Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studie zum "Sick Building Syndrome" ist gerade erschienen

28.01.2004


"Tätigkeitsmerkmale und der Zustand der dort Arbeitenden beeinflussen in deutschen Bürogebäuden stärker das Wohlbefinden am Arbeitsplatz als raumklimatische Gegebenheiten", weiß PD Dr. Dr. Wolfgang Bischof. Der Leiter der Arbeitsgruppe Raumklimatologie der Universität Jena hat mit seinem Team am interdisziplinären Projekt "Positive und negative Wirkungen raumlufttechnischer Anlagen auf Befindlichkeit, Leistungsfähigkeit und Gesundheit", kurz "ProKlimA", mitgearbeitet. Darin wurden 14 große Bürogebäude in Deutschland detailliert untersucht und 4.596 Beschäftigte befragt. Die Ergebnisse dieser umfangreichen Feldstudie, an der insgesamt acht Institutionen aus den Bereichen Technik, Physik, Chemie, Mikrobiologie, Medizin, Soziologie, Psychologie und Arbeitswissenschaft beteiligt waren, sind jetzt in Buchform erschienen. Der Band "Expositionen und gesundheitliche Beeinträchtigungen in Bürogebäuden" wird vom Fraunhofer IRB Verlag herausgegeben.

... mehr zu:
»Befindlichkeit »Building »IRB »Syndrome

Für die auch als "Sick Building Syndrome" bezeichnete Beeinträchtigung der Befindlichkeit wurden bisher vor allem biologische, chemische und physikalische Innenraumfaktoren als wesentliche Ursachen gesehen. Typische Umwelteinflüsse des Innenraums wie Raumluftqualität und Raumklima zeigten jedoch in der untersuchten Stichprobe nur in sehr wenigen Einzelfällen messbare Effekte. Hingegen wiesen Charakteristika von Person und Tätigkeit, aber auch Einstellung und Erwartungen der Raumnutzer eine deutliche Beziehung zur spezifischen Symptomatik auf.

Rund 1.500 Arbeitsplätze wurden analysiert und die dort durchgeführten Tätigkeiten arbeitswissenschaftlich bewertet. Außerdem wurden nahezu 4.600 Beschäftigte befragt und in einer Teilstichprobe etwa 800 Personen klinisch untersucht. Als Resultat dieser sowie der physikalischen, chemischen, biologischen und ergonomischen Analysen entstand eine der weltweit größten Datensammlungen zum Problemkreis "Sick Building Syndrome". Im Buch ist eine Auswahl dieser Daten tabellarisch dargestellt und ermöglicht so dem Leser die Gewichtung eigener Messungen oder die Bewertung von Untersuchungen Dritter. Aus der übergreifenden Analyse relevanter Einflussgrößen auf die Befindlichkeit im Büro werden Risikofaktoren benannt und eingeschätzt. Die sich hieraus ergebenden Hinweise, z. B. zur optimalen Gestaltung des Arbeitsplatzes, lassen das Buch zu einer interessanten Lektüre für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen werden.


Kontakt:

PD Dr. Dr. Wolfgang Bischof
Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin
der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Arbeitsgruppe Raumklimatologie
Humboldtstraße 16, 07743 Jena
Tel.: 03641-934530, Fax: -934854
E-Mail: Wolfgang.Bischof@uni-jena.de

Das Buch kann beim Fraunhofer IRB Verlag, Postfach 800469, 70569 Stuttgart oder unter Tel.: 0711-9702-500, Fax: -508, E-Mail: irb@irb.fraunhofer.de

Axel Burchardt | idw
Weitere Informationen:
http://www.irb.fraunhofer.de
http://www.IRBbuch.de

Weitere Berichte zu: Befindlichkeit Building IRB Syndrome

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Speiseröhrenkrebs einfacher erkennen
06.03.2017 | Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

nachricht Neues Labor für die Aufbautechnik von ultradünnen Mikrosystemen
21.02.2017 | Hahn-Schickard

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit