halle, Hannover, Homburg/Saar, Jena, Münster, Nürnberg und Rostock. Insgesamt hat die Deutsche Krebshilfe über 75 Millionen Mark in den Auf- und Ausbau von Knochenmarktransplantations-Stationen investiert. Dadurch ist es gelungen, die Engpässe bei der Transplantation von Knochenmark- und Blutstammzellen bei krebskranken Menschen in Deutschland weitestgehend zu beheben.

Dr. med. Eva M. Kalbheim-Gapp | idw
Weitere Informationen:
http://www.krebshilfe.de/

Weitere Berichte zu: Knochenmark Stammzelltransplantation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Innovation: Optische Technologien verändern die Welt
01.12.2016 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht SeaArt-Projekt startet mit Feldversuchen an Nord- und Ostsee
18.11.2016 | Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Speicherdauer von Qubits für Quantencomputer weiter verbessert

09.12.2016 | Physik Astronomie