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Neue Medien gegen rechte Gewalt

30.10.2000


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»Toleranz
Dass das Internet nicht nur ein Tummelplatz der rechten Szene ist, sondern auch als Medium gegen Fremdenfeindlichkeit und für mehr Toleranz genutzt werden kann, beweist das Multimedia-Projekt "Netzwerk Politik/
Sozialwissenschaften" der Universität Münster. In Kooperation mit dem nordrhein-westfälischen Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung erstellten Privatdozent Dr. Wolfgang Sander und seine Mitarbeiter am Fachbereich Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften eine virtuelle Informations- und Diskussionsplattform für Lehrer und Lehramtsstudenten. Ziel ist es, die Möglichkeiten der Neuen Medien kompetent und konsequent für die politische Bildungsarbeit in Schule und Hochschule nutzbar zu machen.

Die didaktisch aufbereiteten Materialien stehen ab sofort unter der Adresse www.schule-fuer-toleranz.de kostenlos im Internet zur Verfügung. Eine komplette Unterrichtsreihe mit dem Titel "Tatort: Deutschland. Motiv: Fremdenhass", die von den Lehrern Mechthild Platte und Norbert Göttker-Platte zusammengestellt wurde, will Denkanstöße geben und unfangreiche Hilfestellung leisten. Daneben findet man vertiefende Hintergrundinformationen in Form von aktuellen Zeitungsartikel oder Parlamentsdebatten, die als Tondokumente im Original verfügbar sind. Lehrern werden konkrete Inhalte an die Hand gegeben, die bei Schülern demokratisches Engagement und Toleranz wecken sollen. Pädagogen erhalten die Möglichkeit, auf einem Expertenforum des Politik-Servers ihre Erfahrungen auszutauschen und ihr Praxiswissen zur Verfügung zu stellen.

Die Frage, warum das Projekt an die Universität Münster vergeben worden sei, beantwortet Sander mit dem Hinweis auf die langjährige Erfahrung, die man hier im Umgang mit den Neuen Medien habe. Schon vor zwei Jahren hatte der Dozent in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung eine CD-ROM mit eigenen Unterrichtsvorschlägen zum Thema Fremdenfeindlichkeit erstellt. Das Land unterstützt das Projekt, das die Neuen Medien ins Lehrer- und Klassenzimmer bringt, in diesem Jahr mit 140.000 Mark.

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Norbert Frie | idw

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