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Algorithmus erleichtert medizinische Forschung

03.06.2013
Computer-Programm findet Heilmittel für Krankheiten schneller

Ein komplexer Algorithmus schreibt Bücher autonom und soll künftig auch die medizinische und forensische Forschung revolutionieren. Entwickelt wurde er von Phil Parker von der Wharton School. Gemeinsam mit Wissenschaftlern der New York University http://nyu.edu versucht er komplexe genetische Strukturen zu dekodieren und Heilmittel für jegliche Krankheiten zu finden.

Das automatisierte Programm ahmt gesammelte Formeln nach und soll Forschern künftig Zeit bei bestimmten Forschungsprozessen wie der Datensammlung, den Befragungen und Schätzungen sparen. Mithilfe des Algorithmus können wissenschaftliche Neuentdeckungen schneller vorangetrieben werden.

Burnout lässt sich vermeiden

Laut Parker benötigt der Durchschnitts-Forscher 40 bis 50 Prozent seiner Zeit für das Durchlesen vorgehender Studien, was in der Folge zu Burnout und sogar lahmgelegten Studien führt. Der angepeilte Algorithmus soll sie diesbezüglich entlasten und den Fokus auf neue Erkenntnisse legen.

Der Algorithmus könnte in Bezug auf Krankheiten in der Welt der Flora behilflich sein. Er müsse dazu die richtige Methode finden - den Rest macht der Computer. "Derzeit gibt es 400.000 Pflanzen-Spezies und Sub-Spezies weltweit. Die Forschung und Landwirtschaft hat jedoch nur ein Prozent davon abgedeckt. Manche davon könnten jedoch sehr, sehr hilfreich sein", sagt er.

Nützlich für Prognosen

Die Ergebnisse, die gefunden werden, werden nun auf seiner Seite http://totoagriculture.org/TotoAgriculture.aspx veröffentlicht, die für eine Formel benötigt werden könnten. Wissenschaftler haben Parkers Algorithmus bereits für Chromosomenzahlen angewandt, wobei die Anzahl dieser bei Pflanzen-Spezies vorausgesagt werden konnten und diesen zudem einen Namen gegeben hat. Der Algorithmus sagt somit auch voraus, welche Bezeichnung die Menschen der neuen Spezies geben würden.

Jahrelang arbeitet Parker bereits mit Algorithmen, die ursprünglich für den Printbereich gedacht waren. Ein Buch kann somit beispielsweise innerhalb einiger Minuten ausgedruckt werden. Der Fokus liegt hierbei auf unbekannter Sachliteratur und Poesie. Sein Algorithmus findet, sammelt und stellt Inhalte schnell zusammen und soll in der Wissenschaft ähnlich funktionieren.

Andreea Iosa | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.wharton.upenn.edu

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