Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie hoch ist die Feinstaubbelastung in der Euregio Maas-Rhein?

17.01.2014
Neues Informationssystem liefert stündlich aktualisierte Daten

Für viele Menschen sind Informationen zur Feinstaubbelastung in der Euregio Maas-Rhein wichtig: Feinstaub ist eine Ursache von Erkrankungen der Atemwege oder des Herz- und Gefäßsystems.

Aber auch bei der Planung neuer Infrastrukturprojekte müssen mögliche Auswirkungen auf die Luftqualität berücksichtigt werden. Ein neues Informationssystem liefert jetzt stündlich aktualisierte Karten der Feinstaubkonzentration, diese können im Internet unter http://pmlab.irceline.be/index_de.html abgerufen werden.

Neben den Feinstaubkarten liefert das Informationssystem weitere lufthygienische Informationen, beispielsweise über regionale und europaweite Feinstaubquellen, Flächennutzung sowie meteorologische Informationen und Luftreinhaltepläne.

Entstanden ist das System in grenzüberschreitender Zusammenarbeit von Partnern aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden , seitens der RWTH Aachen waren das Lehr- und Forschungsgebiet Physische Geographie und Klimatologie unter Leitung von Univ.-Prof. Dr. Christoph Schneider sowie der Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie unter Leitung von Univ.-Prof. Dr. Martina Fromhold-Eisebith beteiligt.

Finanziert wurde das Projekt „PM-Lab“ im Rahmen des Interreg IV-A Programms für die Euregio Maas-Rhein mit einem Etat von 2,4 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), des Landes Nordrhein-Westfalen und eigenen Mitteln der Kooperationspartner.

„Vergleichbare Messergebnisse und einheitliche Berechnungsverfahren sind Grundlagen für unseren Ansatz. Die Quellen von Feinstaub in der Euregio Maas-Rhein sind vor allem der Straßenverkehr und Heizungsanlagen, in einigen Gebieten auch Industrie und Landwirtschaft. Die europäischen Grenzwerte für Feinstaub wurden in der Euregio Maas-Rhein in den letzten Jahren regelmäßig überschritten, insbesondere die maximal erlaubte Anzahl von 35 Tagen mit einer mittleren Feinstaubkonzentration >50 µg/m³.

In den meisten Fällen wird diesem Problem mit Luftreinhalteplänen und ähnlichen Ansätzen auf lokaler oder regionaler Ebene begegnet“, erläutert Univ.-Prof. Dr. Christoph Schneider, Leiter des Lehr- und Forschungsgebietes Physische Geographie und Klimatologie. Er ergänzt: „Dieses Projekt ist europaweit einzigartig in Bezug auf die Kombination von grenzüberschreitender Zusammenarbeit, die Aktualität des Themas, die verschiedenen beteiligten Disziplinen, die verwendeten Methoden und den Modellierungsansatz. Es kann somit als wegweisend für andere Regionen betrachtet werden.“

Kontakt:
Dr. Hendrik Merbitz, Dr. Gunnar Ketzler
Lehr- und Forschungsgebiet Physische Geographie und Klimatologie
Telefon 0241/80-96454

Thomas von Salzen | idw
Weitere Informationen:
http://www.pmlab.eu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Sicheres Bezahlen ohne Datenspur
17.10.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Saarbrücker Forscher erstellen digitale Objekte aus unvollständigen 3-D-Daten
12.10.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Aufräumen? Nicht ohne Helfer

19.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Biotinte für den Druck gewebeähnlicher Strukturen

19.10.2017 | Materialwissenschaften

Forscher studieren molekulare Konversion auf einer Zeitskala von wenigen Femtosekunden

19.10.2017 | Physik Astronomie