Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sneak Preview auf das 5G-Mobilfunknetz: 5G Berlin gibt Einblicke in die Netzwelt von morgen

25.03.2015

5G, das Mobilfunknetz der fünften Generation, nimmt eine Schlüsselstellung für die Kommunikationswelt der Zukunft ein. Autonomes Fahren, Industrie 4.0, Internet der Dinge – all diese visionären Zukunftsthemen erfordern einen Quantensprung an Effizienz, Leistungsumfang und Verfügbarkeit der mobilen Kommunikationsnetze. Mit ihrem umfassenden Know-how tragen Fraunhofer FOKUS und Fraunhofer HHI in einem Zusammenschluss mit Herstellern, Netzbetreibern und Forschungseinrichtungen dazu bei, die kommunikationstechnische Infrastruktur für 5G frühzeitig prototypisch zu realisieren und im Rahmen des Testbeds 5G Berlin erfahrbar zu machen.

5G, das Mobilfunknetz der fünften Generation, nimmt eine Schlüsselstellung für die Kommunikationswelt der Zukunft ein. Autonomes Fahren, Industrie 4.0, Internet der Dinge, das taktile Internet zur drahtlosen Objektsteuerung in Echtzeit – all diese visionären Zukunftsthemen erfordern einen Quantensprung an Effizienz, Leistungsumfang und Verfügbarkeit der mobilen Kommunikationsnetze.

Die Telekommunikationsindustrie plant, ab 2020 erste 5G-fähige Netze einsetzen zu können. Mit ihrem umfassenden Know-how tragen Fraunhofer FOKUS und Fraunhofer HHI in einem Zusammenschluss mit Herstellern, Netzbetreibern und Forschungseinrichtungen dazu bei, die kommunikationstechnische Infrastruktur für 5G frühzeitig prototypisch zu realisieren und im Rahmen des Testbeds 5G Berlin erfahrbar zu machen.

Die Fraunhofer-Institute FOKUS und HHI werden ihre langjährige Expertise in der Entwicklung und Realisierung von Testplattformen, Funk-, Glasfaser- und Kernnetztechnologien, Future Internet und cloudbasierten Diensteplattformen sowie Software Defined Radio und Networks in Aufbau und Betrieb von 5G Berlin einbringen.

„Bei uns kann man die 5G-Welt von morgen heute schon anfassen“, erklärt Prof. Thomas Magedanz, Leiter des Kompetenzzentrums Next Generation Networks (NGNI). „Auch wenn derzeit oft von revolutionären Umwälzungen gesprochen wird – der neue 5G-Standard kommt evolutionär.“

Neue drahtlose Schnittstellen werden im Vergleich zu heutigen 4G/ LTE Standards eine kontinuierliche Erhöhung der nutzbaren Datenrate des Funkkanals ermögli-chen. Die angestrebte, bahnbrechende Steigerung um den Faktor 1.000 bis 10.000 erfordert es, Funktechnik, Netzwerktechnik und Dienste gemeinsam weiterzuentwickeln und die Frequenzregulierung weltweit anzupassen und zu harmonisieren. Softwarebasierte Ansätze für Funk- und Netztechnik machen 5G zu einer kostengünstigen flexiblen und lernfähigen Technologie.

Als konsequente Weiterführung der bisherigen Mobilkommunikation wird das 5G-Netz aus Evolution und Integration unterschiedlicher Technologien entstehen. Vier Charakteristika sind dabei entscheidend für den Erfolg:

- Integration – Bestehende breitbandige mobile und feste Zugangsnetze sind nahtlos in das hocheffiziente 5G-Kernnetz (5G Packet Core) integrier-bar – dazu zählen beispielsweise WiFi, LTE, Satellitennetze und DSL.

- Flexibilität – Software-basierte Technologien wie SDR (Software Defined Radio), SDN (Software Defined Networking) und NFV (Network Function Virtualisization) schaffen programmierbare Signalverarbeitungs- und Netz-werkplattformen und erlauben es, Netzinfrastrukturen mit kostengünstiger Standard-Hardware cloudbasiert aufzubauen. Die Netze können neuen Anforderungen dynamisch angepasst werden; Vorlaufzeiten zur Einführung neuer Dienste verkürzen sich drastisch.

