Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Prozesse verbessern, Bürokratiekosten senken

01.07.2009
Ineffiziente Prozessketten verursachen hohe Bürokratiekosten. In einer Machbarkeitsstudie zeigen drei Fraunhofer-Institute anhand eines "Prozesskettenbrowsers" Möglichkeiten auf, wie die Prozesse zwischen Wirtschaft und Verwaltung optimiert und dadurch Kosten gespart werden können.

Wenn die eine Hand nicht weiß, was die andere tut, entstehen Informationslücken, Missverständnisse und Doppelarbeit. Bezogen auf Geschäftsprozesse entstehen unnötige Kosten.

Die Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Verwaltung war bisher eine Art "Blackbox": Jede Seite kannte zwar ihren eigenen Bereich der sie verbindenden "Datensteckdose", aber was sich auf der jeweils anderen Seite abspielt, war weitgehend unbekannt.

Um hier Transparenz zu schaffen und die Potenziale in Bezug auf Effizienz und Kosten sichtbar zu machen, hat das Fraunhofer IAO in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST, dem Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT, der Commerzbank AG, der GAD eG und der Universität Tübingen die Prozessketten zwischen Finanzdienstleistern (FDL) und Verwaltungen systematisch analysiert und evaluiert. Die Ergebnisse sind in der Machbarkeitsstudie "Entwicklung von Prozessketten zwischen Wirtschaft und Verwaltung: Finanzdienstleistungen" veröffentlicht.

Die Studie ist eine von drei Machbarkeitsstudien zu Prozessketten (PRK) zwischen Wirtschaft und Verwaltung, die das Bundesministerium des Inneren (BMI) in Auftrag gegeben hat. Zusammen mit zwei weiteren Studien zu den Bereichen "Umwelt" und "Informations- und Meldepflichten von Arbeitgebern" wurde die Publikation im Rahmen des 10. Kongresses "Neue Verwaltung" am 5. und 6. Mai 2009 auf der Messe Leipzig veröffentlicht und präsentiert.

Mit dem Ziel, Bürokratie abzubauen und Verwaltungen zu modernisieren, hat das Fraunhofer IAO darüber hinaus einen open-source-basierten Prozesskettenbrowser entworfen, anhand dessen man Prozessketten identifizieren, analysieren und neu gestalten kann. Die interaktive Prozesslandkarte der Branche Finanzdienstleistung (FDL) zeigt als Bestandsaufnahme in Deutschland dreierlei: 61 Prozent der 154 existierenden Prozessketten sind papiergebundene Prozessketten der Generation 1 (Papierformulare, Gelbe Post, Kurierdienste), 17,5 Prozent sind IT-anwendungsorientierte Prozessketten der Generation 2 (unterschiedliche Formate, Medien, Netze) und nur 21,4 Prozent sind innovative infrastrukturorientierte Generation 3-Prozessketten, mit ganzheitlich umgesetzten Geschäftsprozessen, Hochleistungsportal-Funktionalitäten des Web 2.0, orts-, zeit- und situationsabhängigem Informations-Push, föderativem Identitätsmanagement etc. Anhand der in der Machbarkeitsstudie geschilderten Vorgehensweise und deren Werkzeuge können bestehende Prozessketten systematisch optimiert werden.

Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen:
Norbert Fröschle und Claus-Peter Praeg
Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart
Telefon +49 711 970-2237, -2125; Fax +49 711 970-2299
norbert.froeschle@iao.fraunhofer.de; claus-peter.praeg@iao.fraunhofer.de

Claudia Garád | idw
Weitere Informationen:
http://www.egov-zentrum.fraunhofer.de
http://www.prozesskettenbrowser.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb
27.06.2017 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

nachricht Überschwemmungen genau in den Blick nehmen
27.06.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive