Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Zukunft ist das Internet der Dinge

05.07.2013
Das Web der Zukunft erhält eine neue Dimension. Ein Beispiel: Um an einer Universität optimal lernen zu können, benötigen viele Studenten einen Arbeitsraum mit Internetanschluss, Drucker, Zugang zu Fachbüchern, Berichten, Zeitschriften und Zugang zu Lerngruppen. Sowie vielleicht einen Kaffeeautomaten, um fit zu bleiben. Das sind viele Dinge, die bisher mühsam einzeln zusammengeführt werden müssen.

Deshalb entsteht »OpenIoT« (Open Source Internet of Things), auf Deutsch »das Internet der Dinge«.


Mit dieser App wird in Zukunft die Organisation des Lernalltags für die Studenten wesentlich vereinfacht. Fraunhofer IOSB

Im Rahmen eines Europäischen Förderprojektes beschäftigt sich das Fraunhofer IOSB mit diesem Thema. Das Ziel von OpenIoT ist die Entwicklung einer offenen und kostenlosen Infrastruktur, mit der nicht nur Menschen, sondern auch Objekte sich vernetzen können und untereinander kommunizieren.

Mit Hilfe des KIT-Campus-Guide Räume reservieren

Das Fraunhofer IOSB in Karlsruhe und das Karlsruher Institut für Technologie - das KIT - entwickeln zurzeit einen KIT-Campus-Guide. Dieser soll Studenten helfen, Lern- und Arbeitsräume und die benötigten Materialien schnell und einfach auf dem Campus zu finden.

Das KIT umfasst mehrere Standorte und ein weitläufiges Gelände. Die Vorlesungen und Übungen für die Studenten sind dabei fast über den gesamten Campus verteilt. In dem oftmals straffen Vorlesungsplan müssen die Studenten auch die Zeit und vor allem einen Platz zum Lernen einplanen.

Die neue App »KIT-Campus-Guide« erleichtert es den Studenten z. B. einen geeigneten, freien Raum zu finden. In der Suche kann man angeben, dass der Raum einen WLAN-Zugang und einen Drucker haben soll. Zum Lernen benötigte Übungsblätter können direkt auf diesen Drucker geschickt werden und stehen bei Erreichen des Raumes dort zur Verfügung.

Das Internet der Dinge kooperiert mit sozialen Netzen

Durch einen QR-Code auf Übungsblättern, können Studenten diesen einscannen und gelangen so direkt auf eine Diskussionsseite ihrer Lerngruppe. Dort können sie Fragen an ihre Lerngruppe posten, die von ihren Kommilitonen oder Fachbetreuern beantwortet werden.

Das spontane Zustandekommen einer Lerngruppe wird durch die Verbindung der sozialen Netze – wie zum Beispiel Facebook oder Google Plus – mit den Informationen über Orte, Räume und sonstige Lernmaterialien ergänzt. Wird eine Lernpause eingelegt, dann vermitteln Sensoren den Studenten die aktuelle Warteschlange vor der Mensa.

Das heute genutzte »Internet der Menschen«, mit seinen Social Networks, wird durch das »Internet der Dinge« erweitert. In dem Europäischen Forschungsvorhaben »OpenIoT« und dem KIT-Campus-Guide sollen Lösungen entwickelt und erprobt werden, die zeigen, wie dies einmal aussehen könnte. Der KIT-Campus-Guide unterstützt Kommunikation zwischen Menschen und ermöglicht Interaktionen mit und über ihre Umwelt.

Die »Cloud« ist der Schlüssel

Sie spielt eine entscheidende Rolle bezüglich der Datenmengen und auch der Verfügbarkeit eines Internets der Dinge. Der Zugriff auf die Daten muss sehr schnell, verlässlich und sicher sein. Dies und ein zuverlässiger Datenschutz müssen bei der Architektur gleich im grundlegenden Design berücksichtigt werden.

Das Internet der Dinge wird sicherlich ein integraler Bestandteil des Internets der Zukunft. Dabei werden effiziente Modelle für die Bereitstellung von IT-Diensten benötigt, die insbesondere eine Integration in Cloud-Umgebungen ermöglichen. Eine besondere Herausforderung entsteht im Bereich der Sicherheit und des Datenschutzes.

Neue Anwendungsmodelle werden durch OpenIoT möglich

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Untersuchung von Geschäftsmodellen für das Internet der Dinge. Mit den neuen Möglichkeiten von OpenIoT werden auch neue Anwendungsmodelle möglich. Wie sich dabei die Akteure und deren Dienstebeziehungen ändern werden, ist Gegenstand der Untersuchung.

Weitere Informationen:

http://www.iosb.fraunhofer.de/servlet/is/38426/
http://www.youtube.com/watch?v=M6oHYujen_w&feature=player_embedded
http://www.openiot.eu/

Sibylle Wirth | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.iosb.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Sicheres Bezahlen ohne Datenspur
17.10.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Saarbrücker Forscher erstellen digitale Objekte aus unvollständigen 3-D-Daten
12.10.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie

Pflanzen gegen Staunässe schützen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Trends der Umweltbranche auf der Spur

17.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz