Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Plattner stellt bahnbrechendes In-Memory Data Management vor

28.02.2011
Die Nutzung der Informationstechnologie hat die Welt in den vergangenen 50 Jahren vollständig verändert.

Jetzt stehen wir wieder an einem neuen Wendepunkt: Das soeben erschienene Buch von Prof. Hasso Plattner, Mitgründer des Softwarekonzerns SAP, und Dr. Alexander Zeier zeigt erstmals, wie künftig In-Memory-Technologie sehr große Mengen an Daten in Echtzeit verarbeiten kann und dadurch Geschäftsprozesse und die Art der Unternehmensführung radikal verändern wird.

Die In-Memory Technologie ist ein Ergebnis der High-Tech-Forschung des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) und der SAP AG, die im Zusammenspiel mit aktuellen Hardware-Entwicklungen grundlegende Innovationen für Wirtschaft und IT Industrie möglich macht.

Aus Gründen einer begrenzten Leistungskapazität werden Unternehmensdaten derzeit auf unterschiedliche Datenbanken aufgeteilt. Analytische Daten residieren in so genannten Data- oder Business-Warehouses. Sie werden regelmäßig mit denen im Transaktionssystem (ERP-System) synchronisiert. Diese Trennung macht eine Echtzeit-Auswertung aktueller Daten unmöglich. Mehrkernprozessoren, riesige Hauptspeicher und Cloud Computing schaffen nun die Grundlage dafür, dass sich Unternehmen von dem bisherigen restriktiven Modell abwenden können. Erstmalig und umfassend zeigt das Fachbuch In-Memory Data Management - An Inflection Point for Enterprise Applications, wie eine neue Datenbank-Technologie Top-Managern und Anwendern in Unternehmen durch schnelle und flexible Analysen in „echter Echtzeit“ geschäftskritische Entscheidungsfindungen erleichtert und Geschäftsprozesse aktuell um bis zu einem Faktor 1000 beschleunigt. Es ist in englischer Sprache im Springer-Wissenschaftsverlag erschienen.

In dem Buch von Plattner, der SAP-Aufsichtsratsvorsitzender ist und als Professor zusammen mit Dr. Alexander Zeier das HPI-Fachgebiet „Enterprise Platform and Integration Concepts“ leitet, werden die Techniken beschrieben, die blitzschnelle analytische und transaktionale Verarbeitung ermöglichen und somit der Geschäftsführung neue Wege eröffnen. Das Buch beschreibt sowohl Konzepte, wie die „SanssouciDB“ genannte Datenbanklösung über mehrere Server verteilt werden kann, als auch, wie sie auf einem einzigen Höchstleistungsrechner zu betreiben ist. Auch die Nutzung von SanssouciDB im Cloud Computing wird beschrieben.

Weltweit führende Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft sehen in der In-Memory Technologie einen Meilenstein für die Nutzung großer IT-Systeme. Sie ist die Schlüsseltechnologie für eine neue Epoche der Unternehmensführung, in der Manager ihre Entscheidungen auf Echtzeitanalysen komplexer Geschäftsdaten stützen können. Verfasst von den Erfindern Plattner und Zeier, stellt das Buch In-Memory Data Management erstmals vollständig im Zusammenhang dar.

Das Buch richtet sich an Studenten, IT-Experten und –Manager, ist aber auch für Führungskräfte gedacht, die durch In-Memory-Technologie vorhandene Geschäftsprozesse verbessern und neue Anwendungsfelder erschließen wollen.

Plattner, Hasso, Zeier, Alexander
In-Memory Data Management
An Inflection Point for Enterprise Applications,
2011, 254 S.,115 Abb., Hardcover
Euro 39,95; $ 59,95; CHF 57,50 ISBN: 978-3-642-19362-0

Hans-Joachim Allgaier | idw
Weitere Informationen:
http://www.hpi.uni-potsdam.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Volle Konzentration am Steuer
25.11.2016 | Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

nachricht Warum Reibung von der Zahl der Schichten abhängt
24.11.2016 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weiterbildung zu statistischen Methoden in der Versuchsplanung und -auswertung

06.12.2016 | Seminare Workshops

Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen

06.12.2016 | Förderungen Preise

Innovationen für eine nachhaltige Forstwirtschaft

06.12.2016 | Agrar- Forstwissenschaften