Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

„Scrum“-Einsatz für verteilte Teams

28.03.2011
Nürnberger Masterstudenten zeigen Open Source Tool, mit dem Softwareentwickler weltweit professioneller arbeiten

Im Rahmen einer Projektpräsentation haben Studenten des Masterstudiengangs „Software Engineering und Informationstechnik“ an der Nürnberger Georg-Simon-Ohm-Hochschule eine innovative Open Source Anwendung für die effiziente Softwareentwicklung vorgestellt. Mit diesem Tool können Entwickler, die an verschiedenen Orten arbeiten, Software professioneller gestalten und flexibler auf Kundenwünsche reagieren.

Entwickelt worden ist „Scrumble“ von Studenten des Nürnberger Masterstudiengangs „Software Engineering und Informationstechnik“, den die Nürnberger Georg-Simon-Ohm-Hochschule in Kooperation mit dem Weiterbildungsspezialisten Verbund IQ anbietet. Das Programm steht als Web-Anwendung zur Verfügung und ist daher weltweit sofort einsetzbar. „Bei der Softwareentwicklung ist die örtliche Distanz oft das größte Problem“, kommentiert Jürgen Andert, Auftraggeber des „Scrumble“-Projekts an der Nürnberger Georg-Simon-Ohm-Hochschule, die Entwicklung des Software-Tools.

Vor allem, so Andert, wenn die Entwickler die sogenannte „Scrum“-Methode einsetzen. Dabei handelt es sich um eine hocheffiziente agile Projektmana-gement-Methode zur Professionalisierung der Softwareentwicklung, bei der das Entwicklerteam seine Arbeit in Eigenregie organisiert. Auf diese Weise kann das Team flexibel auf Änderungswünsche eines Kunden reagieren und der Kunde ist zufriedener, weil er regelmäßig Teilergebnisse sieht.

Arbeitet das Entwicklerteam jedoch an verschiedenen Orten, wie meist üblich, ist der Einsatz von „Scrum“ in Frage gestellt, weil die für „Scrum“ typischen Arbeitstechniken (z.B. Pinnwand mit Kärtchen, persönliche Kurzbesprechungen etc.) nicht anwendbar sind.

Mit „Scrumble“ allerdings können räumlich verteilte Entwicklerteams trotzdem nach der „Scrum“-Methode arbeiten und sich bei höchstmöglicher Effizienz entsprechend organisieren. Die Funktionsweise und Vorteile des Softwaretools haben dessen Entwickler – ein Projektteam des Masterstudiengangs „Software Engineering und Informationstechnik“ – nun der Öffentlichkeit präsentiert.

„Scrumble“ funktioniert im Prinzip wie eine Pinnwand. Verschiedene Such-, Filter- und Zoom-Funktionen erleichtern dabei die Übersicht. Die Mitglieder des Entwicklerteams können so z.B. den Aufwand für eine Aufgabe einschätzen, die anstehenden Aufgaben priorisieren und zuordnen und den jeweiligen Status der Bearbeitung dokumentieren. Eine Grafik zeigt an, inwieweit die erbrachten Leistungen des Teams der Planung entsprechen. Auf diese Weise kann das Entwicklerteam schnell auf Unerwartetes reagieren.

„Mit ‚Scrum‘ lässt sich Software effizienter gestalten“, sagt Christian Haunsberger, einer der Mitglieder des „Scrumble“-Projektteams. Andererseits, so der 27-jährige Anwendungsentwickler, seien Transparenz und Kommunikation im Projektgeschäft unerlässlich. „Momentan gibt es auf dem Markt kein vergleichbares Tool, das die Verwaltung und Transparenz eines ‚Scrum‘-Projektes für verteilte Teams in dieser Qualität bietet“, sagte Haunsberger, der im Rahmen des Projekts u.a. als Schnittstelle zwischen Team und Auftraggeber fungierte.

Auch Holger Oettl, ebenfalls Mitglied des „Scrumble“-Projektteams, betonte während der Projektpräsentation die guten Marktchancen von „Scrumble“ wegen seiner intuitiven Bedienerführung und der zunehmenden Popularität der „Scrum“-Methode. Denn „Fehler in der Anforderung eines Softwareprojekts können frühzeitig erkannt werden“, sagt der Developer. Dies schmerze zwar zuweilen, allerdings schaffe es auch die Voraussetzung für Motivation und Vertrauen im Team.

Astrid Maul | idw
Weitere Informationen:
http://www.ohm-hochschule.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Weltrekord: Jülicher Forscher simulieren Quantencomputer mit 46 Qubits
15.12.2017 | Forschungszentrum Jülich GmbH

nachricht Neues Epidemie-Management-System bekämpft Affenpocken-Ausbruch in Nigeria
15.12.2017 | Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunsystem - Blutplättchen können mehr als bislang bekannt

LMU-Mediziner zeigen eine wichtige Funktion von Blutplättchen auf: Sie bewegen sich aktiv und interagieren mit Erregern.

Die aktive Rolle von Blutplättchen bei der Immunabwehr wurde bislang unterschätzt: Sie übernehmen mehr Funktionen als bekannt war. Das zeigt eine Studie von...

Im Focus: First-of-its-kind chemical oscillator offers new level of molecular control

DNA molecules that follow specific instructions could offer more precise molecular control of synthetic chemical systems, a discovery that opens the door for engineers to create molecular machines with new and complex behaviors.

Researchers have created chemical amplifiers and a chemical oscillator using a systematic method that has the potential to embed sophisticated circuit...

Im Focus: Nanostrukturen steuern Wärmetransport: Bayreuther Forscher entdecken Verfahren zur Wärmeregulierung

Der Forschergruppe von Prof. Dr. Markus Retsch an der Universität Bayreuth ist es erstmals gelungen, die von der Temperatur abhängige Wärmeleitfähigkeit mit Hilfe von polymeren Materialien präzise zu steuern. In der Zeitschrift Science Advances werden diese fortschrittlichen, zunächst für Laboruntersuchungen hergestellten Funktionsmaterialien beschrieben. Die hiermit gewonnenen Erkenntnisse sind von großer Relevanz für die Entwicklung neuer Konzepte zur Wärmedämmung.

Von Schmetterlingsflügeln zu neuen Funktionsmaterialien

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Call for Contributions: Tagung „Lehren und Lernen mit digitalen Medien“

15.12.2017 | Veranstaltungen

Die Stadt der Zukunft nachhaltig(er) gestalten: inter 3 stellt Projekte auf Konferenz vor

15.12.2017 | Veranstaltungen

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltrekord: Jülicher Forscher simulieren Quantencomputer mit 46 Qubits

15.12.2017 | Informationstechnologie

Wackelpudding mit Gedächtnis – Verlaufsvorhersage für handelsübliche Lacke

15.12.2017 | Verfahrenstechnologie

Forscher vereinfachen Installation und Programmierung von Robotersystemen

15.12.2017 | Energie und Elektrotechnik