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Open Source Content Decryption Modul ist jetzt verfügbar

10.09.2014

Präsentation: Auf der IBC in Amsterdam, 12.-16. September 2014
Stand Fraunhofer FOKUS (Halle 8.B80) und Stand Microsoft (Halle 13.MS1/2)

Fraunhofer FOKUS stellt sein Open Content Decryption Modul (OCDM) als Open Source Lösung auf GitHub zur Verfügung. Das OCDM ist ein Content Decryption Modul (CDM), das mit der W3C Spezifikation Encrypted Media Extensions (EME) kompatibel ist und in HTML5-basierten Browserumgebungen zum Einsatz kommt. Die Implementierung des OCDM ermöglicht Interoperabilität zwischen verschiedenen DRM Systemen.

Entwickelt wurde das Open Source Content Decryption Modul von Fraunhofer FOKUS mit dem Anspruch, für möglichst viele Plattformen verwendbar zu sein und interoperabel zu funktionieren.

Dr. Stefan Arbanowski, Leiter des Kompetenzzentrums „Future Applications and Media“ (FAME) am Fraunhofer-Institut FOKUS, kommentiert: »Wir freuen uns auf eine breite Nutzung der Implementierung und über eine aktive Beteiligung von Entwicklern, DRM-Anbietern, Systemintegratoren, OEMs und Browserbetreibern. Das CDMi ermöglicht Anbietern von Open Source Browsern, DRMs zu unterstützen, ohne dass diese lizensiert werden müssen. Eine erste Integration mit Microsoft PlayReady demonstrieren wir auf der IBC.«

Das OCDM richtet sich an OEMs, DRM-Anbieter, Systemintegratoren und Browserhersteller, die eine Wiedergabe von Premiuminhalten mittels EME umsetzen wollen. Die Medienübertragung zwischen einer Browser-entkoppelten Media Engine und dem CDMi wird über eine DRM-spezifische, authentifizierte Schnittstelle sichergestellt. 

Das CDMi folgt größtenteils einer CDM-Logik und ist ein c++ Wrapper für die eingebettete Plattform der digitalen Rechteverwaltung. Die Implementierung bietet eine HTML5-basierte Übertragung von geschützten Medieninhalten und DRM-Interoperabilität, die auf der Common Encryption (CENC) und dem Standard MPEG-DASH basieren.

»Wir freuen uns, dass Fraunhofer FOKUS eine Open-Source-Version seines CDMs für HTML5 veröffentlicht hat. Die Software ermöglicht es HTML5-Browsern, internetfähige Medieninhalte zu liefern und wird die Reichweite von Premiuminhalten für Content-Eigentümer, Dienstleister und OEMs erheblich erweitern«, freut sich Chris Santini, Direktor für Strategie und Unternehmensplanung bei Microsoft.

Das OCDM wurde modular entwickelt, um eine einfache Umsetzung und Erweiterbarkeit zu garantieren. So ist gewährleistet, dass der Open Source Code bereits die Schnittstellen-Spezifikation, das CDMi, berücksichtigt. Erforderlich ist lediglich, dass das CDM die Abläufe des jeweiligen Betriebssystems und den nativen Remote Procedure Call (RPC) unterstützt, um EME-Signale an das CDMi weiterzuleiten.

Für die Linux-basierten Browser und Plattformen Chromium, Opera und QtWebengine funktioniert das OCDM bereits. Weitere Informationen über die Bereitstellung und Anwendung des OCDM stehen auf GitHub zur Verfügung. In FAMIUM, einer Prototyp-Implementierung zur Evaluation und zum Testen von neuen Web- und Streaming-Technologien, kann das neue OCDM jetzt schon erprobt werden.

Das Open Source Content Decryption Modul und die Implementierung werden auf der IBC 2014 erstmals vorgestellt. Wir laden Sie herzlich ein, den Stand von Fraunhofer FOKUS, Halle 8.B80, sowie den Stand von Microsoft in Halle 13.MS1/2 vom 12.-16. September in Amsterdam zu besuchen.
Weitere Informationen: https://github.com/fraunhoferfokus/open-content-decryption-module

Über Fraunhofer FOKUS:
Fraunhofer FOKUS entwickelt als neutrale Forschungseinrichtung Lösungen für die Kommunikationssysteme der Zukunft. Das Berliner Institut erforscht, welchen Beitrag Kommunikationsnetze leisten müssen, um das Zusammenleben komfortabler und sicherer zu gestalten und adressiert dabei wichtige Herausforderungen der gesellschaftlichen Entwicklung. Dazu zählen vor allem der Zugang zu Informationen, der nachhaltige und wirtschaftliche Umgang mit Ressourcen, vernetzte Mobilität und eine moderne öffentliche Verwaltung, die auch online erreichbar ist und effizient funktioniert. Fraunhofer FOKUS ist wichtiges Bindeglied zwischen Unternehmen, öffentlicher Verwaltung und Bürgern.

Fraunhofer FOKUS konzentriert sich dabei nicht nur auf die technische Infrastruktur, sondern entwickelt darüber hinaus praktikable Konzepte, Anwendungen und Prototypen. Im Zentrum der Forschungsaktivitäten steht die Entwicklung von domain- und organisationsübergreifenden Netzwerken sowie von interoperablen, benutzerzentrierten Lösungen.

Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung in der Entwicklung von Informations-und Kommunikationstechnologien ist Fraunhofer FOKUS einer der bedeutendsten IuK-Forschungspartner im In- und Ausland.


Weitere Informationen unter: http://www.fokus.fraunhofer.de

Weitere Informationen:

http://www.fokus.fraunhofer.de/de/fokus/_pdfs_presse/2014_09_10_IBC_2014_FAME_Mi...

Karolin Freiberger | Fraunhofer-Institut

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