Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

OFFIS und Deutsches Krebsforschungszentrum forschen gemeinsam im Bereich der Informationsverarbeitung in der Strahlentherapie

18.11.2008
Das OFFIS - Institut für Informatik aus Oldenburg forscht zusammen mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg daran, wie Informationen aus dem Bereich der Strahlentherapie effizient und flexibel verarbeitet werden können.

Der Prozess der Strahlentherapieplanung setzt die Verfügbarkeit einer Vielzahl von Eingangsinformationen voraus, wie CT-Bilder für die Definition der Planungsstrukturen und die physikalisch-geometrischen Eigenschaften der Bestrahlungsvorrichtung.

Der Tumor muss für die Planung der Therapie zunächst exakt anhand von geeignetem Bildmaterial lokalisiert und unter Berücksichtigung von Risikoorganen als schutzwürdige Strukturen abgegrenzt werden. Gemäß den Therapievorgaben wird eine Dosisverteilung für die einzelnen Strukturen festgelegt. Zur optimalen Umsetzung der Vorgaben werden entsprechende Einstellungsparameter für das verwendete Bestrahlungsgerät berechnet.

Zudem werden die Bestrahlungssitzungen meist auf mehrere Wochen verteilt, so dass sich insgesamt ein komplexer Behandlungsplan ergibt, der darauf abzielt, krankes Gewebe nachhaltig zu zerstören und gesundes Gewebe zu schonen. Jeder Bestrahlungsvorgang wird üblicherweise vorher simuliert und der zugrundeliegende Bestrahlungsplan anhand der Simulationsergebnisse optimiert. Alle diese Informationen müssen natürlich dokumentiert werden und während des gesamten Behandlungsverlaufs verfügbar sein.

In der Strahlentherapie setzt sich zunehmend der DICOM-Standard (Digital Imaging and Communications in Medicine) durch, der sich für die medizinische Bildkommunikation in anderen Bereichen schon etabliert hat. DICOM bietet bereits seit einigen Jahren die Möglichkeit, die erforderlichen Informationen zur Strahlentherapieplanung und -durchführung standardisiert abzulegen und auszutauschen. In der Praxis stehen bislang jedoch noch proprietäre Lösungen im Vordergrund.

OFFIS mit seiner langjährigen DICOM-Expertise und das Deutsche Krebsforschungszentrum mit seiner langjährigen Erfahrung in der Strahlentherapie werden daran forschen, wie die Verwaltung aller relevanten Strahlentherapiedaten effizient und standardkonform umgesetzt werden kann. Ziel ist ein effizienterer Datenaustausch zwischen existierenden und noch zu entwickelnden Software-Systemen im Bereich Strahlentherapie, insbesondere in der kliniknahen Forschung. Unterstützung erfährt das Forschungsprojekt dabei von der OFFIS-Ausgründung ICSMED AG.

Die Forschungsergebnisse, inklusive der entwickelten Prototypen, sollen später der Allgemeinheit im vollen Umfang zur Verfügung stehen. Das Krebsforschungszentrum und OFFIS wollen dadurch die kliniknahe Forschung unterstützen und fördern. Das Projekt bettet sich in IT-Entwicklungen für das Integrierte Diagnostik- und Therapiezentrum (IDTC) ein, das innerhalb der Strategischen Allianz zwischen dem Deutschen Krebsforschungszentrum und der Firma Siemens Healthcare eingerichtet wurde und das die Verbindung modernster radiologischer Diagnostik mit der Strahlentherapie von Krebserkrankungen zum Ziel hat.

Ansprechpartner für Rückfragen der Redaktion:
Michael Onken
Phone/Fax: +49 441 9722 149 / 102
E-Mail: dicom@offis.de

Edit Wisch | idw
Weitere Informationen:
http://dicom.offis.de
http://www.offis.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Europäisches Konsortium baut effizientestes Rechenzentrum der Welt
22.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

nachricht Geheime Datensammler auf dem Smartphone enttarnen
21.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kinderanästhesie aktuell: Symposium für Ärzte und Pflegekräfte

23.11.2017 | Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Kinderanästhesie aktuell: Symposium für Ärzte und Pflegekräfte

23.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Seminar „Leichtbau im Automobil- und Maschinenbau“ im Haus der Technik Berlin am 16. - 17. Januar 2018

23.11.2017 | Seminare Workshops

Biohausbau-Unternehmen Baufritz erhält von „ Capital“ die Auszeichnung „Beste Ausbilder Deutschlands“

23.11.2017 | Unternehmensmeldung