- Vielseitigkeit – 5G ermöglicht vielseitige Luftschnittstellen-Ausprägungen und Dienstplattformen, deren Kapazität und Übertragungsgeschwindigkeit je nach Bedarf anwendungsoptimiert und dynamisch angepasst werden können. Neben Sprach- und Multimedia-Anwendungen werden insbeson-dere Anwendungen für Maschine-zu-Maschine-Kommunikation (M2M), In-ternet der Dinge (IoT) und Industrie 4.0 zu wirtschaftlichen Triebfedern.

- Innovation – Technologische Innovationen werden Probleme heutiger Netze lösen, die bei hoher Nutzeranzahl und vielen unterschiedlichen Nutzern ungenügend skalieren und zu gegenseitigen Beeinträchtigungen und Störungen führen. Auch lassen sich neue, innovative Businessmodelle mit 5G schnell und effizient umsetzen. Vor allem für die Ansprüche virtueller Netzbetreiber (z. B. Verkehrs- und Energiemanagement) spielt das eine entscheidende Rolle.

„Mit unserer offenen Plattform 5G Berlin bieten wir einen attraktiven Rahmen, um gemeinsam mit Forschungspartnern aus Industrie und Hochschulen innovative 5G-Technologiekomponenten und Kommunikationsmechanismen in relevanten Anwendungsszenarien realer Funk- und Kernnetzwerke zu testen. Im Rahmen von Horizon 2020 5G Infrastructure Public Private Partnership wird 5G Berlin ein integ-raler Bestandteil der europäischen 5G Forschungsaktivitäten werden“, sagt Dr.-Ing. Thomas Haustein, Abteilungsleiter Wireless Communications and Networks.

Seit über 25 Jahren sind Fraunhofer FOKUS und Fraunhofer HHI Pioniere und unabhängige Kooperationspartner bei der Erprobung innovativer Übertragungstechnik, konvergenter Netztechnologien und Dienstplattformen. Gemeinsam mit internationalen Herstellern, Netzbetreibern und Integratoren entwickeln die Wissenschaftler bei FOKUS und HHI Hardware- und Software-Prototypen, Software-Werkzeuge und Technologie-Testbeds, um aufkommende Standards zu validieren und zu erweitern.

„Mit seinen OpenXXX Werkzeugen und offenen Testbed-Umgebungen hat Fraun-hofer FOKUS in den letzten 10 Jahren weltweit maßgeblich die Erprobung und Einführung von Next Generation Networks (OpenIMS) und LTE-Kernnetzen (OpenEPC) unterstützt“, sagt Prof. Thomas Magedanz. „Die Funktionsweise von 5G können wir mit unseren modularen OpenXXX-Werkzeugen und dem FUSECO Playground schon heute simulieren. Unseren Kunden und Partner können lange vor dem kommerziellen Einsatz ihre Produkte erproben und testen, ob sie innerhalb einer 5G-Umgebung reibungslos mit anderen Komponenten zusammenarbeiten.“

Weitere Informationen zu 5G Berlin:

http://5g-berlin.de/

Anne Rommel | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik Heinrich-Hertz-Institut
Weitere Informationen:
http://www.hhi.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Neues Sensorsystem sorgt für sichere Ernte
23.10.2017 | Universität Bielefeld

nachricht IT-Sicherheitslücken – Gefahr für die Produktionstechnik
23.10.2017 | Technische Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Salmonellen als Medikament gegen Tumore

HZI-Forscher entwickeln Bakterienstamm, der in der Krebstherapie eingesetzt werden kann

Salmonellen sind gefährliche Krankheitserreger, die über verdorbene Lebensmittel in den Körper gelangen und schwere Infektionen verursachen können. Jedoch ist...

Im Focus: Salmonella as a tumour medication

HZI researchers developed a bacterial strain that can be used in cancer therapy

Salmonellae are dangerous pathogens that enter the body via contaminated food and can cause severe infections. But these bacteria are also known to target...

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Konferenz IT-Security Community Xchange (IT-SECX) am 10. November 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Luftfracht

23.10.2017 | Veranstaltungen

Ehrung des Autors Herbert W. Franke mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Magma sucht sich nach Flankenkollaps neue Wege

23.10.2017 | Geowissenschaften

Neues Sensorsystem sorgt für sichere Ernte

23.10.2017 | Informationstechnologie

Salmonellen als Medikament gegen Tumore

23.10.2017 | Biowissenschaften Chemie