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Kinder - unsere Zukunft ?

06.11.2000


Das Kölner Kinder Projekt CHILT - ein Projekt des Instituts für Kreislaufforschung und Sportmedizin sowie des Instituts für Individualsport der Deutschen Sporthochschule Köln

Die Herzkreislaufkrankheiten machen etwa 50% der Todesursachen in Deutschland aus - meist die Folge arteriosklerotischer Veränderungen. Die Wurzeln hierfür können schon im Kindesalter gelegt werden; bereits bei Kindern lässt sich Arteriosklerose, also Gefäßverkalkung, nachweisen. Aber auch andere Krankheitsbilder - motorische Defizite, Halteschäden mit Rückenbeschwerden und Übergewicht - nehmen auch schon in jungen Jahren immer mehr zu.
Viele dieser Zivilisationskrankheiten sind durch eine bewusste Lebensführung, bestehend aus gesunder Ernährung und körperlicher Bewegung, vermeidbar. Warum also nicht den Teufelskreis durchbrechen und die Probleme direkt bei der Entstehung - also im Kindesalter - anpacken? Genau hier setzt das Kölner Kinder Projekt CHILT (Children’s Health Interventional Trial), das unter der Schirmherrschaft von Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma steht, an.
An drei Grundschulen (Mülheim, Höhenberg und Frechen) wird bereits jetzt für einen Teil der Kinder seit Beginn der ersten Klasse eine zusätzliche Stunde Sport sowie eine Stunde Gesundheitsunterricht angeboten. Start für die nächste Phase ist das kommende Schuljahr, wo mindestens 10 Grundschulen im Raum Köln in das Projekt mit einbezogen werden sollen. Mithilfe von an der Deutschen Sporthochschule Köln entwickelten Materialien wird der Gesundheitsunterricht von den Lehrerinnen und Lehrern der Schulen durchgeführt. Die Pausen werden als aktive Pausen, sogenannte Bewegungspausen genutzt. Auf diese Art und Weise soll vielen Kindern die Tür zu einer gesunden Lebensweise geöffnet und Aggressionen abgebaut werden. Die erste Projekt-Vorstellung für Grundschullehrer findet am 9. November statt.
Weitere Infos bei Frau Dr. Christine Graf, Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule Köln, Tel. 0221.4982-527.

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Sabine Maas | idw

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