Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verbesserter Datenschutz für soziale Netzwerke

27.09.2010
In Netzwerken wie Facebook können sich die Nutzer über ihre Interessen austauschen und alte und neue Freunde finden, bei Bedarf zu jeder Zeit und von fast überall.

Mit erweiterten technischen Möglichkeiten werden auch mehr persönliche Informationen verarbeitet und ausgetauscht, was zunehmend die Frage nach der Kontrolle des Einzelnen über seine persönlichen Informationen aufwirft. Diese Frage steht im Mittelpunkt des europäischen Forschungsprojektes PICOS, das seit 2008 an ganzheitlichen Konzepten zum besseren Schutz der Privatsphäre in Sozialen Netzwerken arbeitet und jetzt die zweite Handy-Anwendung für mobile Communities fertiggestellt hat.

Koordiniert wird das Projekt PICOS („Privacy and Identity Management for Community Services“), an dem insgesamt elf europäische Partner aus Wissenschaft und Praxis beteiligt sind, von Prof. Dr. Kai Rannenberg und einem vierköpfigen Team der T-Mobile Stiftungsprofessur für Mobile Business & Multilateral Security an der Goethe-Universität Frankfurt. Erstmalig öffentlich präsentieren werden die PICOS-Wissenschaftler neue Handyanwendung auf der ICT 2010 Konferenz, die vom 27. bis 29. September in Brüssel stattfindet. PICOS wurde als eines jener wenigen Forschungsprojekte ausgewählt, die sich mit einem eigenen Messe-Stand auf der von der Europäischen Union veranstalteten Konferenz präsentieren dürfen. Die Besucher werden dort die Chance haben, die PICOS Anwendung live zu testen und so einen Vorgeschmack darauf zu bekommen, wie datenschutzfreundliche Soziale Netzwerke in Zukunft aussehen können.

Nachdem zunächst Hobby-Angler als mobile Community im Mittelpunkt des PICOS-Projekts standen, liegt der Fokus nun auf Online-Spielern. Sie messen sich zu Millionen mit Spielern aus der ganzen Welt in den virtuellen Welten von Strategiespielen wie „Travian“ oder dem Rollenspiel „World of Warcraft“. Doch die virtuellen Bekanntschaften mit anderen, die so beim Spielen entstehen, werden auch darüber hinaus und nicht selten auch in der realen Welt weiter gepflegt. Dafür nutzen Spieler auch Soziale Netzwerke, zu Hause oder von unterwegs über das Handy und haben ebenso wie viele andere Nutzergruppen spezifische Anforderungen, was ihre Privatsphäre betrifft.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, haben die Wissenschaftler in PICOS nun eine neue Handy-Anwendung entwickelt. Sie ermöglicht es den Online-Spielern, sich über das aktuelle Spielgeschehen auszutauschen oder neue Strategien zu diskutieren und integriert dabei von PICOS entwickelte Konzepte zur Verbesserung von Privatsphäre und Datenschutz. Dazu gehören neue Konzepte wie der „Shared Desk“ eine Art digitaler Schreibtisch, auf dem Spieler Nachrichten für ihre Teamkameraden hinterlassen können, ohne, dass jeder diese lesen kann. Andere Konzepte wurden auf Basis der ersten Tests mit Endnutzern verbessert und erweitert und werden nun im Kontext der Online-Spieler angewendet. Etwa der „Privacy Advisor“, der den Spielern beratend zur Seite steht, wenn es um die n Preisgabe persönlicher Informationen geht.

Informationen: Prof. Dr. Kai Rannenberg und Christian Kahl, T-Mobile Stiftungsprofessur für Mobile Business & Multilateral Security, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, Campus Westend, Tel: (069) 798- 34701 oder -34706, contact@picos-project.eu; www.picos-project.eu; www.twitter.com/picos_project,
Informationen zur ICT:
www.picos-project.eu/ICT-2010.ict10.0.html
ec.europa.eu/information_society/events/ict/2010/index_en.htm

Ulrike Jaspers | idw
Weitere Informationen:
http://www.picos-project.eu/ICT-2010.ict10.0.html
http://ec.europa.eu/information_society/events/ict/2010/index_en.htm
http://www.picos-project.eu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder
19.01.2018 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

nachricht Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab
18.01.2018 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vollmond-Dreierlei am 31. Januar 2018

Am 31. Januar 2018 fallen zum ersten Mal seit dem 30. Dezember 1982 "Supermond" (ein Vollmond in Erdnähe), "Blutmond" (eine totale Mondfinsternis) und "Blue Moon" (ein zweiter Vollmond im Kalendermonat) zusammen - Beobachter im deutschen Sprachraum verpassen allerdings die sichtbaren Phasen der Mondfinsternis.

Nach den letzten drei Vollmonden am 4. November 2017, 3. Dezember 2017 und 2. Januar 2018 ist auch der bevorstehende Vollmond am 31. Januar 2018 ein...

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungen

Transferkonferenz Digitalisierung und Innovation

22.01.2018 | Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
Weitere B2B-VideoLinks
Aktuelle Beiträge

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Forschungsteam schafft neue Möglichkeiten für Medizin und Materialwissenschaft

22.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

Ein Haus mit zwei Gesichtern

22.01.2018 | Architektur Bauwesen