Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer goes Europe

04.09.2002


Fraunhofer Chalmers Research Centre for Industrial Mathematics in Göteborg wird eingeweiht.

Das schwedische Schwesterinstitut des Kaiserslauterer Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM wird am 4. September offiziell vom rheinland-pfälzischen Wissenschaftsminister Jürgen Zöllner und dem schwedischen Handelsminister Leif Pagrotsky eröffnet: das Fraunhofer Chalmers Research Centre for Industrial Mathematics in Göteborg.
Mit zehn Mitarbeitern ist das Fraunhofer Chalmers Research Centre for Industrial Mathematics FCC in Göteborg derzeit noch ein vergleichsweise kleines Institut. Doch bereits für die beiden kommenden Jahre ist geplant, das Personal zu verdoppeln. Möglich wird diese Vergrößerung durch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit mehreren schwedischen Industriepartnern, darunter so bekannte Unternehmen
wie ABB, Eriksson und Volvo. Noch wird das FCC von der Chalmers University und der Fraunhofer-Gesellschaft kräftig unterstützt.
Hervorgegangen ist das FCC aus dem "Institut för Tillämpad Matematik (ITM)", dem Institut für angewandte Mathematik am Fachbereich Mathematik der Chalmers Universität in Göteborg. Sein ehemaliger Leiter, Uno Nävert, führt nun auch das FCC in die Zukunft. Mit dieser personellen Kontinuität kommen die bereits aufgebauten Industriekontakte nun dem FCC zugute.
Der enge Kontakt der Institute erleichtert beiden den Zugang zum Markt des Partnerlandes. Dabei konkurrieren sie kaum, denn jedes Institut hat seine eigenen Forschungsschwerpunkte, wie der Leiter des ITWM, Prof. Dieter Prätzel-Wolters, deutlich macht: "Das ITWM hat Kompetenzen in den Bereichen Virtuelles Material- und
Produktdesign, Prozesssimulation, Finanzmathematik und Diagnosesysteme. Das FCC hingegen richtet seinen Fokus auf Biostatistik, Finite-Elemente-Methoden, Qualitätskontrolle für Kommunikationsnetzwerke und Analyse von Sensor- und Messsystemen."
Um das vorhandene Wissen auszutauschen und gemeinsam zu nutzen, ist ein reger Austausch von Wissenschaftlern vereinbart worden. Dieser wird schon praktiziert: Mehrere Projekte, zum Beispiel in den ITWM-Abteilungen
"Adaptive Systeme" und "Finanzmathematik", wurden
kooperativ bearbeitet. Seit der Gründung des FCC vor einem Jahr forscht ein ITWM-Mitarbeiter in Schweden.
"Während in der europäischen Forschungspolitik mit ihren großen integrierten Projekten meist die Vorstellung eines "Top-down-Europe" vorherrscht, wird mit der FCC-Gründung ein "Bottom-up-Europe" verwirklicht", betont Prof. Helmut Neunzert. Der ehemalige Leiter des ITWM startete vor einigen Jahren die Initiative, die angewandte Mathematik an den europäischen Hochschulen enger zu verknüpfen. "Durch das gemeinsame Arbeiten vor Ort und den Austausch von Wissenschaftlern und Know-how entsteht ein breites und solides europäisches Wissenschaftsnetzwerk."

Ilka Blauth | idw

Weitere Berichte zu: FCC Industrial Mathematik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Speiseröhrenkrebs einfacher erkennen
06.03.2017 | Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

nachricht Neues Labor für die Aufbautechnik von ultradünnen Mikrosystemen
21.02.2017 | Hahn-Schickard

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit