Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

MyUI - Individuelle Schnittstellen für alle

15.04.2010
Im EU-Forschungsprojekt MyUI entwickelt das Fraunhofer IAO innovative Benutzeroberflächen, die sich automatisch an den Nutzer und die Umgebung anpassen. Dadurch wird es möglich, die Schnittstellen zu Geräten oder Maschinen nach individuellen Bedürfnissen anzupassen.

Können Computer und Maschinen uns in Zukunft Wünsche von den Augen ablesen? Im EU-Forschungsprojekt MyUI (Mainstreaming Accessibility through Synergistic User Modelling and Adaptability), unter Leitung des Fraunhofer IAO soll diese Vision Gestalt annehmen. Ein Konsortium aus zehn internationalen Forschungseinrichtungen hat das Ziel, intelligente Interfaces für die Zukunft zu entwickeln.

Die technologische Basis der individualisierten Benutzeroberfläche ist eine semantische User-Modellierung. Alle Aktivitäten und Daten des Users werden in Echtzeit gesammelt, ausgewertet und interpretiert. So entsteht ein differenziertes Bild des Users und seiner Umgebung. Das Interface passt sich dann selbstständig an die Bedürfnisse seines Benutzers an. Der User erreicht so schnell und einfach die gewünschten Informationen oder Funktionen, da die Benutzerführung genau auf ihn abgestimmt ist.

Im Mittelpunkt der Projektarbeiten stehen Technologien und Hilfsmittel, die Designer und Entwickler dabei unterstützen werden, interaktive ICT-Produkte so zu gestalten, dass sie den hohen Anforderungen der Barrierefreiheit (Accessibility) und Nutzerfreundlichkeit (Usability) genügen. Dazu zählen beispielsweise:

- Virtual User Lab: ein Virtuelles Nutzerlabor zeigt spezielle Nutzerbedürfnisse auf und veranschaulicht anhand illustrativer Darstellungen spezifische Informationen über häufige Einschränkungen und deren Konsequenzen für die Techniknutzung

- Design Guidelines und entsprechende wiederverwendbare UI-Komponenten für barrierefreie und nutzerfreundliche Oberflächen.

Drei Anwendungsbeispiele wird das Konsortium im Rahmen des Projekts umsetzen und damit die umfassenden Möglichkeiten der MyUI-Technologien sowie ihren Mehrwert für die industrielle Entwicklung aufzeigen: Als typisches Beispiel für eine breit angelegte Anwendung dienen interaktive TV-Geräte. Ein interaktiver Physiotherapie-Service repräsentiert ein fachspezifisches Anwendungsbeispiel. Beim dritten Einsatzbeispiel handelt es sich um einen Kommunikationsservice, der einen engen sozialen Kontakt und Austausch mit Familie und Freunden über das Fernsehgerät ermöglicht.

Nach dem Prinzip des "Human-Centred Design" stehen die Bedürfnisse der Endverbraucher in allen Phasen des Projekts im Mittelpunkt, damit die MyUI-Technologien diesen gerecht werden. Empirische Forschung trägt dazu bei, dass die entwickelten Technologien und Demonstratoren sinnvoll gestaltet sind und einen hohen Nutzen liefern.

Ansprechpartner
Fraunhofer IAO
Matthias Peissner
Telefon +49 711 970-2311, Fax +49 711 970-2299
matthias.peissner@iao.fraunhofer.de

Claudia Garád | idw
Weitere Informationen:
http://www.myui.eu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Smart Living: VDE-Institut entwickelt Cloud-basierte interoperable Testplattform
15.02.2017 | VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

nachricht Saarbrücker Informatiker machen „Augmented Reality“ fotorealistisch
15.02.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie