Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Geister-TÜV für Grusellocation

17.05.2005


Unterirdische Stadt wird geöffnet um die Existenz von Geistern zu untersuchen



Ein wissenschaftliches Experiment schickt Geisterjäger in den Untergrund Edinburghs um eine von Großbritanniens gefürchtetsten Geisterlocations zu untersuchen. Unter den Straßen von Edinburgh befindet sich Mary King`s Close, ein verworrenes System aus Straßen, das bereits vor 200 Jahren von der Außenwelt abgetrennt wurde. 200 Freiwillige sollen nun im Rahmen eines Forschungsprojekts unter der Leitung von Chief-Ghostbuster Richard Wiseman von der University of Hertfordshire die Geister aufspüren. Wiseman will beweisen, dass Geister nur in den Köpfen der Untersuchungsteilnehmer existieren. Das Geisterexperiment findet im Rahmen eines zehntägigen Geisterfestivals statt. Wiseman hofft erste Ergebnisse gegen Ende des Festivals am 22. Mai präsentieren zu können.

... mehr zu:
»GEIST »Grusellocation


Der Psychologe hat bereits zahlreiche Studien zum Thema durchgeführt und nimmt an, dass Menschen vor allem auf Umwelteinflüsse wie beispielsweise einen leichten Luftzug oder optische Faktoren wie geringe Lichtreize reagieren. Mary King`s Close ist ein Ort, der ideal für das Experiment geeignet ist, da bisherige Besucher berichteten, dass sie seltsame Erscheinungen hatten, Phantomfußspuren entdeckten, von schauderhaften Gefühlen heimgesucht wurden und Übelkeit verspürten. Darüber hinaus wird berichtet, dass ein Geist namens Annie - ein verspielter Kindergeist - an den T-Shirts der weiblichen Besucher gezupft hat. Die Grusellocation wurde im 17. Jahrhundert zugemauert und seit damals erst ein einziges Mal im Jahr 2003 wieder geöffnet.

In der aktuellen Versuchsanordnung werden die Freiwilligen gebeten in kleinen Gruppen durch die Straßen und Ruinen der alten Häuser zu gehen und alle ungewöhnlichen Erscheinungen zu berichten. Versteckte Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren werden plötzlich auftretende "Kältezonen" - die oft bei Spukorten erlebt werden - aufzeichnen, während weitere Instrumente magnetische Aktivitäten und Niederfrequenzwellen registrieren.

"Am meisten bin ich von der Idee interessiert, ob manche Räume mit einer bestimmten Persönlichkeit verbunden werden, die Stereotypen von Geistern entstehen lassen. Wir werden die Versuchsteilnehmer nicht nur fragen ob sie einen Geist gesehen haben, sondern auch welcher Art die Erscheinung war. Wir haben auch Phantombilder von Scheingeistern gemacht, von denen bereits berichtet wurde und die wir den Probanden in verschiedenen Räumen zeigen", erklärte Wiseman. Dadurch soll festgestellt werden in welchen Räumen die Geister von den Teilnehmern am häufigsten gesehen werden und ob diese Angaben mit bisherigen Berichten übereinstimmen. Wiseman vermutet, dass das Gefühl der Beklemmung und die Übelkeit vor allem durch den "Infrasound" der Niederfrequenzwellen des darüber liegenden Verkehrslärms verursacht werden.

Evelyn Lengauer | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.herts.ac.uk

Weitere Berichte zu: GEIST Grusellocation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht ROBOLAB generiert neue Forschungsansätze und Kooperationen
08.05.2017 | Hochschule Mainz

nachricht Wie Coronaviren Zellen umprogrammieren
28.04.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Strathclyde-led research develops world's highest gain high-power laser amplifier

The world's highest gain high power laser amplifier - by many orders of magnitude - has been developed in research led at the University of Strathclyde.

The researchers demonstrated the feasibility of using plasma to amplify short laser pulses of picojoule-level energy up to 100 millijoules, which is a 'gain'...

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

49. eucen-Konferenz zum Thema Lebenslanges Lernen an Universitäten

29.05.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz an der Schnittstelle von Literatur, Kultur und Wirtschaft

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligente Sensoren mit System

29.05.2017 | Messenachrichten

Geckos kommunizieren überraschend flexibel

29.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

1,5 Millionen Euro für vier neue „Innovative Training Networks” an der Universität Hamburg

29.05.2017 | Förderungen Preise