Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Meilenstein erreicht: Noch stärkere Vernetzung in der Linked Open Data Cloud für neue Anwendungen

17.11.2011
Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften –
Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft veröffentlicht die Version 8.08 ihres Standard-Thesaurus Wirtschaft (STW) und vernetzt sich damit noch stärker in der Linked Open Data Cloud.

Ein weiterer Meilenstein in der LOD-Strategie der ZBW ist erreicht: Der Standard-Thesaurus Wirtschaft der weltweit größten Spezialbibliothek für Wirtschaftswissenschaften enthält nun Verbindungen zu vier weiteren Vokabularien in der Linked Open Data Cloud. Dies ermöglicht neue Services für die Kundinnen und Kunden und die Nachnutzung der Daten durch andere Einrichtungen.

Immer mehr Akteure in der Bibliothekswelt und angrenzenden Bereichen experimentieren mit Semantic-Web-Technologien und Linked Open Data (LOD). Linked Open Data bezeichnet die Bereitstellung von frei nutzbaren Daten (Open Data) als Linked Data. Für viele Bibliotheken stellt sich die Frage, wie sie sich einerseits mit ihren Beständen in die LOD-Cloud einbringen und andererseits extern bereitgestellte Daten in eigene Anwendungen einbinden können, um deren Wert mit domänenübergreifenden Verlinkungen zu steigern.

Die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft war weltweit die erste Einrichtung, die eine Webfassung ihres Thesaurus (STW – Standard Thesaurus Wirtschaft) veröffentlicht hat, in der die Daten und ihre Beziehungen in die Webseiten eingebettet sind (via RDFa und SKOS). Passend zur aktuellen Diskussion im Gemeinsamen Bibliotheksverbund (GBV), wie Bibliotheken mit dem Thema Linked Open Data umgehen sollen, veröffentlicht die ZBW die Version 8.08 ihres Standard-Thesaurus Wirtschaft. Diese Version enthält zum ersten Mal vier Mappings (Crosskonkordanzen) zu anderen Vokabularien und vernetzt so den STW in der Linked Data Cloud noch weiter. „Das Interesse am STW ist ungebrochen. Die Anzahl der Downloads beträgt inzwischen weit über 500 aus mehr als 50 Ländern“, so Joachim Neubert, Linked-Open-Data-Experte in der ZBW. Unter den Downloads finden sich bekannte Namen wie die Oxford University, Ebsco Industries, Price Waterhouse Coopers, Massachusetts Mutual und die französische IT-Großforschungseinrichtung INRIA.

Die Vorteile: Eine Nachnutzung der Daten durch andere Institutionen und eine einfachere Integration in Webdienste wird möglich. Web-2.0-Anwendungen können über die STW Web Services (beta) die Mappings selbst, aber auch beispielweise erweiterte Synonymlisten zu wirtschaftswissenschaftlichen Begriffen abrufen. So können neuartige Anwendungen für Kundinnen und Kunden entwickelt werden. In der ZBW wurden damit intelligente Erweiterungen der Literatursuche im wirtschaftswissenschaftlichen Suchportal EconBiz http://www.econbiz.de realisiert, die von der STW Webfassung (ebnso wie Links zur Wikipedia) direkt aufrufbar sind.

Die Orientierung in Richtung LOD stellt einen wichtigen Schritt im Hinblick auf die Zukunft der Bibliotheksdaten und des „Future Internet“ dar – eine zunehmende Vernetzung von Daten, die im Web auffindbar sind, zur Entwicklung intelligenterer Services und Anwendungen.

Weiterführende Links:
Die Neuerungen der Version 8.08 im Detail: http://zbw.eu/stw/versions/changes/about
Link zum Download der neuen Version 8.08: http://zbw.eu/stw/versions/latest/download/about
STW Web Services: http://zbw.eu/beta/stw-ws
Pressebilder: http://www.zbw.eu/presse/pressemitteilungen/docs/2011_11_17-images.htm
Über die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft:
Die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft ist das weltweit größte Informationszentrum für wirtschaftswissenschaftliche Literatur mit einem überregionalen Auftrag – online wie offline. Heute beherbergt die Einrichtung rund 4 Millionen Bände und 32.000 laufend gehaltene Periodika und Zeitschriften. Daneben stellt die ZBW die wohl am schnellsten wachsende Sammlung von Open-Access-Dokumenten im Internet zur Verfügung: EconStor, der digitale Publikationsserver, verfügt heute über 25.000 frei zugängliche Aufsätze und Working Papers. Mit EconBiz, der Suchmaschine für internationale wirtschaftswissenschaftliche Fachinformationen, können Studierende oder Wissenschaftler/innen in über 8 Millionen Datensätzen recherchieren. Die ZBW gibt die beiden wirtschaftspolitischen Zeitschriften Wirtschaftsdienst und Intereconomics heraus und betreibt zusammen mit dem Institut für Weltwirtschaft (IfW) das Peer-Review-Journal Economics, das nach dem Prinzip des Open Access konzipiert ist. Die ZBW ist Teil der Leibniz-Gemeinschaft und seit 2007 Stiftung des öffentlichen Rechts.
Pressekontakt:
DR. ANNA MARIA KÖCK
Pressesprecherin
ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft
Neuer Jungfernstieg 21, D-20354 Hamburg
T: +49 [0] 40. 428 34-359
F: +49 [0] 40. 428 34-299
E: a.koeck@zbw.eu
Standort Kiel:
Düsternbrooker Weg 120
D-24105 Kiel

Dr. Anna Maria Köck | idw
Weitere Informationen:
http://www.zbw.eu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Schnelle Time-to-Market durch standardisierte Datacenter-Container
28.03.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Modellfabrik Industrie 4.0: Forschungs- und Trainingsplattform für Wissenschaft und Wirtschaft
28.03.2017 | Hochschule Konstanz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit